Seminare 2017


25.09 - 29.09.2017, Intensivtraining mit Jörg Brach

Wir waren wieder einmal unterwegs - das zweite Mal zog es uns nach Frankreich. Diesmal ging es nach Enfonvelle, an den Rand der Vogesen. Mit dabei waren Marie, Franz und Riley. Außerdem hatten wir eine Spezialbegleitung mit - Claudia, die Besitzerin von Mumble, begleitete uns und konnte ohne Hund durch das Zuschauen viel viel lernen.

Die Anreise am Montag haben wir ohne Stau, Verfahren oder sonstige Zwischenfälle hinter uns gebracht und kamen am frühen Abend an, so dass die Hunde noch bei Tageslicht ein bisschen laufen konnten. Beim ersten gemeinsamen Abendessen konnten wir uns alle beschnuppern und es gab natürlich nur ein Thema: Hunde :-)

 

Dienstag ging es mit dem Training los, Marie durfte den Anfang machen und war in der Vormittagsgruppe eingeteilt.

Wir bildeten für die erste Übung Zweiergruppen. Memories wurden ausgelegt und wir marschierten zum Ausgangspunkt. Im 90 Grad-Winkel flog ein Mark mit dem Bumperboy, welches von Marie geholt wurde.. besser gesagt geholt werden sollte. Das Zwergenkind hat nicht gut markiert und so mussten wir gleich mal mit verkürzter Distanz wiederholen. Der zweite Hund wurde dann auf's Memory geschickt und Marie an einem anderen Punkt abgesetzt und mit der linken Hand back auf die Memorystelle geschickt - das hat sie brav gemacht und wir tauschten die Plätze, sodass jeder Hund jede Aufgabe lösen musste.

Weil ich in letzter Zeit ein paar Handlingprobleme mit Mariechen hatte, war die zweite Übung eine Einzeleinheit. Jörg legte Bälle aus und Marie durfte suchen. Zwischendurch musste ich sie immer wieder stoppen und dann weitersuchen lassen. Nach jedem Stoppen und neuerlichem Suchen durfte sie finden und diese Übung hat ihr glaube ich ganz besonders viel Spaß gemacht.

Die dritte Übung gestaltete Jörg für meine kleine Maus ähnlich, nur wurde diesmal wieder die alte Memorystelle mit eingebaut, auf die wir nach weiteren Such-Stopp-Such Übungen am Ende wieder mit einem Back geschickt haben. Im Großen und Ganzen muss ich mit Marie und ihrer Leistung zufrieden sein - ich bin einfach viel zu nachsichtig mit ihr im Training und auf den Jagden lernt sie natürlich den restlichen Blödsinn, den wir bei der Dummyarbeit nicht haben wollen. Sie war ruhig und steady und hat sich bemüht, mich nicht allzu sehr zu blamieren :-)

 

Am Mittwoch waren wir am Nachmittag dran und Riley durfte den Anfang machen. Wieder in einer Zweiergruppe legten wir los: an einer Stelle wurden Memories ausgelegt, wir drehten uns um 180 Grad und es fiel eine Markierung. Ein Hund wurde auf die Memorystelle geschickt, der andere Hund entweder direkt auf die Markierung, oder aber mit back eingewiesen. Wir wechselten uns ab und zwischendrin gab es immer wieder einen kleinen WalkUp, um die Distanzen zu variieren.

Die zweite Übung für Riley war der ersten sehr ähnlich, nur jetzt wurden die Marks nicht von Jörg geworfen, sondern vom Bumperboy geschossen - da hat die kleine Schwarze aber Augen gemacht! Riley war durchgehend ruhig und steady, hat brav aufgepasst und auch ordentlich markiert. Die neuen Hunde und fremden Menschen haben sie anfangs ein wenig überfordert, aber sie ist gut in die Sache reingewachsen und hat mit der Zeit immer mehr an Sicherheit gewonnen. Ich habe sie nach den beiden Übungen aus dem Training genommen und Franz rausgeholt. Riley sollte nicht überfordert werden und durfte sich im Auto ausruhen und das Erlebte verarbeiten.

