Jagden 2019 - Juli bis Dezember


31.12.

Der letzte Tag für einen Ansitz in diesem Jahr. Erneut ging es zu dritt ins Revier. 

 

Am Morgen hatten wir allesamt keinen Anblick und machten uns auf den Heimweg, um zu frühstücken und gleich weiter zu fahren. Denn es ging auf die letzte Niederwildjagd - extra für Ferdinand wurde ein kleiner Stamperer im Burgenland organisiert.

Ich lies meine Flinte daheim, um mich voll und ganz auf die Spaniels konzentrieren zu können. Denn Marie kam selbstverständlich als Untersützung und Lehrmeister mit.

 

So tüchtig war der kleine Mann und hat gestöbert wie ein Weltmeister, ohne sich an Marie zu orientieren.

Auch Wild konnte Ferdi hochmachen, das Apportieren überließ der dann doch noch Marie und lief als Beiwagerl mit ihr mit. 

 

3 Hahne und ein Hase lagen nach gut zwei Stunden auf der Strecke und Ferdinand konnte wieder ein wenig das Apportieren von warmen Wild in ruhiger Atmosphäre üben. 

 

Lieber Christian, vielen Dank für die großartige Möglichkeit, den kleinen Mann in solch netter Gesellschaft an den Jagdalltag heranführen zu können. 

 

Abends teilten wir uns wieder auf und ich bezog den gleichen Stand wie zwei Tage zuvor. Peaches durfte mich begleiten und war bald im Tiefschlaf. Das Wetter war trotz der Kälte wirklich gut und zum Glück auch mal windstill. 

 

Eine Geiß kam den Forstweg entlang auf die Kanzel zu und drehte zur Kirrung ab. Doch irgendetwas passte ihr nicht so ganz, denn zur Ruhe kam sie nicht. Immer wieder sicherte das Stück und war insgesamt sehr unruhig. Ich nutzte meine Chance, als die Geiß einen Moment breit und ruhig stand und konnte einen guten Schuss anbringen. 

 

Da die Bruschen in einer anderen Kanzel auf Sauen saßen, meldete ich den Schuss per Telefon und ging diesmal alleine zur Nachsuche. Peaches war sehr motiviert und wollte gleich alleine und ohne Riemen losmarschieren. Also schnell den Schweißriemen angelegt und Such verwund. Es dauerte keine Minute, bis wir am Stück waren. Peaches ist so zuverlässig und enttäuscht uns nie. 

 

So konnte ich also im alten Jahr noch mein erstes Stück Rehwild erlegen. 

 

 

Waidmannsheil!


30.12.

Kurz vor dem Ende der heurigen Niederwildsaison war ich noch in ein neues Revier eingeladen. 

 

Marie durfte mich begleiten und so machten wir uns bei bestem Wetter auf den Weg zum Treffpunkt. 

 

Beim ersten Trieb waren wir der äußerste Durchgeher einer Schottergrube, Marie arbeitete sehr gut, doch ich fehlte leider gleich mal zwei Fasane. 

Weiter ging es an der Flanke, während ein Windschutzgürtel durchgetrieben wurde, Marie musste diesmal am Bein bleiben und ich hatte leider keinen Anflug. 

 

Der dritte Trieb war etwas interessanter, denn Marie und ich durften alleine eine kleine Brache durchgehen. Leider hatte sich kein Hahn dorthin verirrt und so konnte Marie mir auch kein Stück hochmachen. Doch für die Kleine gab es trotzdem etwas zu tun, denn der Rest der Truppe bejagte den nahe gelegenen Windschutz und ein beschossener Hahn strich in "unsere" Brache, sodass Marie zumindest etwas zu apportieren hatte. 

 

Als Vorsteher im nächsten Trieb fehlte ich erneut einen Hahn und ärgerte mich langsam ein wenig über meine heutigen Schusskünste... 

 

Doch im letzten Trieb, als wir Windschutz und Senf durchgingen, konnte Marie einiges an Wild hochmachen und ich konnte doch noch einen Hahn zur Strecke beitragen. 

 

Am Ende des Tages lagen 37 Fasanhahne und ein Hase auf der Strecke. 

 

Es war ein wunderbarer Jagdtag in einer netten, kleinen Runde - wir bedanken uns für die Einladung!


29.12.

Wieder ging es früh ins Revier. Patrick und Julian setzten mich im Schlag ab, um sich gemeinsam in eine Kanzel zu setzen - Patrick war auf ein Kitz eingeladen und so begleitete Julian ihn. 

Es war kalt, stürmisch und dunkel. Lediglich ein Fuchs schnürte an mir vorbei, doch leider konnte ich keinen sicheren Schuss anbringen und so gab es für mich an diesem Abend kein Waidmannsheil. Während ich wartete, hörte ich einen Schuss in der Ferne - Patrick hatte mehr Glück und konnte ein Bockkitz erlegen. 

Ein gutes Frühstück beim Wirten und eine Runde mit den Hunden war drin und dann gab es eine kurze Besprechung, wer welche Kanzel beziehen würde. 

 

Obwohl der Wind schlecht ging, versuchte ich es am Abend wieder einmal auf die Muffel und hoffte auf das Beste. 

Julian und Patrick bezogen die Kanzel, in der ich am Morgen saß. 

Ich hatte mich schnell eingerichtet und verhielt mich vollkommen ruhig. Ob des schlechten Windes entschied ich mich, keinen Hund mitzunehmen, um die geringe Chance nicht noch weiter zu verringern. Plötzlich ein Rascheln von rechts hinten. Ich hielt den Atem an und bewegte mich keinen Millimeter. Ein Bock schlenderte unweit der Kanzel an mir vorbei und trat tatsächlich aus. Ich hatte also zumindest Anblick und war schon mehr als zufrieden. Immer wieder sicherte der Bock nach hinten und sprang schließlich ab. Ein kurzer Blick auf mein Handy, um die Zeit zu checken, vernahm ich im Augenwinkel wieder Bewegung vor mir. 

Ich konnte es kaum glauben, als ich durch den Gucker einen Widder in Begleitung zweier Schafe und einem Lamm erblickte. Gucker zur Seite und die Büchse zur Hand war ich bereit und wartete, bis der Widder alleine und breit stand. Der Schuss brach und die kleine Gruppe sprang ab. Ich kam gut ab und rief sofort die Burschen an. Das Warten kam mir wie eine Ewigkeit vor und die Nervosität überkam mich. 

Gemeinsam zum Anschuss und Erleichterung machte sich breit: Lungenschweiß. Während Julian und ich uns Zeit ließen, um nichts zu übersehen, übernahm Patrick die Führung und nach 70 Metern hörten wir ihn rufen "Waidmannsheil, Steffi - da kannst a Freude haben!" 

 

Da lag er also, der kapitale Muffelwidder. Mit einem so starken Stück hatte niemand gerechnet und die Freude war auf allen Seiten unfassbar groß. Ein solcher Abschuss ist keine alltägliche Sache und etwas wirklich Besonderes. 

 

Zurück beim Auto, als es ans Verladen ging, sah ich dann, dass Diana an diesem Abend nicht nur mir hold war, sondern auch Julian - er konnte ein Bockkitz erlegen. 

 

Ich bin unendlich dankbar für dieses Erlebnis und den wunderbaren Jagdtag!


28.12.

Niederwildjagd Nummer 16 für die heurige Saison. Wieder ging es in eines unserer Stammreviere. Mit dabei waren Peaches, die mit Julian ging und Marie, die mich begleitete. 

 

Das Gelände war - wie immer in diesem Revier - sehr anspruchsvoll für die Schützen und auch die Hunde. 

 

Unsere Mädels arbeiteten sehr fleißig und Marie gab alles beim Stöbern. Es macht ihr so viel Spaß, sich durch das Unterholz zu wuseln und richtig Gas zu geben - eine wahre Freude, ihr dabei zusehen zu können. 

 

Heute konnte Julian nichts zur Strecke beitragen. Ich hatte etwas mehr Glück und konnte im letzten Trieb einen Hasen erlegen - meinen ERSTEN Hasen. 

 

Und so wurde ich nach der Streckenlegung zum Hasenjäger geschlagen - und zwar von der gesamten Gesellschaft... Ich freue mich sehr, dass es mit dem Hasen heuer doch noch geklappt hat und ich diesen vor allem in diesem Revier erlegen konnte. 

 

Wir freuen uns schon jetzt auf die gemeinsamen Jagden in der nächsten Saison und bedanken uns nochmals für die Einladungen!


27.12.

Ein weiterer Morgen auf dem Hochstand... heute versuchte ich ob des schlechten Windes an einem anderen Platz und hatte auch Anblick. 

 

Eine Geiß trat aus und ich konnte sie eine Zeit lang beobachten. Mein Finger blieb gerade, da ich hoffte, dass sich auch ein Kitz zeigen würde. Und siehe da - ein Bockkitz kam zum Vorschein. 

 

Doch auch heute gab es kein Waidmannsheil für mich, da das junge Stück nicht passend stand und die Beiden auch recht bald weiterzogen. 

 

Ich genieße diese Stunden dennoch immer sehr und bin sehr dankbar, ein solches Glück zu haben, in so einem Revier ansitzen zu dürfen. 


26.12.

Die traditionelle Stefanijagd liegt hinter uns. Früh aus dem Bett und 130km Fahrt motivieren nicht unbedingt, sich bei dieser Kälte aus dem Haus zu wagen. Peaches und Marie waren anderer Meinung und kaum zu halten, als sie sahen wo wir waren. 

 

Dichte Stauden und Wald standen uns bevor und ja - jedes Jahr frage ich mich, warum ich mir dieses Gelände antue. Das Durchgehen ist alles andere als lustig, die Waffe die meiste Zeit ungeladen und gebrochen. 

 

Meine beiden Mädels gaben alles und Marie konnte einiges an Wild hochmachen - sichere Schüsse konnten jedoch selten angebracht werden. 

 

Mit einem Hasen, einem Fasan und zwei Enten war die Strecke dieses Jahr wieder sehr klein und auch der abendliche Entenstrich änderte daran nichts mehr. 

 

Die Gesellschaft war aber wie immer äußerst nett und der Abend hätte schöner nicht sein können. Es ist doch wunderbar, gemeinsame Stunden mit Menschen zu verbringen, die mich seit Sekunde eins in meinem Jagdleben begleiten. 


23.12.

Julian, Patrick und ich machten uns mit Marie auf den Weg zu den Enten. Da die Kleine gestern ja daheim bleiben musste, dachte ich, es kann nicht schaden sie mitzunehmen. 

 

Wir standen rechtzeitig und konnten auch die Enten bereits hören. Bald strichen die Vögel über unseren Köpfen umher, doch leider immer zu hoch, um einen Schuss anzubringen. 

 

Auch heute fielen alle Enten gut 200 Meter stromaufwärts ein und es hieß entladen und auf zu den Autos. 

 

Die Entenjagd am Fluss ist immer eine sehr interessante Sache, bei welcher man extrem viel Glück haben muss, um erfolgreich nach Hause fahren zu können. 

 

Nächstes Jahr, werden wir bestimmt wieder einige Abende hier verbringen. 


22.12.

Eine weitere Niederwildjagd wartete auf uns. Diesmal wieder in einem neuen Revier - im Burgenland. Julian ich waren beide als Schütze eingeladen und nahmen an diesem wunderschönen Tag Peaches und Riley mit. 

 

Die Jagd führte uns durch Weingärten, Brachen und Begrünungen. Beide Hunde arbeiteten grandios und beeindruckten die Gesellschaft nicht nur einmal. 

 

Julian konnte drei Hasen zur Strecke beitragen und ich erlegte einen Fasan. 

 

Peaches holte 5 Hasen rein und auch ein Eichelhäher ging auf ihr Konto. 3 Fasane, 2 Hasen und eine Taube wurden von Riley gebracht - wovon der Retrieve der Taube einfach nur atemberaubend und unvergesslich war. Über zwei Brachen und durch zwei Weingärten hindurch schaffte ich es Riley auf den kleinen Vogel einzuweisen und den Schützen um uns herum stand der Mund ein wenig offen. So viel hat die Schwarze in diesem Jahr gelernt und darf jetzt auch in ihre wohlverdiente Pause gehen. 

 

Am Ende des Tages lagen 21 Hasen, 3 Fasane, eine Taube und ein Eichelhäher. 

 

Wir bedanken und recht herzlich für die Einladung, es hat uns sehr gefreut dabei zu sein!!


21.12.

 

 

Heute versuchte ich mein Glück nach einer "längeren" Pause erneut bei den Muffeln. Noch in der Dunkelheit machte ich mich mit zwei Gewehren auf den Weg zur Kanzel, nachdem Julian mich abgesetzt hatte. 

Wieder hieß es, mich in Geduld zu üben und wieder konnte ich lediglich den Sonnenaufgang in der Stille der Natur genießen, denn Anblick hatte ich keinen und so baumte ich unverrichteter Dinge wieder ab. 

 

Ich gebe nicht auf und mein ganzes Augenmerk liegt zur Zeit auf dieser Kanzel. Eines Tages werde ich mit Erfolg belohnt werden...

 

 


15.12.

10 days in a row,,, Früh hieß es raus aus den Federn und ab ins Revier zum Morgenansitz. Julian setzte mich bei den Muffeln ab und fuhr weiter, um auf Kahlwild zu warten. 

 

Schnell hatte ich alles eingerichtet und Peaches schlief tief auf ihrer Decke. 

 

Es dauerte keine Stunde und plötzlich stand ein Stück an der Salzlecke - ein Muffellamm. Da ich auf einen Widder oder aber das Bockkitz wartete, hielt sich mein Interesse an dem StücK in Grenzen und ich wollte den Gucker auch schon wieder aus der Hand geben, als es ein paar Schritte machte und ich erneut einen verletzten Lauf befürchtete. Das Kleine schonte vorne links ganz massiv, Die Entscheidung fiel mir dennoch nicht leicht - ich saß alleine und konnte das Stück ja nicht schnell mal aus der Nähe ansehen, um das Ausmaß der Verletzung herauszufinden .

 

Das Bockkitz, das auch noch austrat und breit vor mir stand, machte die Überlegungen nicht leichter, doch der Anblick des Muffels lies mich doch im ersten passenden Moment die Kugel fliegen, um das Leid zu beenden. Das Stück zeichnete und sprang ab. 

 

Waffe öffnen, durchatmen und Julian anrufen. Eine Nachsuche wird bei uns immer zu zweit gegangen, um auf Nummer Sicher zu gehen und nichts zu riskieren. 

 

Wir warteten nicht lange und schon konnte ich den Pick Up hören. Ich war doch ein wenig erleichtert, dass Julian schnell da war und wir gemeinsam zum Anschuss marschiere konnten. 

 

Schon am Weg dorthin konnten wir das Stück im lichten Wald liegen sehen, ich wollte die kurze Fährte dennoch mit Peaches ausarbeiten und obwohl sie das Lamm auch bereits im Vorbeigehen sah und in der Nase hatte, zeigte sie eine sehr saubere Arbeit auf der Fährte. 

 

Das Lamm hatte eine furchtbar schwere Verletzung am Lauf, ein offener Bruch - der Knochen war beinahe komplett durchtrennt und ich bin froh und erleichtert, die Entscheidung gegen das Bockkitz getroffen zu haben und das Kleine von seinem erlöst zu haben. 

 

Selbstverständlich wird auch dieses Stück voll verwertet - das ist uns immer am Wichtigsten...


14.12.

Heute ging es wieder auf eine Niederwildagd - sowohl Julian als auch ich waren als Schütze eingeladen. 

 

Peaches, Riley und Marie durften mit und haben viel Lob bekommen. 

 

Unser altes Mädel ging mit Julian und ich wurde von schwarz und braun begleitet. 

 

Ich konnte heute nur zwei Stück beschießen und fehlte leider beide Male, dafür konnte meine bessere Hälfte zwei Hasen und einen Hahn zur Strecke beitragen. 

 

Und auch die Hunde hatten viel zu tun. Während Marie stöberte, liefen Peaches und RIley auf den freien Feldern bei Fuß. Im Wald und in den dichten Windschutzgürteln mussten aber auch die zwei Großen ran und zeigen, was sie können. 

 

Ich bin begeistert, dass Peaches sich so sehr an Julian angepasst hat und sich nicht beirren lässt, obwohl ich in der Nähe bin - Herrli sagt, wo's langgeht und es ist eine Freude den Beiden zuzusehen. 

 

Eine Strecke von 18 Hasen und 6 Hahnen kam zusammen, Peaches holte 3 Hasen und einen Hahn rein. Marie punktete mit 2 Hasen und Riley mit einem Hahn. 

 

Wir möchten uns auch bei dieser Gesellschaft herzlich für die Einladungen bedanken, es waren tolle gemeinsame Stunden bei grandiosem Wetter und wir freuen uns, auch nächstes Jahr dabei sein zu können. 


13.12.

Wieder zog es uns nach Ungarn - für heuer das letzte Mal. Ein Winterwunderland erwartete uns, zwar schön für das Auge, aber für die Hunde anspruchsvoller.

 

Gejagt wurde erneut auf Flugwild. Peaches und Riley wechselten sich wieder ab und leisteten gute Arbeit. Peaches durfte heute die geflügelten Stücke holen und die Schwarze wurde gezielt auf den Rest geschickt und kontrolliert gearbeitet. 

 

Auch auf dem Pick Up mit den beiden anderen Hunden waren meine Mädels wieder ruhig und haben sich bestens benommen. 

 

Auf der Strecke lagen 152 Fasane, 30 Tauben und 2 Eichelhäher - hiervon gingen 18 auf Riley's und 14 Stück auf Peaches' Konto. 

 

Es war ein wunderbarer Tag und wir bedanken uns für die Einladung, in diesem Revier dabei sein zu dürfen. Wir freuen uns auf nächstes Jahr und hoffen, ein paar bekannte Gesichert zu treffen!


12.12.

Wir können es nicht lassen :-) 

 

Ein weiterer Abend wurde am Fluss verbracht. Heute nahm ich Riley mit - sie hat gestern so toll gearbeitet und ich wollte ihr die Chance geben, noch mehr Erfahrung zu sammeln. 

 

Wieder kreisten die Enten über uns, kamen immer tiefer, waren dennoch immer noch zu hoch, um einen Schuss abgeben zu können. Riley beobachtete die Vögel ganz genau, um nichts zu verpassen und entgegen meiner Hoffnung, filene die Enten wieder weiter flussaufwärts ein, außerhalb unseres Schussfeldes. 

 

Nächste Woche probieren wir es wieder, irgendwann werden wir das Glück auf unserer Seite haben...


11.12.

Wieder liegt eine längere Autofahrt hinter uns :-) 

Heute ging es in die Nähe der tschechischen Grenze, um als Hundeführer beim Picking Up auf Flugwild dabei zu sein. 

 

Da wir auf dieser Jagd mit den eigenen Autos fahren konnten, nahm ich alle Hunde mit und konnte sie immer wieder rauslassen. 

 

Peaches und Riley bildeten heute mein Team und zeigten sich von ihrer besten Seite. Alles wurde beobachtet und alle Hunde wurden kontrolliert geschickt - jeder Hundeführer deckte bestimmte Schützen ab und so kam auch kein Durcheinander auf. 

 

Egal ob die Vögel auf die Wiese, in Windschutzgürtel, Wälder oder brache Felder fielen, meine Mädels haben super Arbeiten gezeigt und auch die Schützen und Organisatoren von sich überzeugen können. 

 

Eine Strecke von 282 Stück Flugwild kam zusammen, wovon RIley 32 und Peaches 17 Vögel reinholte. 

 

Es war ein ganz großartiger Tag und wir freuen uns, dass wir auch nächstes Jahr wieder kommen dürfen. 


10.12.

Neuer Tag, neue Stelle, neues Glück - gleiches Revier :-)

 

Heute stieß auch der Jagdleiter zu unserer kleinen Runde auf dem Entenstrich und wir versuchten es an einer anderen, besser einsehbaren Stelle des Flusses. 

 

Schon früh konnten wir die Enten hören und waren bereit, konzentriert und ruhig - Peaches rührte sich keinen Zentimeter. 

 

Wir konnten die Vögel sehen, doch leider erneut in solch großer Entfernung, dass ein Schuss komplett unnötig gewesen wäre. 