Für Franz ging's gleich so los, wie er es am Liebsten hat: WalkUp und Markierungen mit dem Bumperboy. Aber nicht langweilig vor uns, sondern hinter uns, sodass wir immer wieder drehen mussten. Beide Hunde durften zwei Marks arbeiten. Der Bär blieb brav am Bein, auch wenn er absolut nicht verstanden hat, warum der andere Hund auch mal was holen darf (Jörg und die Bumperboys sind wohl das allergrößte Heiligtum von unserem Dicken), hat sehr gut markiert und sauber gearbeitet. Für die zweite Übung legten wir wieder Memories im hohen Bewuchs aus und liefen auf den Bumperboy zu. Es fiel eine Markierung, wir drehten und Franz wurde zuerst auf's Memory geschickt, unser Teamkollege holte das Mark und dann wurde getauscht. Auch hier war Franz sehr brav, hat die Linie brav angenommen und ich habe nichts zu meckern.

Bei der letzten Übung musste das Bärchen nochmal den Kopf einschalten. Wir änderten unsere Ausgangsposition und arbeiteten wieder auf Markierungen vom Bumperboy, versetzten uns vor dem Schicken aber nochmals ein Stück nach links. Franz war im ersten Moment verwirrt, also ging ich raus und habe ihm das Dummy nochmal gezeigt. Dann gab es keine Probleme und er konnte das Training für diesen Tag positiv abschließen. Auch Jörg war mit der Entwicklung von Juli bis jetzt sehr zufrieden, Franz hat einfach Charme und wickelt jeden um den Finger.

 

Donnerstag war dann auch schon der letzte Trainingstag und Riley durfte in der Vormittagsgruppe beginnen.

Es wurde über Wasser gearbeitet - ich war ein bisschen nervös, weil ich mit Riley bis dato noch nicht am, im oder über's Wasser gearbeitet habe, aber Jörg kennt keine Ausreden und so standen wir schon an der Kante vom Bach. Zuerst gab es zwei Einzelmarkierungen, die Jörg für das Püpp über den Bach auf die Wiese warf. Beim Wassereinstieg müssen wir noch ein bisschen an der Eleganz arbeiten, aber die Maus hat sich bemüht und das Gelände gut angenommen. Anschließend gab es noch ein Mark mit dem Bumperboy, welches Riley auch brav ausgearbeitet hat. Wir lernen: Frauli muss sich einfach ein bisschen entspannen und dem schwarzen Kind vertrauen.

Übung Nummer zwei war schon ein bisschen kniffliger (ich war gerade mal wieder auf normalem Puls angekommen, macht Jörg einfach die Übungen schwieriger... ich halt's nicht aus). Zuerst gab es wieder ein einfaches Mark, das Riley direkt holen durfte, ein zweites an die gleiche Stelle, doch vor dem Schicken wurde die Distanz ein wenig vergrößert - also drehen, losgehen und hoffen, dass der Trainer nicht merkt, dass man Zwergenschritte macht, wieder drehen und schicken. Aus dieser Position gab es dann auch noch ein Mark mit dem Bumper. Ich konnte sehen, Riley hat verstanden und ist über ihren Schatten gesprungen, die Geländeübergänge auch aus weiterer Entfernung selbstständig anzunehmen - braves Kind.

Für die zweite Übung gab es wieder Doppelaufgaben. Für jeden Hund wurden drei Memories ausgelegt. Ein Hund arbeitete seine Memories direkt hintereinander, versetzte sich aber nach jedem Apport weiter in Richtung Bach. Der zweite Hund durfte dann eine Bumpermarkierung über den Bach arbeiten. Das Mark hat Riley sehr brav gemacht, bei den Memories waren Nummer eins und zwei ausgezeichnet, beim dritten Mal wurde sie ein wenig unsicher, weil die wartenden Leute sich etwas lauter unterhalten haben. Ich habe sie zurückgeholt und neu angesetzt, dann war es auch kein Thema und sie hat die Linie schön angenommen. Das hat für Riley erstmal gereicht. Es war ihr zweites Seminar und sie hat das für ihr Alter wirklich toll gemacht, ich bin stolz auf die Flitzemaus und wir werden brav an unseren Hausaufgaben arbeiten, um nächstes Jahr schön gelobt zu werden :-)

Franz durfte Riley wieder ablösen und fand er war einfach cool und zuckersüß gleichzeitig.

Auch für den Dicken gab es erstmal zwei geworfene Marks aus kurzer Distanz. So hart und mächtig Franz erscheint, der steile Wassereinstieg (weil den angenehmen flachen nehmen nur Luschen..) hat ihn doch kurz ins Schwitzen gebracht: Nein Mama, ich schaff' das da, wo es ein bissl schwieriger ist. Anschließend gab es wie auch für Riley ein Memory und zum Schluss ein Mark mit dem Bumper. Der Schwimmstil ist noch etwas unbeholfen, bei meiner Bemerkung, Franz würde elfengleich ins Wasser gleiten und schwimmen, musste Jörg kurzfristig laut loslachen - also das üben wir dann auch nochmal ein wenig :-)

Bei der zweiten Übung durften wir mit zwei anderen Hunden arbeiten. Es ging wieder an die Memorystelle, wo Jörg jedes Mal einen Schuss auslöste. Franz durfte anfangen und wurde voran geschickt - eine schöne Linie, schnell und punktgenau, braver Bub! Die beiden anderen Hunde wurden jeweils nach rechts eingewiesen. Ein kleiner WalkUp und es gab die gleiche Übung nochmal. Wir liefen weiter und Jörg löste den Bumperboy aus, drei Markierungen fielen. Die zwei anderen Hunde wurden jetzt back auf die Memorystelle geschickt und Franz durfte direkt auf das Mark gehen. Wir liefen zurück an unseren Ausgangspunkt, unsere Teamkollegen wurden auf die Markierung über Wasser geschickt und Franz durfte sein letztes Memory ohne Schuss arbeiten. Das hat er so toll gemacht, mir war dann schon egal, was noch kommen würde. Ich war einfach superstolz auf den Bären.

Als allerletzte Übung gab es für uns noch eine Bumper-Markierung über Wasser, diesmal auf eine doch recht weite Distanz und was soll ich sagen, Franz hat nochmal alles gegeben und sein Training perfekt beendet.

 

Am Nachmittag durfte Marie nochmal mit mir mitkommen und sich ein wenig in Ruhe üben, während die Open-Hunde gearbeitet haben. Auch da war Marie sehr brav und hat sich richtig gut zusammengerissen. Mit einem Wolkenbruch haben wir uns dann ins Trockene verzogen und schon mal die Taschen gepackt und das Auto eingeräumt, so dass wir den letzten Abend nochmal in Ruhe genießen konnten.

 

Wieder einmal verging die Zeit viel zu schnell und der letzte Abend wurde noch für Tipps und Trainingsanregungen von Jörg genutzt, bevor wir alle doch recht zeitig ins Bett verschwunden sind.

 

Sowohl die Hunde als auch wir konnten wieder einmal unglaublich viel mitnehmen. Riley und Franz haben mich sehr zufrieden gestellt und auch über Marie's Fortschritte während dem Training kann ich mich nur freuen.

Vielen, vielen Dank an Jörg für seine Zeit, Geduld, Tipps und Ratschläge - auch nach 10 Jahren schafft er es immer noch, uns neue Sachen zu zeigen.

Wir freuen uns auf die Seminare nächstes Jahr und sind gespannt, was uns erwarten wird!

 

Die kurze Panne am Heimweg - die mittlerweile zu einer Art Tradition geworden ist, wenn ich mit den Hunden unterwegs bin - hat der grandiosen Stimmung im Auto nicht geschadet und wir sind auch wieder gut und gesund zu Hause gelandet. Wenn auch mit ein wenig Verspätung und heiser vom vielen Singen :-)


15.07. & 16.07.2017, Trainingswochenende mit Jörg Brach

Eigentlich sollte es das zweite Seminar für Riley werden, aber Madame hat sich eine Woche vor diesem Wochenende entschieden, läufig zu werden. Und weil es so lustig ist, hat Marie sich gleich mal drangehängt und fiel als Ersatzhund für die beiden Trainingstage aus.

Kurzerhand habe ich mich dann dazu entschlossen, Franz mitzunehmen - auch wenn er nur jagdlich wird, wollte ich es versuchen und sehen, wie er sich so tut.

Am ersten Seminartag haben wir mit einem Doppelaufgabe begonnen. Franz und ich durften direkt mit Jörg und seinem Nike beginnen. Ein Mark an den Waldrand, gefolgt von Memories aus verschiedenen Distanzen. Bei den Memories hat Franz zu Beginn ein wenig Hilfe gebraucht, aber dann hat's Klick gemacht und der Dicker hat "Blut geleckt".

Für die zweite Übung wurden an der gleichen Stelle wieder Dummies ausgelegt, diesmal arbeitete Franz alleine. Einmal ein gerade Voran, wieder auslegen, den Hund auf halber Distanz absetzen und weitergehen - ein großes Fragezeichen über dem Bollerkopf - anschließend abrufen und wieder voran schicken. Zum Abschluss gab es je zweimal Back mit der linken und zweimal mit der rechten Hand aus kurzer Distanz.