 

Die Entenjagd an einem Fluss ist eben etwas ganz Anderes, als an einem Teich. Die Vögel können überall einfallen und man muss wirklich Glück haben, wenn sie dies in Schussdistanz tun. 

 

Der Mond und der klare Himmel machten den Abend dennoch sehr schön und wir werden es bestimmt noch einige Male versuchen.


09.12.

 

 

Der erste Entenstrich in diesem Revier! Ziemlich spontan entschlossen wir uns, rauszugehen und auf die Enten zu warten. 

Wieder durfte Peaches mit - sie hat am Fließgewässer einfach mehr Erfahrung als Riley und ich wollte im Falle des Falles kein Risiko eingehen, das Stück durch die Strömung zu verlieren. 

 

Es strichen einige Enten über uns hinweg und fielen stromaufwärts auch ein, doch leider konnten wir heute keinen Schuss abgeben und machten uns in der Dämmerung auf den Weg zurück zu den Autos. 

 

Auch heute war es wieder ein toller Abend und ein nettes Beisammensein und ich freue mich, so in diese Gesellschaft aufgenommen worden zu sein!


08.12.

Wir waren länger nicht ansitzen und waren somit topmotiviert für diesen Tag. 

 

In der Früh versuchten wir es in Begleitung von Peaches erneut auf die Muffel. Lange war es still und es tat sich nichts, als plötzlich ein starkes Bockkitz vor uns auf der Kirrung stand. Ich richtete mich ein und wartete, bis das Stück breit stand - leider vergebens, denn der junge Mann zeigte uns heute nur seine Vorder- und Rückseite und so blieb der Finger gerade. Unverrichteter Dinge packten wir also zusammen und zu Hause gab es erst einmal ein leckeres Frühstück und viel Zeit mit den Hunden an der frischen Luft. 

 

Am Nachmittag ging es wieder raus. Peaches und ich setzten uns wieder in den Wald, in der Hoffnung nun einen Widder zu erwischen. Julian bezog den Stand im Schlag und wartete auf Rotwild. Wieder verging die Zeit für uns ohne Anblick und Julian sammelte uns nach Sonnenuntergang wieder ein. 

 

Da der Mond sehr vielversprechend war, fuhren wir zum Hochstand auf der Wiese - hier hat man auch nach Sonnenuntergang noch gutes Licht und das Ansprechen ist kein Problem. 

 

Kurz nachdem wir uns eingerichtet hatten, traten die Sauen aus. Wir waren gespannt und konnten in der Dickung noch ein Rauschen hören - also abwarten. Und gut war es, denn das letzte Stück war ein laufkranker Keiler, der geschossen werden musste. 

 

Schon sehr schwach wurde er vom starken Keiler vertrieben und lies sich in etwas Entfernung zur Rotte auf der Wiese nieder, ich konnte keinen Schuss anbringen, so wie er da lag. Die Minuten kamen mir wie eine Ewigkeit vor und endlich kam der Arme wieder auf die Beine. Ich fackelte nicht lange und sobald das Stück halbwegs breit stand, ließ ich die Kugel fliegen - kurzes Klagen, gut gezeichnet und er schleppte sich noch in die Dickung. 

 

Ich zitterte und hoffte, nun nicht auch noch eine innehabende Bache vorzufinden - ein Hegeabschuss ist immer etwas anderes, als ein "normaler" und man weiß nicht, was einen erwartet. 

 

Auf der Wiese fanden wir weder Schweiß noch Pirschzeichen, also nahm ich Peaches an den Riemen und lief mit ihr die Kante von Wiese zu Wald entlang und hoffte, dass sie sich irgendwie auf die Fährte einfädeln würde. 

Jeder Wechsel wurde von ihr kontrolliert, und plötzlich spannte sie ein, rein ins Gestrüpp und einen kleinen Hang hinauf - Julian kam uns fast nicht hinterher und auch ich hatte meine gute Mühe mit Peaches Schritt zu halten. 

 

Zwei Kontrollschleifen wurden eingelegt und wir waren schnell am Stück. Erleichterung! Ein Keiler, der Schuss hätte besser nicht sitzen können und mein altes Mädel hat trotz jahrelanger Pause auf Schweiß grandiose Arbeit geleistet. 

 

Das Stück gemeinsamen geborgen und verladen, ging es auch ab zum Aufbrechen - das übernahm ich dieses Mal auch schon selbst - Julian schaute natürlich genau zu und half mir selbstverständlich bei gewissen Handgriffen. 

 

Vor sieben Wochen wurde ein Wildunfall gemeldet und trotz sofortiger Nachsuche mit dem Schweißhund, wurde kein Stück gefunden. Auch bei keinem Ansitz und auf keiner Kamera war der Keiler zu sehen - er war wie vom Erdboden verschluckt. Nach dem Zusammenstoß mit dem KFZ lag er wohl eine ganze Zeit in einer Suhle und zehrte von seinen Fettreserven. Diese waren jetzt aber aufgebraucht und er schleppte sich hinter der Rotte her, um wieder an Nahrung zu kommen. Der Magen war bereits geschrumpft, der Darm leer - beides voll mit Gas und auch für seine rund 2 Jahre hatte der Keiler viel zu wenig Gewicht - 52kg aufgebrochen. 

 

Es ist ein Wahnsinn, wenn man sich vorstellt, dass dieses Tier 7 lange Wochen unbemerkt mit einem Laufbruch über die Runden kam und welche Schmerzen es ertragen haben muss. 

 

Ich bin sehr froh und dankbar, ihn erlöst haben zu können und bin irrsinnig stolz auf Peaches.


07.12.

Alle Jahre wieder! Die Abschlussjagd in unserem Stammrevier stand auf dem Programm - die Schottergruben warteten und ich hoffte, dass die Mädels nicht allzu müde vom Vortag waren. 

 

Peaches begleitete Julian zum Krähenjagen, also musste Riley zeigen, was sie während der letzten Monate gelernt hat. 

 

Der starke Regen verzögerte den Beginn der Jagd ein wenig, doch dann war uns der Wettergott gnädig und uns erwartete ein schöner, trockener Tag. 

 

Marie stöberte, was das Zeug hält und machte extrem viel Wild hoch. Riley lief am Fuß und wurde heute nur kontrolliert geschickt. 

 

Das Gelände war anspruchsvoll und verlangte den Hunden alles ab. Steile, sandige Hänge, dichtes Schilf und schwerer, nasser Ackerboden. 

 

Riley war unglaublich und zeigte mir, dass ich mich zu 110% auf sie verlassen kann. Egal ob Blinds, sichtige Stücke oder Nachsuche im hohen Bewuchs.. Riley löste alles wunderbar und steckte so manchen Vorstehhund in die Tasche - einige dieser Apporte werden mir sehr lange in Erinnerung bleiben. 

 

Mit 153 Hasen und 5 Fasanen war die Strecke sehr gut - 9 Hasen und ein Hahn gingen heute auf Riley's Konto. 

 

Den Schüsseltrieb lies ich heute aus Zeitgründen ausfallen und verabschiedete mich doch etwas wehmütig, wenn auch dankbar von der Gesellschaft. 

 

Wir bedanken uns für die netten Jagden in diesem Revier und freuen uns auf ein Wiedersehen im neuen Jahr.


06.12.

Früh läutete der Wecker, denn eineinhalb Stunden Autofahrt lagen vor uns. Es ging nach Ungarn zum Picking Up auf Flugwild. 

 

Bisquit und Ferdinand verbrachten zwei Tage bei Oma und die anderen drei Girls begleiteten mich. 

 

Es war ein sehr anstrengender Tag und die Hunde hatten viel zu tun. Ich schickte die Hunde abwechselnd, um Energien zu sparen. Riley arbeitete die weiten, schwierigen Apporte, Peaches die Vögel hinter der Linie und Marie durfte die Vögel holen, die in Windschutz oder Wald fielen. 

 

Alle drei haben großartige Arbeit geleistet und mich nicht enttäuscht. Bei der Streckenlegung wurden 2 Hasen, 241 Fasane,  28 Enten und ein Eichelhäher gemeldet. 

 

Riley holte 21 Stück, Peaches 12 und Marie 14.

Es war uns eine Freude dabei zu sein und wir freuen uns, auch nächste Woche wieder gerne gesehen zu sein. 


01.12.

Der Tag begann wieder früh. Schnell schnell die Hunde in den Garten gelassen, alles eingepackt und auf ins Revier - zum Glück fahren wir von den Schwiegereltern nur 10 Minuten und mussten nicht noch früher aus dem Bett. 

Es war wieder einmal Zeit, unser Glück auf Krähen zu versuchen und diesmal durfte Riley mit in den Schirm, nachdem sie den Aufbau des Lockbildes genau kontrolliert hat. 

Gut eingepackt und ruhig lag mein Mädel hinter uns und döste vor sich hin. Mehr gab es leider auch nicht zu tun, da wir keinen bzw. nur sehr schlechten Anflug hatten. 

Beim gemeinsamen Frühstück beim Wirten konnten wir uns aufwärmen und die Burschen konnten den nächsten Morgen planen. 

 

Den Tag verbrachten wir ruhig und gemütlich, bis es am frühen Nachmittag zum Entenstrich ging. Nach einer Stunde Fahrt war noch Zeit, die Hunde rauszulassen und auch eine kleine Jause mit den Jagdkollegen war noch drin, bevor wir unsere Stände bezogen und abermals warteten. 

Julian und ich standen näher beisammen und Sophie beaufsichtigte Peaches, sodass wir uns ganz auf den Himmel konzentrieren konnten. Heute strich ein Pärchen ein, früher als gewohnt und ich konnte endlich schnell genug reagieren und einen guten Schuss anbringen. Der Erpel fiel in den Teich und auch die Ente beschoss ich noch, fehlte jedoch leider. Der Schütze rechts von uns konnte sie flügeln und wir warteten noch ein paar Minuten mehr, ob noch weiter Vögel kommen würden, bevor Peaches ihre Arbeit erledigen konnte.  

 

Leider war genau das die falsche Entscheidung, denn die kranke Ente schwamm zum Ufer, kletterte die Böschung hoch und drückte sich ins Laub. Peaches konnte zwar die Schwimmspur verfolgen, verlor aber an der Böschung immer wieder die Spur und es dauerte ein wenig, bis sie am Stück war. Und jetzt war die Ente schneller, wieder im Teich und tauchte ab. Es bleib uns nichts übrig, als den Erpel zu bergen und zu hoffen, dass die Ente am nächsten Tag auffindbar sei. 

 

Ich konnte also meine erste Ente erlegen und wurde in kleiner Runde zum Entenjäger geschlagen. 

 

Es war ein toller Abend und ich bin sehr dankbar, genau in dieser Partie Erfolg gehabt zu haben. 


30.11.

Eine weitere Niederwildjagd liegt hinter uns. Julian und ich waren beide als Schütze eingeladen und beschlossen, diesmal alle drei Mädels mitzunehmen. 

 

Julian führte Peaches und ich Marie und Riley. Vorweg muss ich sagen, dass Peaches sich ausgezeichnet geschlagen hat - es war für sie nicht leicht, auf Julian's Anweisungen zu hören, da ich in unmittelbarer Nähe war und sie mich auch ohne Blickkontakt immer wieder hören konnte. Aber die Beiden haben das super hinbekommen. 

 

Wie gewohnt wurden in diesem Revier viele kleinere Waldstücke und Windschutzgürtel durchgetrieben. Die Hunde hatten allerhand zu tun, um das Wild in den dichten Deckungen hochzumachen. 

 

Julian konnte einen Hahn zur Strecke beitragen, Peaches holte zwei Hahne rein und Marie einen in der Nachsuche. Riley ging diesmal leider leer aus, hat aber sehr brav und sauber gearbeitet. Auch Peaches und Marie haben beim Stöbern wieder alles gegeben und alle drei Girls waren zu Mittag müde und zufrieden, nachdem die Jagd vorbei war. 

 

Auf der Strecke lagen 3 Hasen und 6 Hahne - klein aber fein und die Gesellschaft ist hier auch immer ein Traum. Es geht schließlich darum, einen schönen Tag gemeinsam zu verbringen und nicht um die Anzahl der erlegten Stücke. 

 

Wir freuen uns, Ende Dezember nochmal dabei sein zu dürfen und bedanken uns für die Einladung. 


24.11.

Nachdem Ferdinand heute seine letzte Prüfung für das Jahr 2019 absolviert hat, ging es direkt weiter, um es wieder auf die Enten zu versuchen.

 

Wie letztes Mal entscheid ich mich, die Hunde während der Jagd im Auto zu lassen - ein verkühlter Hund bringt niemandem etwas und schon gar nicht wollen wir, dass unsere Lieblinge krank werden.

 

Zu zweit bezogen wir heute die Stände und schon bald konnte ich ganz leise ein Quaken hören. Zu sehen war jedoch nichts.. und dann ging wieder alles sehr schnell. Zwischen zwei Baumwipfeln gegenüber von mir fiel eine Ente ein und ich konnte einen Schuss abgeben, gleichzeitig mit meinem Nachbarn - dieser konnte auch noch einen weiteren Schuss anbringen, doch leider fehlten wir beide und so gab es heute kein Waidmannsheil. Naja, es kann eben nicht immer Arbeit für die Hunde geben und wir werden es bestimmt noch das ein oder andere Mal versuchen, bevor es zu kalt wird und der Teich zufriert.


23.11.

Familienausflug!! Nachdem Bisquit schon am Freitag bei meiner Mutter abgeliefert wurde, ging es am Samstag zeitig auf zum Treffpunkt. Julian und ich waren beide als Schütze eingeladen und beschlossen heute Riley und Marie mitzunehmen. Peaches und Ferdinand bleiben gut einpackt im Auto, da wir auch wussten, dass die Jagd nicht den ganzen Tag dauern würde.

 

Marie hatte wieder viel zu tun und konnte gleich im ersten Trieb eine Krähe apportieren, die krankgeschossen in eine Dickung fiel. Auch Riley musste heute ran und stöbern, was das Zeug hält. Das von Marie hochgemachte und Richtung Schützenkette getriebene Kaninchen konnte die Schwarze souverän apportieren.

 

Julian konnte einen Hasen und einen Hahn zur Strecke beitragen, ich trug meine Flinte heute die meiste Zeit gebrochen und gab somit keinen Schuss ab.

 

Die Strecke war mit 17 Hasen, einem Kaninchen, 4 Fasanen und 2 Krähen klein aber fein und wir freuen uns auf eine Wiederholung am nächsten Wochenende!


20.11.

Heute ging es wieder zum Entenstrich - ohne Julian, da er arbeiten musste, aber ich halte die Stellung und genieße auch die Abende, an denen wir nicht gemeinsam unserer Leidenschaft gehen können.

 

Zu dritt bezogen wir unsere Stände am Teich und warteten.

 

Zwei Enten strichen ein und drei Schüsse konnten abgegeben werden - ein Platschen direkt vor mir und wir warteten noch ein paar Minuten, bis die Jagd zu Ende war und ich Riley aus dem Auto holte. Ich wollte den Hunden das Warten im kalten Regen nicht antun und beschloss deswegen, erst nach der kurzen Jagd, eines der Mädels zu holen, um die gefallenen Stücke zu apportieren.

 

Ich setzte Riley also an und siehe da - heute ging es schon viel sicherer, als bei ihrer ersten Ente. Den steilen, dornigen Wassereinstieg sofort angenommen, rausgeschwommen und die Ente aufgenommen, war Riley auch schon wieder zurück und gab sauber in die Hand ab.


17.11.

Nachdem ich heute leider nicht dabei sein konnte, weil ich Ferdinand auf eine Prüfung führte, nahm Julian Peaches wieder mit. Diesmal, um auf Krähen anzusitzen. Die beiden sind also schnell zu einem eingespielten Team geworden und die alte Maus ist anstandslos mit Herrli mitgegangen, um für ihn zu arbeiten.

 

Der Anflug war heute zwar nicht so gut, dennoch konnten die beiden Burschen sieben Rabenvögel erlegen und Peaches hat wieder souverän alle Stücke reingeholt. Auch das Warten im Schirm war kein Problem und gegen die Kälte half in den frühen Morgenstunden noch der Mantel, damit sich Peaches nicht verkühlt.

 

Also ich hoffe, dass ich Peaches doch wieder einmal mitnehmen darf und sie nicht ab sofort nur mehr ein Herrli-Hund ist. Ich freue mich sehr, dass ich jemanden an meiner Seite habe, mit dem all diese Dinge so unkompliziert funktionieren.


16.11.

Heute liegen gleich zwei große Jagden hinter uns. Julian und ich waren beide von verschiedenen Gesellschaften eingeladen und beschlossen, getrennt zu fahren, um auch alle Hunde arbeiten zu können.

 

Peaches durfte erstmals Herrli ganz alleine begleiten und Riley und Marie kamen mit mir.

Ich ging im Burgenland nur als Hundeführer, Julian war in Niederösterreich auch als Schütze dabei.

 

Auf beiden Jagden wurden Feldhase und Fasanhahn bejagt, in Niederösterreich auch das Rebhuhn.

 

Peaches durfte stöbern und apportieren, Riley musste viel Fußarbeit leisten, während Marie die Hasen hochmachte. Alle Hunde haben grandios gearbeitet und vor Allem Peaches hat es Julian sehr leicht gemacht, neben der Flinte auch einen Hund zu führen.

Auch auf Marie kann ich mehr als stolz sein, sie war super unterwegs, hat jedes Gelände - wie gewohnt - angenommen und war steady, nachdem sie einen Hasen nach dem Anderen hochmachen konnte.

 

In Niederösterreich lag eine Strecke von 140 Hasen, 16 Hahnen und 3 Rebhühnern, wobei Peach 12 Hasen, einen Hahn und ein Huhn apportieren konnte.

 

Im Burgenland lagen am Ende des Tages 367 Hasen und zwei Fasane - Riley durfte drei Stück apportieren und Marie konnte einen Hasen reinholen, um den Schützen zu beweisen, was die kleine Maus drauf hat.

 

Wir bedanken uns bei den beiden Gesellschaften für die Einladungen und freuen uns auf ein Wiedersehen!


10.11.

Was macht man, wenn man Sonntag Mittag von einer Prüfung nach Hause kommt? Richtig - essen und dabei die Bilder der Wildkameras begutachten, entscheiden wohin man sich setzt und ab ins Revier. 

 

Wir wollten erneut unser Glück auf Muffeln versuchen, der Wind war schlecht für diesen Stand und so entschieden wir, die Kirrung zu umschlagen und uns einen guten Platz auf der anderen Seite zu suchen und uns am Boden einzurichten. Warum eingepackt und gut eingerichtet hieß es warten. Tja, heute leider umsonst und da es im Wald auch mit bestem Mond recht schnell finster wird, entschieden wir uns, es an einem anderen Stand auf Sauen zu versuchen. 

 

Der gute Mond bietet mit Kombination mit ein paar Wolken und einer offenen Wiese auch später am Abend noch gute Sicht und so konnten wir auch bald Hochwild beobachten. 

 

Die Sauen ließen uns heute auch warten und nach insgesamt 4,5 Stunden beschlossen wir, wieder nach Hause zu fahren. 

 

Das ist die Jagd - an manchen Tagen steht das passende Stück bereits breit da, als würde es auf einen warten, an anderen Tagen sind es so viele Stücke, dass kein sicherer Schuss angebracht werden kann und dann gibt es Tage wie heute, an denen man denken könnte, die Tiere wüssten genau, dass man gleich auftaucht... und genau das macht es auch aus. 


09.11.

Julian war in ein neues Revier eingeladen und ich begleitete ihn natürlich als sein persönlicher Hundeführer und Wildträger ;-) 

Der Morgen war verregnet, weswegen die Jagdgesellschaft etwas länger beim Frühstück saß und wir erst bei etwas besserem Wetter aufbrachen. 

Riley und Peaches waren sehr motiviert, wobei Peaches wieder eher als Back Up dabei war und sehr viel Fuß laufen musste, während Riley stöberte und apportierte. 

 

Wir liefen durch Senf und Rüben, über Äcker und Wiesen. Riley arbeitete wie wahnsinnig und wurde auch nach Stunden nicht müde oder langsamer. 

Peaches durfte die kleine Schwarze in den schwierigen Bewüchsen unterstützen, sodass wirklich alles abgesucht wurde. 