 

Zu Mittag wurden wir von Michaela kulinarisch verwöhnt, es war saulecker :-)

 

Satt und ausgeruht ging es nach der Pause weiter - wieder wurde an die gleiche Memorystelle gearbeitet. Diesmal fiel ein Schuss, ohne dass Franz ein Dummy fallen gesehen hat und wurde direkt voran geschickt. Unser Bub hat schnell verstanden und das Voran sehr gut gemacht. Dann wurde um 180 Grad gedreht und es fiel am Feld ein Mark mit dem Bumperboy, auf das auch direkt geschickt wurde. Diese zwei Apporte wurden dann kombiniert: Schuss auf die Memorystelle, drehen und das Mark beobachten, wieder drehen und auf's Memory schicken und zum Schluss das Bumper-Mark holen. Hat er toll gemacht, der Dicke. Und weil die Stelle nun schon gut verknüpft war, gab es wieder ein Back mit der linken und eines mit der rechten Hand.

Die letzte Übung am ersten Tag war dann für Franz was ganz Besonderes. Wir stellten uns an einen Baum und wieder fiel im offenen Feld eine Markierung mit dem Bumperboy. Diesmal wurde aber nicht direkt geschickt, sondern wir liefen Fuß bis zum nächsten Baum und erst dann durfte Franz los. So wurde auch das zweite Bumper-Mark ausgearbeitet. Einmal direkt auf die Bumper-Markierung und gleich anschließend auf die alte Memorystelle geschickt, vergrößerten wir die Distanz nochmal und wiederholten die Übung.

Für den ersten Tag war der Kopf voll und Franzl hat sich sowohl Abendessen als auch Schlaf verdient.

 

Frisch und munter ging es am zweiten Tag weiter. Diesmal war Franz der Letzte in der Gruppe und musste so etwas länger warten - aber auch das will gelernt sein und so konnte er ein wenig länger schlafen :-)

 

Jörg platzierte zwei Ballmaschinen an einem Baum und Franz durfte zuschauen, wie der erste Ball aus der Maschine purzelte. Wir fingen mit der halben Distanz an, um auf Nummer sicher zu gehen und auch Franz die Sicherheit zu geben, dass er das schafft. Zusätzlich gab Jörg für jeden Apport einen Schuss ab, um Franz noch besser nach vorne konzentrieren zu können. Der erste Ball wurde wie gesagt von der halben Distanz geholt, dann verlängerten wir für den zweiten Apport, Nummer drei war wieder kurz und Nummer vier wieder die komplette Distanz. Franz findet Bälle klasse und hat in dem höheren Bewuchs auch einen superschönen Suchenstil gezeigt.

Für Übung zwei wurden drei Dummies an der zuvor aufgebauten (neuen) Memorystelle ausgelegt und das erste wurde mit einem schönen, geraden Voran ausgearbeitet. 120 Grad nach gedreht wurde ein Mark mit dem Bumper geschossen, welches direkt geholt wurde, anschließend wurden diese beiden Apporte wieder kombiniert. Das dritte Dummy wurde mit einem Back geholt und wieder an der Memorystelle ausgelegt, sodass Franz nochmal die komplette Länge ohne Ablenkung direkt durchlaufen konnte.

Jetzt kam eine Übung ganz nach dem Geschmack von unserem Dicken - eine Doppelaufgabe. Jörg warf vier Markierungen an den Waldrand, wir drehten 180 Grad und vier Bumper-Marks fielen auf's offene Feld. Franz durfte direkt ein Bumper-Dummy holen, die Tollerhündin wurde anschließend rechts zum Waldrand geschickt. Jetzt war Franz mit Back mit der linken Hand auf den Waldrand dran, unsere Teamkollegin mit links auf ein Bumper-Dummy. Damit das Back mit der rechten Hand bei uns nicht fehlte, wurde Franz so auf seinen zweiten Bumper-Apport geschickt und die Hündin Back zum Waldrand. Das letzte Dummy holte Franz mit einem normalen Voran vom Waldrand.

Zum Abschluss gab es für Franz und die kleine Tollerhündin noch ein wenig Fußarbeit und korrekte Grundstellung. Jörg warf Marks, wir drehten um 90 Grad nach links, wieder fielen Dummies und wir drehten weiter, bis auf allen vier Seiten etwas zu apportieren lag. Abwechselnd wurden die beiden Hunde auf unterschiedliche Stellen in verschiedenen Distanzen geschickt, bis alles eingesammelt war.

 

Fazit: Franz findet Bumperboys extrem cool, Wasserdummies sind so handlich, dass er gleich zwei auf einmal apportiert und ich bin einfach superhappy mit diesem Hund. Jörg's abschließende Worte "wenn Du mal nen Platz für den suchst, ich nehm ihn" bringen es glaube ich ziemlich gut auf den Punkt - Franz ist einfach genial und ich freue mich, dass er sich so bemüht hat!

 

Danke an Michaela für die Organisation und die ausgezeichnete Verpflegung. Jörg, Dein Training war wie immer der Hammer und wir freuen uns auf September - diesmal mit Marie und Riley!


17.&18.06.2017, Spanieltraining mit David Wilson

Es war wieder Zeit für ein Seminar - diesmal mit Marie. Nach der Prüfung für Riley am Donnerstag ging es vom Burgenland direkt weiter in die schöne Steiermark. Bisquit und Peaches blieben diesmal zu Hause.

Donnerstag Nachmittag und der gesamte Freitag wurden mit Ausflügen, Spaziergängen und natürlich auch Ausruhen verbracht, wie es sich für einen Kurzurlaub eben gehört.

 

Samstag um 09:00 ging es dann los. Die Gruppe war groß und das Niveau der Hunde hätte unterschiedlicher nicht sein können und so schafften wir am ersten Tag leider nur drei Übungen. Diese hat Marie aber brav gemeistert und hat sich sehr bemüht. Zuerst durfte jeder Hund einzeln einen mit Disteln und Brennnesseln bedeckten Hang durchstöbern - für Marie gab es hier zwei Marks und ein kurzes Blind nach hinten. Als zweite Übung gab es eine Line aus vier Hunden und jeder bekam eine Einzelmarkierung entlang des Waldweges. Zum Abschluss durften wir einzeln eine kurze Wassermarkierung arbeiten und dann war der erste Halbtag leider schon wieder vorbei.

Beim gemeinsamen Abendessen versuchten wir eine Lösung für den Folgetag zu finden und konnten zum Glück auch eine finden: Die Gruppe wurde geteilt... die vier Working Spaniels kamen in eine Gruppe, die fünf Standardhunde in die andere. Wir begannen um 08:00 und hatten zwei Stunden mit David. Und er hat alles aufgefahren, was Gott verboten hat, um die Flaute von Samstag wieder wettzumachen.

Gestartet wurde ziemlich locker. Die vier Hunde wurden in einer Line abgesetzt und wir Hundeführer gingen hangabwärts, bis wir außer Sicht waren. Karo blieb in der Nähe der Vierbeiner, um uns Bescheid zu sagen, wenn einer aufstand. Zweimal ging es den halben Weg zurück und wieder weg, David warf ein paar Dummies vor die Hunde, um die Steadyness wirklich zu testen. Marie blieb brav sitzen, ein ganz klein wenig ist sie mir am Popo entgegengerutscht, als wir zurückgingen. Weiter ging es mit einzelnen Einweisübungen, verschiedensten Stopp-Pfiff-Übungen und Markings mit Ablenkungen am Rückweg.

Als kleine Abwechslung liefen wir in der Line über die Wiese, hielten an und liesen die Hunde alleine sitze, einzeln abgerufen ging es weiter und dann hieß es aus der Bewegung absetzen und im Weitergehen den Hund wieder ins Fuß zu holen - Marie's Bremsen müssen wohl kontrolliert werden, die ersten beiden Male hat sie mich einfach überholt und einige Meter vor mir gewartet :-)

Zum Schluss wurden hier noch Markings eingebaut, mit Stoppen, Ablenkungsmark und direkt bzw weiter nach hinten schicken. Bevor es zur letzten Übung ging durfte Marie noch ein Blind ausarbeiten, hier war der Kopf für Einweis-Aktionen schon ein wenig zu leer und ich brauchte eine gefühlte Ewigkeit, bis die Maus am Dummy war. Beim Zusammenpacken auf der Wiese gab es noch eine kleine Steadynessübung im Kreis - David lief um uns herum, zwischen den Gespannen durch und ließ hier und da ein Dummy knapp vor die Hunde fallen.

Den Rückweg gestalteten wir nochmal aufregend und so, wie es sich für Spaniels nach so einem langen Kontroll-Training gehört: mit Stöbern!

Marie durfte mit Moss und Rudi gemeinsam den Wald durchstöbern, blieb immer schön kurz und hat auf jede meiner Bewegungen reagiert. Danach war Pina alleine dran und wir liefen mit ordentlicher Fußarbeit hinterher.