 

Julian konnte vier Hasen zur Strecke beitragen, auch der Schütze zu meiner Linken war gut drauf und so hatte ich einiges zu tragen - aber dafür waren wir ja mit. 

 

Am Ende des Tages lagen 92 Hasen und 24 Hahne auf der Strecke. Riley holte sieben Hasen und einen Hahn in teilweise gefinkelten Apporten rein und Peaches konnte gegen Ende der Jagd auch noch einen Hasen und einen Hahn apportieren. 

 

Wir bedanken uns für die Einladung, es war ein toller Tag mit guter Stimmung in disziplinierten Schützen, die die Arbeit guter Hunde wertschätzen und dies auch zeigen können :-) 

Ich denke, Riley ist bereit alleine zu arbeiten und so wird Peaches kommendes Wochenende mit Herrli alleine unterwegs sein, Riley und Marie begleiten mich auf eine große Kreisjagd. So haben alle aktiven Hunde etwas zu tun...


03.11.

Nachdem die Jagd für zwei Tage geruht hat, versuchten wir den Sonntag voll und ganz zu nutzen und waren über 12 Stunden on Tour.. 

 

Morgenansitz: 

Um 04:30 läutete der Wecker, schnell gefrühstückt und die Hunde versorgt, rein in die Ansitz-Montur und ab in den Wald. 

Peaches begleitete mich zu den Muffeln, Julian versuchte sein Glück auf einen Hirsch und auch der Schwiegerpapa hoffte auf ein passendes Stück. 

Es war kalt, es war nebelig und es war einfach viel zu früh :-) Wir hatten alle Anblick, wenngleich alle drei Finger gerade blieben und wir einfach nur die Stille genossen und die Natur beim Aufwachen beobachten durften. Gegen 08:00 hieß es zusammenpacken und ab ins Auto - es ging sofort weiter zu einem Jagdfreund... 

 

Niederwild-Stamperer:

Mittlerweile munter und fit trafen wir um 09:00 beim Treffpunkt ein und es gab noch eine kleine Stärkung, bevor es los ging. Marie und Riley durften mit und hatten ganze Arbeit. Hoher Bewuchs, Windschutz und eine Menge Schilf waren durchzustöbern. Ein paar Stücke Niederwild bekamen wir zu Gesicht, doch das Rehwild war nicht zu übertreffen und ich machte Bekanntschaft mit einem jungen Bock, der mich im Schilf über den Haufen rannte. Nix passiert, außer ein kurzer Schreckmoment und weiter ging es. Die Mädels waren außerordentlich brav und gaben alles - dementsprechend sahen sie nach 1,5 Stunden im Schilf auch aus und ich beschloss die Beiden nicht mehr stöbern zu lassen. Die Augen und Nasenflügel waren zerschnitten und bluteten. Nichts dramatisches und doch möchte ich die Hunde nicht verheizen und schon gar nicht quälen. Nach drei Stunden resignierten wir und freuten uns über eine einzige Krähe, die auf der Strecke lag. Waidmannsheil, lieber Peter!

 

Nachmittags-Riegler: 

Nach dem Mittagessen ging es weiter - wir fuhren in den Wald und es gab eine Premiere: der erste Versuch auf einen kleinen Schwarzwild-Riegler in diesem Revier. Vier Schützen und vier Treiber - es war wirklich eine kleine, gemütliche Partie. 

Leider war uns Diana auch hier nicht hold und das Treiben war nach 30 Minuten und ohne Anblick/Anlauf zu Ende. 

Lange konnten wir uns dann nicht mehr aufhalten, denn wir hatten an diesem Tag eine weitere Einladung... 

 

Entenstrich:  

Der Abend musste uns einfach Erfolg bringen, wir waren schon wieder ziemlich müde und erledigt vom Tag, doch wollten unbedingt dabei sein und schafften es pünktlich zum Treffpunkt. 

Fünf Gewehr und Peaches bezogen die Stände um den Teich, wir warteten und waren geduldig - und wurden belohnt. Zwei Enten strichen ein, jeder Schütze konnte einen Schuss anbringen und ein Stück fiel. Wieder war es still und das zweite Paar überraschte zumindest drei von uns, doch der Jagdherr konnte eine weitere Ente zur Strecke beitragen. 

Nun ging es an die Nachsuche - gefinkelt und so schwer wie noch nie zuvor. Peaches hatte ganze Mühe, auch das Boot wurde zum Einsatz bereit gemacht und nach 40 (!) Minuten waren endlich beide Stücke, die nur geflügelt waren und sich in die Böschung drückten und verbissen, gefunden. 

 

Es war ein langer, anstrengender und kalter Tag, den wir wahnsinnig genossen haben. Wir bedanken uns bei Max und Gawein für Einladungen in diese wunderbaren Reviere und alle Schützen für die Disziplin und die gute Laune - so jagt man gerne, auch wenn die Strecke am Ende des Tages eher klein ausfällt. 


27.10.

Da das Wochenende so fabelhaft begonnen hat, versuchten wir unser Glück am Sonntagabend nochmal und bezogen einen unserer Hochstände. 

 

Heute brauchten wir ein wenig mehr Geduld, als die beiden letzten Tage. Doch ganz plötzlich ging direkt hinter uns die Post ab und wir konnten die Sauen hören. Wir waren gespannt und bereiteten alles vor. Doch heute taten uns die Schwarzkittel keinen Gefallen und blieben in der Deckung, sodass wir beschlossen abzubaumen und es an einem anderen Platz - wo es auch länger gutes Licht gibt - zu versuchen. 

 

Wieder eingerichtet, hieß es erneut warten und wir hatten tatsächlich Anblick. Ein führendes Tier mit der Tochter vom Vorjahr und dem heurigen Kalb trat auf die Wiesen aus und wir konnten die drei ein Weile beobachten. Da die gesetzliche Schusszeit bereits vorüber war, blieb die Waffe unterladen und gesichert in der Ecke stehen und wir genossen den Anblick des Rotwildes, keine 30 Meter von uns entfernt. So schnell wird ein Erlegen Nebensache und man ist einfach nur dankbar für das Erlebnis. 

 

Wir sind doch sehr gesegnet und auch ein klein wenig verwöhnt, in diesem Revier täglich draußen sitzen zu können und die Natur zu genießen...


26.10.

Heute ging es früh auf ins schöne Burgenland - die erste Kreisjagd stand am Programm. Peaches und Riley waren ausgeschlafen und fit. Wir trieben durch Senf, Brachen und Acker...

 

Während des ersten Triebes machte uns der Nebel noch einen kleinen Strich durch die Rechnung, doch die Hunde arbeiteten gut und die Schützen waren diszipliniert. Riley bleib erstmal an der Leine und schaute der Alten zu - nein, das gefiel Madame eigentlich so gar nicht, aber sie übte sich brav in Geduld. 

 

Mittlerweile begleitete uns die Sonne über die Felder und im zweiten Trieb tauschten meine Mädels die Rollen. Riley musste beweisen, ob sie alleine klar kommt. Jegliche Sorge meinerseits war vollkommen unbegründet, denn die Schwarze arbeitete grandios und apportierte auch angebleibte Hasen sowas von souverän und sicher, als hätte sie nie etwas Anderes getan. 

 

Im dritten Trieb ging es nochmal richtig zur Sache und ich beschloss, beide Hunde arbeiten zu lassen. Die Schlepperei der Hasen bestätigte die gute Arbeit meiner Mädels und ich hatte, im wahrsten Sinne des Wortes, alle Hände voll zu tun, musste teilweise auch andere Treiber und Schützen bitten, mir etwas abzunehmen. 

 

Peaches ist nach wie vor unschlagbar, hat Erfahrung und Biss. Riley hat seit letzter Saison immense Entwicklungssprünge gemacht und mich in keinster Weise enttäuscht. Sie wird heuer noch viele Erfahrungen sammeln können und hoffentlich bald in Peaches' große Fußstapfen treten können. Geländeharte, Nasenarbeit und Finderwillen sind auf jeden Fall in großem Maß vorhanden und es macht unheimlich viel Spaß, Riley bei der jagdlichen Arbeit zu beobachten. 

 

Am Ende des Tages lagen 310 Hasen und vier Hahne auf der Strecke - hiervon wurden 11 Hasen von Riley und 9 Hasen von Peaches reingeholt. Das Abendessen und den Schlaf haben sich die beiden wirklich verdient und wir wurden beim Schüsseltrieb mit einem wunderbaren Abendessen belohnt. 

 

Julian bleib heute zu Hause, um in der Früh ansitzen zu gehen und unter Tags im Revier zu arbeiten - und während "meine" Jagdgesellschaft noch beim Frühstück saß, kam ein Anruf mit den Worten "ich habe einen Muffelwidder geschossen". Ein rundum gelungener Jagdtag!!

 

Ich bedanke mich für die Einladung und freue mich auf die folgenden Jagden in diesem Revier! Waidmannsheil allen Schützen und natürlich ein ganz besonders kräftiges an meinen Schatz für diesen Widder - auch der wird in der Küche landen und voll verwertet werden!


25.10.

Nach der Arbeit ging es direkt zu meinem Schatz und auch zügig ins Revier. 

 

Als wir zum Hochstand kamen, konnten wir schon eine Bache mit Frischlingen am Forstweg sehen. Wir richteten uns gemütlich ein und nach kurzer Zeit kamen zwei Überläufer auf die Kirrung. 

 

Kurz abgesprochen, welches Tier geschossen werden soll und schon ließ ich den Schuss kommen. Wieder bei helllichtem Tag und auch der Schuss war angetragen. 

 

Der Rucksack war schnell wieder gepackt und das Gewehr versorgt, also baumten wir ab und suchten den Anschuss. Der Schweiß wurde immer mehr und nach 30 Metern lag mein zweites Stück Schalenwild in dorniger Deckung vor uns. 

 

Geborgen und Erinnerungsfotos gemacht, dann ging es auch schon auf zum Kühlraum, wo aufgebrochen wurde. 55kg aufgebrochen - ein perfektes Küchenschwein, ich freue mich auf Würstel, Geselchtes und feine Medaillons! 

 

Waidmannsdank, Diana!


23.10.

Heute ging es wieder zum Entenstrich. Bevor es los ging, gab es wie gewohnt eine sehr leckere Jause und nette Gespräche.