Jetzt war erstmal Pause angesagt und die Standardspaniels waren bei David dran. Ich brachte Marie zum Auto und holte Riley zum Zuschauen - die kleine Kröte ist mir tatsächlich eingesprungen, musste dann also an der Leine bleiben und zuschauen. Nach einer viertel Stunde ging ich mit Karo - die noch auf die Worker gewartet hat - den Waldweg ein Stück zurück und wir arbeiteten ein wenig mit der Schweizerin. Die Grundzüge vom Stopp-Pfiff haben wir begonnen und das wirklich korrekte Vorsitzen - hier brauche ich immer wieder den Tritt in den Allerwertesten, ich hasse diese Arbeit und dementsprechend selten wird es auch trainiert. Riley war sehr brav und wir haben nicht lange gemacht, die Genauigkeit liegt bei diesen Übungen ja doch im Vordergrund und dann war wieder Freizeit angesagt.

 

Es war - trotz des leider zu kurzen Samstags - ein wunderbares Wochenende und David hat wie immer ein grandioses Training geboten. Ich bin sehr zufrieden mit Marie's Leistung und wir konnten wieder einiges auffrischen und neue Dinge mitnehmen. Es heißt fleißig weiter trainieren und dran bleiben, dass beim nächsten Seminar Fortschritte zu erkennen sind!


22.04.2017, Tagesworkshop Bewegungstraining und Koordinationsübungen

Diesmal war wieder mal Marie an der Reihe. Wegen ihrer schlechten Hüfte versuche ich immer wieder, mich in Sachen Bewegungsapparat, Therapie und Muskelaufbau fortzubilden und am Laufenden zu halten - da kam es gerade recht, dass nicht weit von uns zu Hause entfernt genau so ein Tagesseminar mit Silvia Kurz (Hundeoase) angeboten wurde.

Also ging es auf zum RTC Neuhof.

Wir starteten mit einer Vorstellungsrunde, jeder erzählte kurz von sich und seinem Hund - wo liegen Probleme, warum ist man hier, was erwartet man sich. Und dann ging es schon los mit der Theorie.

 

Silvia erklärte, was bei Sport- und Einsatzhunden wichtig ist, wie ich schon im Welpenalter mit Koordiantionsübungen beginnen kann, dass auch der Familienhund so geistige und körperliche Auslastung bekommt, wie wir den Hund mit Hilfe der Geräte richtig dehnen und wie man den Senioren das Älterwerden ein wenig erleichtern kann. Auch verschiedenste Probleme wie HD, Kreuzbandriss, Rückenprobleme, schwache Vorhand etc wurden besprochen. Natürlich können die Geräte und Übungen auch zur Stabilisation und Verletzungsprophylaxe dienen.

 

In der Praxis hieß es dann ran an die Geräte und die Hunde wurden einzeln gearbeitet, sodass Silva sich auf jeden wirklich zu 100% konzentrieren konnte.

Wir hatten verschiedenste Hunde vor Ort, mit verschiedenen Problemen. Von HD zu Vorhandschwächen und Rückenproblemen, ein operierter Kreuzbandriss bis zu Senioren und unsicheren Hunden hatten wir alles dabei und so war eine gute Bandbreite abgedeckt. Jeder Hund bekam für ihn passende Geräte und wir konnten gerade beim Zuschauen sehr viel mitnehmen. Marie fand die ganze Geschichte super und ich musste eher aufpassen, dass sie die Geräte nicht alle auf einmal und alleine ausprobiert hat. Für den kleinen Popo durfte die kleine Maus in der ersten Runde auf den Donut und den Ball - das hat sie klasse gemacht und toll mitgearbeitet. In der zweiten Runde holte Silvia das Surfbrett zum Balancieren für uns raus, das war ganz schön anstrengend und hier hat Marie nicht so lange durchgehalten.

Wir haben sehr viel mitgenommen, auch für unsere Senioren und jungen Hunde. Vielen Dank an Silvia für den Input und ein großes Danke an Lisi für die Organisation und Verköstigung.

 

Wir werden uns auf jeden Fall das ein oder andere Gerät nach Hause holen und auch den anderen Hunden die Gymnastik schmackhaft machen.



10.03.-12.03.2017, Training mit Declan Boyle und Robert Daws

Für das erste Seminar mit meiner kleinen Schweizerin Riley gab es etwas ganz Besonderes.

Erstmals zog es uns nach Frankreich - genau gesagt in den kleinen Ort Ecromagny, ein wunderschönes, ruhiges Fleckchen in den Vogesen!