Diesmal durfte mich Riley begleiten und so bezogen insgesamt sechs Schützen ihre Stände am Teich. Riley wurde abgelegt und wartete sehr ruhig und entspannt.

 

Wie aus dem Nichts strichen zwei Enten ein - alle waren sehr überrascht und ich versuchte mein Glück mit einem Schuss. Nach dem Motto daneben ist mehr Platz habe ich es mal fest versemmelt und mein übernächster Nachbar konnte eine der beiden Enten erlegen. Riley setzte sich kurz auf, markierte das Platschen am Wasser und legte sich wieder hin. 

 

Nach kurzem Warten, ob noch weitere Vögel einstreichen würden, wurde die Jagd abgeblasen und meine Schweizerin durfte ihre erste warme Ente aus dem Wasser apportieren. 

 

Das erste Mal ohne Unterstützung von Peaches und auf sich alleine gestellt, schickte ich Riley in den Teich. Nach kurzer Skepsis hat Riley die Ente aufgenommen und sauber apportiert. Brave Maus, wieder eine neue Wildart kennen gelernt und mich nicht enttäuscht. 

 

Ein Waidmannsheil dem Schützen und vielen Dank für die Einladung - wir kommen gerne wieder und freuen uns auf ein Wiedersehen!


19.10.

Heute waren wir wieder einmal in ein neues Revier eingeladen. Es war die erste Niederwildjagd, auf die Julian und ich gemeinsam fuhren – also schon mal etwas Besonderes.

 

Eigentlich wollte ich sowohl Peaches und Riley als auch Marie mitnehmen. Letztere wurde aber vor zwei Wochen kastriert und die frische Narbe entsprach noch nicht ganz meinen Vorstellungen, weshalb Marie leider mit Ferdi und Bisquit im Auto bleiben musste – und ja, der Protest war groß und vor Allem laut, als die kleine Maus sah, dass Peaches und Riley ihre Warnwesten angezogen bekamen.

 

Nach der Begrüßung und Ansprache ging es ab auf den Hänger und ich kann euch sagen – die Hunde hatten viel zu tun. Wir liefen durch Senf, Rüben und Bio-Mais, sowie Brachen mit hohem, dichtem Bewuchs.

Das bedeutete für meine zwei Mädels stöbern, stöbern und nochmals stöbern. Riley machte extrem viel Wild hoch und beide Hunde waren einfach traumhaft.

 

Das Wetter war heute nicht so prickelnd, viel Nebel und sehr feucht – wir waren nach dem ersten Trieb schon klatschnass. Umso glücklicher waren alle, dass mittags die Sonne doch noch rauskam und wir bei traumhaften Bedingungen weitermachen konnten.

Als wir zwei kleinere Wäldchen umstellten und die Hunde reinschickten, strich ein Hahn über mich hinweg und ich konnte einen guten Schuss anbringen. Mein erstes Stück Niederwild war getroffen und ich konnte es zuerst gar nicht glauben. Peaches hat meinen Hahn gleich apportiert und direkt danach konnten wir noch einen in einer Nachsuche finden.

Am Ende des Tages lagen zwei Hasen, zwölf Hahne und ein Eichehäher auf der Strecke.

 

Es war der Tag der Jungjäger, denn nicht nur ich wurde bei der Streckenlegung zum Flugwildjäger geschlagen, sondern auch zwei weitere Neulinge.

 

Aufgrund der grandiosen Arbeit der Hunde – Peaches und Riley haben mehr als die Hälfte der Strecke in diesem anspruchsvollen Gelände apportiert – wurden Julian und ich beim Schüsseltrieb auch gleich zu der nächsten Jagd eingeladen und haben natürlich dankend angenommen.

 

Ich habe selten eine so gut organisierte Jagd mit disziplinierten Schützen und guten Hunden gesehen – es war uns eine große Freude dabei zu sein!  

 

Ein kräftiges Waidmannsheil, wir freuen uns auf die Wiederholung im Dezember!


17./18.10.

Am Mittwoch ging es nach dem Büro los Richtung Tschechien. Die erste Bewegungsjagd auf Schalenwild, auf der ich dabei war und deswegen beschloss ich auch nicht als Schütze, sondern lediglich als Standbegleitung mit Julian mitzufahren. So konnte ich mir alles genau anschauen und viel lernen.

 

Vier Stunden Fahrt habe ich großteils verschlafen, nichtsdestotrotz ging es nach der Ankunft sofort ins Bett, um am nächsten Tag gut ausgeschlafen und fit zu sein. Nach der Begrüßung wurden wir auch schon auf die Stände gebracht und es hieß warten, sich in Geduld üben und alles genau im Auge behalten.

 

Leider hatte Julian am ersten Tag etwas Pech und konnte keinen Schuss abgeben. Wild sahen wir allerdings genug und ich konnte mich darin üben, dieses auch in Bewegung anzusprechen – gar nicht so einfach, aber Übung macht den Meister und ich habe mich nicht schlecht geschlagen.

 

Das Wetter war uns gnädig und so trafen wir doch mit guter Laune wieder mit der Gesellschaft zusammen.

Freitag ging es noch früher los, wir wurden im Wald aufgestellt und wieder gab es im ersten Trieb für Julian kein passendes Stück. Der Stand im zweiten Trieb sah vielversprechend aus und nach einer Weile zog auch eine Bache mit Überläufern und Frischlingen an uns vorbei. Julian konnte einem Überläufer einen perfekten Schuss antragen und nun hieß es auch für ihn Waidmannsheil.

 

Der letzte Trieb an diesem Tag war dann eher mehr schlecht als recht – es wurde einfach die Gegenseite von Trieb Nummer eins durchgegangen, hier war natürlich kein einziges Stück Wild mehr und wir machten uns mit gemischten Gefühlen auf den Weg zum Sammelplatz.

 

Mein Fazit nach meinem ersten Riegler: Ich kann dieser Art der Jagd definitiv etwas abgewinnen, es ist spannend und etwas ganz anderes als ein Ansitz. Leider war die Organisation an diesen beiden Tagen eher durchwachsen, sodass wir beschlossen haben nicht mehr in dieses Revier zu fahren. Ich denke aber, dass ich nach viel Trainieren auf dem Schießplatz in Zukunft sicher einmal als Schütze dabei sein werde.

 

Ich habe die Tage mit "meinen Burschen" und vor Allem mit Julian natürlich dennoch sehr genossen, es kann nicht immer alles rund laufen und wir hatten eine Menge Spaß!

 


12.10.

Die Niederwildsaison ist für uns eröffnet!

Samstag ging es mit Riley und Peaches ins Burgenland und die Hunde hatten gut zu tun!

 

Insgesamt wurden 3 Windschutzgürtel und 6 Maisfelder bejagt. Ich wechselte die Mädels beim Stöbern ab, sodass sie nicht zu viel Energie verschwendeten. 

 

Am Anfang waren beide Damen zu motiviert und sind dem ein oder anderen Hasen hinterher, ich hatte gut zu tun, sie kurz und auf der Pfeife zu halten. Es sei ihnen verziehen, sie haben grandiose Arbeit geleistet. Vor Allem auf Riley bin ich wahnsinnig stolz, die wie ein kleine Göttin gestöbert und viel Wild hochgemacht hat. 

 

Peaches setze ich heuer nur sehr selektiv ein, sie läuft ihre achte Saison und soll nun "nur" mehr ein Back Up für Riley sein, die diesen Herbst/Winter voll eingesetzt wird und Erfahrung sammeln soll. Die Schwarze konnte heute auch zwei Hahne apportieren und hat sehr sauber gearbeitet. 

 

Am Ende des Tages lagen 5 Hasen (von Vorstehhunden abgefangen...), 34 Fasane, eine Elster und ein Schnepf auf der Strecke. 

Wir bedanken uns für die Einladung und freuen uns, nun jedes Wochenende bis zum Jahreswechsel im Einsatz zu sein! 

 

Waidmannsheil


06.09.

Wir waren zum ersten Entenstrich eingeladen. Nach einer längeren Pause auf Enten im Revier in Niederösterreich freuten wir uns natürlich sehr und machten uns trotz etwas beruflichem Stress auf den Weg, um sieben Schützen zu unterstützen. 

Peaches und Riley durften mit raus und wurden unter den Stauden abgelegt. Die Alte war wie immer sehr aufmerksam und hat den Teich keine Sekunde aus den Augen gelassen, Riley ist hier wie gewohnt extrem entspannt, rollt sich ein und döst vor sich hin, bis sich etwas tut. 

 

Anflug hatten wir heute keinen und so verbrachten wir einen schönen Abend in netter Gesellschaft ohne Strecke. Es hat mich sehr gefreut, dabei sein zu können und bekannte Gesichter wieder zu treffen. 

 

Nächstes Mal nehme ich auch die Flinte mit und dann haben wir vielleicht mehr Glück. 

 

Vielen Dank für die Einladung, wir sind immer sehr gerne in diesem wunderbaren Revier dabei!


05.09.

Die Niederwildsaison hat für uns bereits begonnen!

Sehr spontan wurden wir für heute Morgen zur Wachteljagd in ein neues Revier eingeladen. Ich war ohne Flinte unterwegs, das Hundeführen UND eine Wachtel zu treffen, erscheint mir momentan noch etwas unrealistisch – deswegen konzentriere ich mich auf das, was ich kann.

 

Das Wetter war perfekt – ein wunderbarer herbstlicher Morgen, angenehme Temperaturen und ein traumhaftes Revier. Marie und Riley durften mit raus. Drei Schützen, drei Hunde und los ging es. Sechs kleine Triebe wurden gemacht und die Hunde waren einfach unbeschreiblich. Marie stöberte sehr brav und sauber vor der Linie und Riley lief ordentlich am Fuß – ab und zu durfte auch sie ein wenig stöbern und zeigte hier eine wunderschöne Quersuche.

Wurde geschossen, waren die Mädels steady und haben ausdauernd nach den gefallenen Wachteln gesucht. Marie hat eindeutig mehr Erfahrung als Riley und hatte öfter und schneller Erfolg. Tja, bei solch kleinen Vögeln ist Schnelligkeit nicht alles, aber das wird Riley noch lernen – es war immerhin ihre erste Wachteljagd. Einweisen hat sich Madame aber super lassen und konnte so 2 Blinds picken.

Nach knapp 1,5 Stunden war es auch schon wieder dabei und wieder ganz spontan wurde noch eine kleine Entenjagd am Teich angehängt. Jetzt durfte Peaches raus und konnte die zwei geschossenen Enten souverän aus dem Wasser apportieren.

 

So kam eine Strecke von zwei Enten, zwei Tauben und 18 Wachteln zusammen. 

 

Es war ein ganz wunderbarer Morgen in sehr netter Gesellschaft – wir bedanken uns recht herzlich für die Einladung und freuen uns, wenn wir wiederkommen dürfen!


24.08.

Nach dem negativen Ultraschall am Morgen war ich natürlich geknickt und Julian hatte große Mühe, mich wieder aufzumuntern. 

Also schnappten wir gleich mal die Hunde und fuhren ans Wasser, wo die Bande richtig Spaß hatte und nach Herzenslust toben konnte. 

Am Nachmittag machten wir uns nochmal auf den Weg ins Revier, diesmal aber mit Disziplin und trainierten ein wenig. 

 

Die Hunde haben in der Pause nichts verlernt und haben alle gute Leistungen gezeigt. 

 

Zu Hause schnell gefüttert und die Gewehre geschnappt, schon waren wir wieder unterwegs, um uns auf Muffelwild rauszusetzen. 

 

Wir mussten uns eine Zeit lang gedulden, bis plötzlich gut 40 Tiere aus dem Wald daher rannten und die Fütterung unsicher machten. 

 

Ein tolles Erlebnis, Muffelwild so nah zu erleben! Schuss konnten wir keinen anbringen, es war ein kleines Durcheinander und nie stand ein passendes Stück lange genug allein und breit. Der Abend hat sich trotzdem gelohnt und ich freue mich schon, wenn wir das nächste Mal sitzen werden. 

Der morgendliche Ansitz am Sonntag fiel leider wortwörtlich ins Wasser - es hat geregnet ohne Ende, das Gewitter in der Nacht war nicht von schlechten Eltern. 

 

Aber so haben wir eben mal ausgeschlafen :-) 


15.08.

Schon Mittwochabend wurden die Vorbereitungen getroffen - der Schirm, unser Versteck für die Krähenjagd am Donnerstag, wurde aufgebaut und eingerichtet. 

Donnerstag mitten in der Nacht um 03:00 hieß es Tagwache.. Ich hab' letztes Mal schon erwähnt, dass ich kein Morgenmensch bin und umso schwerer fiel es mir heute. Aber wer Jagderfolg haben will, muss eben auch früh raus. 

Die Gewehre und Peaches geschnappt, noch einen Jagdkollegen eingesammelt und schon waren wir kurz vor 04:00 im Revier, um das Lockbild aufzubauen. 

Dann hieß es warten, leise sein und die Kälte ignorieren. Peaches schlief noch eine Runde und ja, auch mir fielen die Augen ab und an zu. 

Wir konnten einige Krähen rufen hören und wenige in der Ferne streichen sehen, einen Schuss konnte aber niemand von uns anbringen und so packten wir ohne Waidmannsheil wieder unsere Sachen und konnten unser Frühstück genießen. 


10.08.

Da Julian über das Wochenende in Tschechien auf einem Bewerb war und ich mit den Hunden ausnahmsweise zu Hause blieb, durfte ich am Abend wieder zu Tom ins Revier nahe der Donau fahren und wir versuchten erneut unser Glück auf den Jahrling.

Die Hunde durften bei der Jagdhütte noch ein wenig herummarschieren und bekamen noch ihr Abendessen, bevor wir aufbaumten.

Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung – das starke Gewitter umschlug uns zwar, doch der Wind war nicht „ohne“ und so war uns heute kein Anblick gegönnt. Bis auf eine Menge Enten entdeckten wir heute nichts und beschlossen auch ob des Windes recht früh wieder  aufzubrechen.

Vielen Dank für die Einladung, Tom. Ich freue mich schon auf den nächsten gemeinsamen Ansitz – am Feld haben wir bestimmt mehr Glück!


08.08.

Neuer Tag, neues Glück, gleicher Sitz..

Wieder in Begleitung von Tom bezog ich den Bodensitz im Schlag und wir hofften, den alten Bock wieder zu entdecken. Julian saß mit einem Jagdgast auf einen Überläufer und wir blieben wie immer per Whatsapp in Kontakt.

Wieder einmal hatte ich mehr als nur Pech, denn kurz nachdem wir uns eingerichtet hatten, kam ein Waldarbeiter mit Traktor, um Holz aufzuladen. In weiter Ferne konnten wir ein paar Gaisen und auch einen gut veranlagten, jungen Bock beobachten, doch näher kamen die Stücke aufgrund des Kraches nicht und auch die zwei Abschussböcke traten heute nicht aus.

Sowas ist natürlich sehr ärgerlich und meine Laune war dahin.

Wir baumten noch in der Dämmerung ab, da Max mehr Glück hatte und wir seinen Schuss hören konnten.

 

Alles eingepackt und wieder im Auto, fuhren wir in den Wald, um bei der Nachsuche helfen zu können, falls nötig. Ike fand den Keiler aber schnell, eine Flucht von 30 Metern und dann lag das Stück auch schon. Waidmannsheil!

Den letzte Bissen übergeben, Erlegerfotos gemacht und auf ging es zum Aufbrechraum, wo die Männer schnell fertig waren.

 

Ja, heute war meine Laune alles andere als gut – keinen Anblick zu haben oder eben keinen Schuss anbringen zu können ist das eine. Doch durch massive Beunruhigung nicht einmal abschalten zu können ist etwas ganz anderes und so blieb leider auch die Entspannung komplett auf der Strecke. 

Wenigstens hat mich der Sonnenuntergang nicht im Stich gelassen...


06.08.

Wie war das mit dem frühen Vogel? Also, ich werde in diesem Leben kein Morgenmensch mehr. Zwar ist meine Laune mittlerweile erträglich geworden, aber so richtig Gefallen finde ich nicht daran, wenn der Wecker mich um 04:00 aus den Träumen reißt. Aber was tut man nicht alles, wenn man dieses eine Stück erlegen will. 

Schon beim Beziehen unseres Sitzes konnten wir Rotwild entdecken, ein paar Tiere mit Kälbern hatten uns allerdings schnell bemerkt und haben das Weite gesucht. 

Es war wohl auch dem Rehwild zu früh, denn wir warteten einige Zeit, bis wir über den Schlag verteilt vier Gaisen erblickten. Die Böcke konnten nicht weit sein - aber so kann man sich irren, denn heute bekamen wir keinen der Beiden vor die Büchse. Also begnügten wir uns mit dem Anblick der Gaisen und zweier Sauen und genossen den wunderschönen Sonnenaufgang, bis es Zeit wurde, wieder nach Hause aufzubrechen und rechtzeitig ins Büro zu fahren. Die Brunft hat einen ganz eigenen Flair und ja, das frühe Aufstehen hat sich definitiv gelohnt, auch wenn die Böcke heute wohl etwas länger geschlafen haben...


05.08.

Ich war so motiviert, dass ich es heute Abend gleich nochmal versuchen wollte. Julian musste zu einer Sitzung, also begleitete mich netter Weise Tom - im Fall des Falles ist ein Bergen aus dem Schlag zu zweit definitiv einfacher und außerdem sehen vier Augen mehr als zwei. Auch Peaches durfte wieder mit, falls eine Nachsuche nötig wäre. 

Wir bezogen kurz vor 18:00 den Bodensitz und es tat sich erstmal gar nichts. Nicht ein Stück war zu sehen, doch es war sehr warm und wir blieben geduldig und genossen das tolle Wetter. 

Ein kurzer Regenguss sorgte für Abkühlung und auch der Wind wurde angenehmer. So traten bald die ersten Gaisen aus und auch die beiden Böcke konnten wir in weiter Ferne entdecken. 

Tom gab alles beim Blatten und schaffte es tatsächlich, den alten Bock von über 400 Meter durch den Graben im Schlag zu uns rüber zu locken. Dann war es still, sehr still. Tom fiepte und wir hörten es brechen, doch bekamen den Bock nicht mehr zu Gesicht. Also Peaches abgelegt, raus aus dem Sitz und den Bock angehen, da wir eine ungefähre Idee hatten, wo er stehen würde. 

Doch er stand nicht mehr, er hatte sich bereits niedergetan und das Licht wurde auch immer schlechter, wir hatten keine Chance mehr. 

Sehr schade, wenn man den gesamten Verlauf des Abends betrachtet, hätte es ein grandioser Erfolg werden können, doch leider tat uns der Alte nicht Gefallen, die letzten 20-30 Meter weiter auf uns zu zu kommen und so entschieden wir, wieder heimwärts zu fahren. 

Es war auch ohne ein Waidmannsheil ein wahnsinnig aufregender Abend und die Gesellschaft natürlich auch super. Vielen Dank, dass Du mich begleitet hast - auf den nächsten gemeinsamen Ansitz!


04.08.

Wir haben die ersten Tage nachdem Riley gedeckt wurde ruhig angehen lassen und erst heute das erste Mal wieder rausgegangen - dafür aber gleich zweimal. 

Um 04:00 war Tagwache und wir machten uns fertig, um rechtzeitig im Revier zu sein. Kurz vor 05:30 baumten wir auf und warteten auf Rotwild. Julian wollte einen Spießer erlegen. Die kalte Pizza vom Vortag war ein willkommenes Frühstück und ich muss gestehen... ich bin absolut nicht der Morgenmensch und so schlief ich nach dem Essen für eine Stunde am Hochstand weiter, während Julian geduldig die Umgebung beobachtete. Bis auf eine alte Geiß bekamen wir nichts zu sehen und beschlossen, kurz vor 08:00 wieder nach Hause zu fahren, um wirklich ausgiebig zu frühstücken und die Hunde zu versorgen. 

Den Tag verbrachten wir - wie so oft - am Schießplatz und genossen das wunderbare Wetter bei einer kleinen Revierrunde mit den Hunden, bevor es am Abend auf unseren neuen Bodensitz im Schlag ging. 