Abgesehen von der traumhaften Gegend gab es weitere Besonderheiten: Die Organisation übernahmen Didier und Romy, die Züchter von Riley, und als Trainer waren Declan Boyle, der Besitzer von Riley's Vater und Robert Daws, der Besitzer von Riley's Großvater eingeladen. Wir wurden also von einigen Augenpaaren genau beobachtet. Ich muss zugeben, ich war doch etwas nervös - aber Riley war so cool und gelassen, als hätte sie nie etwas anderes gemacht.

Aber von Anfang an ... Donnerstag um 07:00 ging es los. Die Mädels ins Auto gepackt und 1010 Kilometer lagen vor uns. Nach 13 Stunden, einer Menge Baustellen, Regen und einem unfassbar langen Stau kamen wir - noch rechtzeitig zum Abendessen - in unserer Unterkunft an. Beim ersten Zusammensitzen lernten sich alle kennen und wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Puppies (also auch wir) wurden von Robert trainiert, die Novice und Open Hunde kamen zu Declan in die Gruppe.

 

Tag 1:

Vormittag:

Fünf Youngsters (davon 4 Fendales) fanden sich hoch motiviert auf der Wiese direkt vor dem Hotel ein und Robert begann das Training mit sehr viel Theorie - so mussten die Hunde gleich mal zeigen, wie lange sie sich ruhig verhalten können. Kein Thema für Riley, sie war entspannt und döste beinahe ein. In der Gruppe absetzen und entfernen, zurückgehen und loben, Robert legte sehr großen Wert auf die Basics. Immerhin kann man ohne gutes Fundament kein anständiges Haus bauen. Weiter ging es mit Heelwork an der Leine, wieder alle zusammen und in einer schönen Linie, dann ging es mit Einzeldurchgängen sowohl an, als auch ohne Leine weiter. Alles wieder mit sehr viel Theorie dazwischen, wann korrigiere ich wie und wann und wie bestätige ich den jungen Hund, wie soll die Fußarbeit im Endeffekt wirklich aussehen und viele andere Kleinigkeiten wurden durchgenommen. Ein tolles Refreshing für mich und für die jungen Hunde gab es zum Abschluss jeweils ein Memory. Hier haben wir den ersten kleinen Schnitzer entdeckt - wir müssen an der Abgabe arbeiten!

Damit war der erste Durchgang beendet und Riley durfte sich im Auto ein wenig ausruhen, während ich noch vor dem Mittagessen mit den drei Großen eine Runde laufen ging.

Nachmittag:

Da am Nachmittag zwei neue Hunde dazukamen und die Gruppe mit sieben Hunden zu groß gewesen wäre, wurden wir in kleinere Grüppchen aufgeteilt und wieder wurde Heelwork und Steadyness durchgenommen. Jetzt kam auch schon ein Dummy ins Spiel, das wir Hundeführer selbst holen mussten. Riley und ihre beiden Gruppenkollegen waren so brav, dass wir einen Schritt weitergehen konnten und die Hunde einzeln an den jeweils anderen vorbei abrufen und anschließend sogar auf ein Memory schicken durften. Kein Patzer, Madame blieb die ganze Zeit auf ihrem Popo sitzen und wir steigerten nochmal und ich entfernte mich ein paar Meter, sodass ein Hund zwischen Riley und mir abgerufen und anschließend auf ein Memory wieder zwischen uns durch geschickt wurde. Besser kann man den ersten Trainingstag nicht abschließen und Riley hat sich ihr Abendessen wirklich verdient.

 

Tag 2:

Vormittag:

Am zweiten Tag wurde an das Gelernte vom Vortag angeknüpft und systematisch weiter aufgebaut. Fünf Hunde liefen wieder in der Line bei Fuß, anschließend - je nach Fortschritt - mit oder ohne Leine einzeln in Schlangenlinien durch die anderen Hunde.

Ebenfalls einzeln wurden die Youngsters abgesetzt und ein Dummy hinter sie geworfen, dann wurde abgerufen. Auch hier hat mein Mäuschen keinen Fehler gemacht und war sehr souverän unterwegs. Weiter ging es mit einem beginnenden Standtreiben - natürlich ohne großes Theater und ohne Schüsse, ein langsames Herantasten war das Programm. Anschließend wurde ein Dummy ausgelegt, wir liefen nach hinten zwischen der Line durch und Riley wurde voran geschickt. Kein Fehler, nicht ungehorsam, langsam überraschte mich das Verhalten von meiner Schweizerin wirklich ein bisschen :-)

Nachmittag:Nun war es so weit - Didier, Declan und Robert richteten ihre Augen auf uns. Ein kleiner Test war angesagt, also volle Konzentration.

Begonnen haben wir mit Heelwork ohne Leine, absetzen, entfernen und ein Dummy wurde geworfen. Den Hund abrufen und erneut absetzen, das Dummy mussten wir Hundeführer holen. Zum Abschluss Heelwork an der Leine die kleine Zufahrtsstraße entlang bis zu Didier, der ein Dummy vor uns auf den Boden fallen lies. Nach einer Kehrtwendung ging es zurück zum Ausgangspunkt und das Memory wurde ausgearbeitet. Bis auf einen kleinen Schnitzer bei der Abgabe hat Riley fehlerfrei gearbeitet und mit 37/40 Punkten den zweiten Platz bei der French Fendale Championship 2017 belegt :-) Gutes Kind!!

 

Tag 3:

Vormittag:

An Tag drei waren in der Puppy-Gruppe nur mehr zwei Hunde übrig und wir konnten intensiv an kleinen Baustellen arbeiten.

Begonnen haben wir wieder mit Steadyness - Robert stand uns gegenüber und warf immer wieder ein Dummy über uns hinweg, sodass es hinter uns landete. Für unseren Gruppenpartner hieß es sitzen bleiben und nicht einspringen, da Riley so brav war, konnte ich die Übung für etwas anderes nutzen und das Drehen am Stand trainieren. Hat sie auf Anhieb toll gemacht, die kleine Maus. Anschließend gab es einen kleinen WalkUp, bei dem Robert auch immer wieder mal ein Dummy warf und wir sofort anhalten mussten. Bevor es zum Apportieren ging, wurden die Beiden nebeneinander abgesetz und wir entfernten uns ein paar Meter. Jeder Hundführer warf ein Dummy mit ein wenig Abstand neben seinen Hund, welches von Robert wieder eingesammelt wurde. Zum Abschluss arbeiteten wir ganz gezielt an der Abagbe und nutzten die gestapelten Holzscheite und Baumstämme, die einen kleinen Korridor bildeten. Riley durfte anfangen und wurde an einem Ende abgesetzt. Ich ging zum anderen Ende und pfiff sie einfach mal ohne Dummy zu mir. Zurück ging es mit Heelwork an der Leine und ein Dummy wurde ausgelegt, das wir als Memory ausarbeiten durften. Durch die Begrenzung links und rechts konnte Madame nicht ausweichen und musste so schon früher bremsen, was sie auch gut gemeistert hat. Beim zweiten Durchgang blieb Riley am Ausgangspunkt sitzen und ich ging alleine zum Auslegen. Auch die zweite Runde hat prima geklappt und damit war das Training am Vormittag beendet.

Nachmittag:

Für die letzte Einheit ging es an's Wasser. Geplant war an einer schmalen Stelle des Sees über das Wasser zu arbeiten - hiervon war Riley mäßig begeistert, immerhin kennt sie bis dato kein Wasser und war noch nie schwimmen. Also haben wir umdisponiert und es gab ausnahmsweise - und weil sie wirklich abartig brav und ruhig ist - Happy-Dummys im seichten Teil des Sees, wo sie noch stehen und sich an das neue Element langsam gewöhnen konnte. Immer mutiger und sicherer flitzte Riley los und apportierte superschön direkt in die Hand, ohne Diskussion. Nach ein paar Fun-Durchgängen ging ich zurück an die tiefere Stelle und probierte es noch einmal. Allen Mut zusammen gefasst holte Madame dann auch dieses Dummy und somit war auch diese Einheit positiv abgeschlossen.

Die Gruppe der Fortgeschrittenen war noch fleißig am Trainieren und so konnte ich mit Marie noch ein wenig zuschauen bzw sogar eine Übung mitmachen. Meine kleine Flitzemaus hatte eine Menge Spaß und auch Robert fand Gefallen an der kurzen Einheit, für die er sich Marie kurz ausgeliehen hatte.

 

Es war ein grandioses Wochenende mit einer lustigen und lieben Truppe! Das Essen war hervorragend und auch das Wetter hat brav mitgespielt. Ich konnte wieder einiges mitnehmen und Riley hat mich einfach nur überrascht, wie souverän und sauber sie arbeitet - ich hätte ihr nicht mal die Hälfte davon zugetraut. Meine kleine Püppi wird erwachsen, Wahnsinn!

Vielen vielen Dank an Didier und Romy für diese wunderbaren Tage und auch an alle Teilnehmer ein großes Danke für die unkomplizierte und tolle Zeit! Wir waren sicher nicht zum letzten Mal dabei und freuen uns schon auf nächstes Jahr!