 

Peaches durfte uns begleiten und wir machte es uns um 18:30 gemütlich und richteten alles ein. Wie immer im Schlag wurden wir nicht enttäuscht und hatten einen grandiosen Anblick... Ein Tier mit Kalb, eine Geiß mit zwei starken Kitzen, eine Bache mit zwei Streifenhörnchen, zwei Schmalgeißen, eine Geiß, ein Spießbock und ein alter Bock - wir konnten uns zu Beginn wieder nicht entscheiden, was wir im Auge behalten, doch als die Böcke sich eine kurze Verfolgungsjagd lieferten, lag unser Augenmerk natürlich schnell am Rehwild. Der alte Bock versuchte den jungen zu vertreiben, trieb dann eine Schmalgeiß vor sich her und ließ sich schließlich am Gegenhang nieder. Der Spießer hatte Erfolg bei der Geiß und wir konnten das Liebespaar eine ganze Weile beobachten.

Auf den Fieper reagierte natürlich keiner der beiden Böcke - war der eine schwer beschäftigt und der andere schwer außer Atem - und so beschlossen wir, langsam an den alten Bock heranzupirschen und von einer passenden Auflage direkt aus dem Schlag zu schießen - knapp 300m waren doch etwas weit für mich und die 222. 

Das Wichtigste eingepackt, Peaches im Sitz abgelegt und losgepirscht. Der Bock stand auf und trat wieder aus, zog einen Weg entlang nach rechts. Wir fanden einen passenden Stock und ich richtete mich schnell ein. Leider war der Bock trotz seines gemütlichen Tempos schneller und verschwand im hohen Bewuchs, wo er sich wieder niedertat.

Ironischerweise zog der Bursche genau gegenüber unseres Sitzes und wenn wir ein paar Minuten länger gewartet hätten, hätte ich einen sicheren Schuss anbringen können, ohne im Dreck  zu liegen und mit der Büchse über Stock und Stein zu marschieren. Aber das ist die Jagd, das ist das Spannende und das macht es aus - man muss sich seine Stücke verdienen und natürlich wäre ein Erfolg an diesem Abend nicht zu toppen gewesen, doch man darf nicht gierig werden und muss geduldig bleiben - heute hat eben der alte Herr "gewonnen". So pirschten wir zurück zum Sitz und genossen noch gut eine Stunde die Abendstimmung und den Anblick der anderen Stücke. 

Ich könnte jeden Tag draußen sitzen und beobachten, ansprechen und genießen - leider müssen wir auch unserer Arbeit nachgehen und uns die Zeit einteilen. 

An diesem Bock bleibe ich aber auf jeden Fall dran und freue mich schon jetzt auf weitere wunderbare Abende während der Brunftzeit. 


21.07.

Den Sonntag verbrachten die Burschen schon seit dem Vormittag auf dem Schießplatz – ja, warum ich es erwähne, weiß ich selbst nicht, es ist sowieso klar, wohin es ging…

Ich musste kurzfristig umplanen und zuerst ging es mit Mumble nach Hollabrunn in die Tierklinik zum Blut spenden für einen Rüden, der um sein Leben kämpft.

Nachdem die gute Tat vollbracht war und Claudia und ich wieder Hunde getauscht hatten, war die Sehnsucht doch schon groß und ich beschloss kurzerhand, zu Julian und dem Rest der Truppe nach Wiener Neustadt zu fahren, anstatt gleich in Richtung Revier. Also noch Spaß am Schießplatz gehabt, anschließend Kaffee und Eis beim Stammwirten und schon ging es wieder raus auf unsere Lieblingsplätze.

Tom begleitete uns diesmal und nachdem ich mit Peaches an der Deponie abgesetzt wurde, fuhren die Männer in den Schlag auf unseren neuen Bodensitz.

Peaches und ich richteten uns schnell ein und machten es uns gemütlich. Es war ruhig, sehr ruhig… bis leider ein paar Motorradfahrer die grandiose Idee hatten, auf der Bundesstraße, die durch das Revier führt, ordentlich Gas zu geben und keine 200 Meter von unserem Sitz extreme Unruhe zu schaffen.

Umso mehr freute ich mich über den Anblick eines einzelnen, sehr kräftigen Frischlings, den der Krawall nicht störte. Er marschierte auf die Wiese und schnabulierte genüsslich vor sich hin. Eineinhalb Stunden durfte ich ihn beobachten, während Peaches entspannt vor sich hindöste.

Julian und Tom hatten dafür sehr tollen Anblick – Schalenwild ohne Ende leisteten ihnen Gesellschaft und auch den Beginn der Brunft in Form zweier rivalisierender Böcke durften sie beobachten. Ein Schauspiel, das das Herz höherschlagen lässt und den Gedanken an einen Abschuss komplett in den Hintergrund drängt.

Es blieben heute also alle Finger gerade und wir ließen den Abend bei gegenseitigen Erzählungen der Anblicke ausklingen.

Es war wieder ein so unfassbar schönes Wochenende und ich freue mich jeden Tag, wenn das nächste näher rückt und uns wieder viel Zeit in der Natur verbringen lässt…


20.07.

Das gemeinsame Wochenende hat für uns diesmal ein bisschen später begonnen, da Julian Samstag noch fleißig gearbeitet hat. Die Hunde und ich haben den Tag zum Faulenzen genutzt und sind erst am Nachmittag losgefahren.

Diesmal ging es nicht ins „eigene“ Revier, denn Julian und ich hatten beide eine Jagdeinladung und so trafen wir uns zu viert bei der Jagdhütte in einem wunderschönen Revier nahe der Donau. Die Hunde konnten noch ein wenig herumflitzen und bekamen ihr Abendessen, bevor wir getrennt losfuhren und unsere Hochstände bezogen.

Julian saß an einem Feld und hoffte, den abnormen Bock, der in dieser Ecke bestätigt wurde, schießen zu können. Ich wurde von Tom in den Wald mitgenommen, wo wir auf Anblick hofften – ein Jahrling, Knopfbock oder auch ein Keiler wäre für mich frei gewesen.

Ein anderes Revier bringt auch anderen Anblick und ich freute mich sehr, ein paar Enten mit ihren Sprösslingen direkt vor uns im Gewässer beobachten zu können. Ein Marder versuchte sein Glück und zog hier eindeutig den Kürzeren gegen Mama Ente – sowas hautnah mitzuerleben, war schon ein Highlight und wir genossen den Anblick sehr. Natürlich hätte auch der Marder geschossen werden können, doch dieser war nicht lange zu sehen und so blieb der Finger gerade. Lediglich zwei Schüsse konnten wir in der Ferne hören.

Schalenwild bekam ich heute nicht vor die Büchse und wir baumten um 21:30 wieder ab, um zur Jagdhütte zurück zu fahren.

Dort angekommen staunten wir nicht schlecht, denn Julian und Flo waren bereits am Aufbrechen des Abnormen – ein Wahnsinnsbock. Julian hatte also mehr Glück als ich und die Freude über dieses Stück war ihm ins Gesicht geschrieben.

Bei gemütlichem Zusammensitzen durften Tom und ich an dem Erlebnis teilhaben, als wir dem Jagderlebnis von Julian lauschten. Natürlich ist die Freude über die Trophäe groß, doch das Wildbret wird nicht außer Acht gelassen und wird – wie alles bei uns – selbstverständlich verarbeitet.

Es war ein wahnsinnig toller Abend in allerbester Gesellschaft. Vielen Dank an Tom für die Einladung, ich freue mich schon auf’s nächste Mal!

Meinem Schatz kann ich nur nochmal ein kräftiges Waidmannsheil aussprechen, ich freue mich sehr für Dich und bin sehr dankbar, dass wir solch tolle Erlebnisse ohne jeglichen Neid teilen können.

 


14.07.

Am Samstag nach dem Training ging es direkt in die Firma, um einen neuen Bodensitz für den Schlag zu bauen. 

Da der Regen uns einen Strich durch die Rechnung machte, entschieden wir den Sitz nur aufzustellen und den Ansitz zu verschieben. 

Den Sonntag verbrachten wir mit Spaziergängen mit den Hunden und - wie so oft - auf dem Schießplatz. Das Wetter war besser, es blieb trocken und so machten wir uns am Abend auf den Weg ins Revier. 

Schon als wir zu unserem neuen Sitz marschierten, hatten wir Rotwild im Anblick. Schnell war alles eingerichtet und wir kamen mit dem Schauen gar nicht nach. 

Spießer, Böcke, Kahlwild und eine Geiß mit zwei Kitzen bescherten uns einen unvergesslichen Anblick und wunderbaren Abend. 

Obwohl kein passendes Stück dabei war, war die Stimmung einfach der Hammer und wir hätten das Wochenende nicht besser ausklingen lassen können. 

Die Kälte und der Wind ließen uns diesmal nicht ganz so lange ausharren und nach 2,5 Stunden beschlossen wir, wieder nach Hause zu fahren. 

Wieder einmal liegt ein wunderbares Wochenende hinter uns, die Hunde genießen es sehr so viel unterwegs zu sein und auch ich finde diese Tage immer wieder einfach nur fantastisch...


06.07.

Heute versuchten Julian und ich getrennt unser Glück und bezogen verschiedene Hochstände. 

Peaches begleitete mich und wir blieben mit Herrli per Wahtsapp in Kontakt. 

Ich hoffte, einen alten Bock oder aber einen Fuchs erlegen zu können. 

Tja, ein junger Bock trat kurz nach dem Aufbaumen aus und ich konnte ihn eine gute halbe Stunde beobachten. Als zwei starke Bachen mit ihren sieben Frischlingen kamen, sprang er ab und ich hatte die Rotte auch eine Zeit lang direkt vor der Nase. 

Mit dem Gucker wurde immer wieder der Waldrand kontrolliert, ob denn der Fuchs auftauchen würde. Dabei entdeckte ich ein Kalb, welches von der Mutter abgelegt wurde und auf ihre Rückkehr wartete. 

Weder der alte Bock noch der Fuchs machten mir den Gefallen und so war die Waffe schnell auf die Seite gelegt und ich genoss den Anblick in der Abenddämmerung. Auch Julian hatte heute "nur" Anblick und so fuhren wir ohne Waidmannsheil nach Hause. 

Es war wieder ein wunderbarer Abend in der Natur mit ihrer Stille, die einen absolut entspannen lässt.