Jagden 2020


09.&10.05.

Die letzten beiden Abende verbrachten wir in einer Kanzel im Wald und das erste Mal seit Beginn der Schusszeit hatten wir kein Rehwild im Anblick. Lediglich ein Hase und ein Fuchs erwiesen uns die Ehre. Und da merken wir, wie verwöhnt wir sind - denn die Zeit vergeht ohne viel Anblick lange nicht so gut und schön, wie man es gewohnt ist... auch solche Tage soll es geben. 


27.04.-01.05.

Jeden Abend geht es ins Revier - wir wechseln zwischen Schlag und Kirrung ab und genießen die lauen Abende. Der Anblick ist jedes Mal ein Erlebnis und pure Entspannung. Die Gaisen lassen sich nun schon seltener blicken, man merkt dass sie nur mehr wenige Wochen bis zum Setzen haben und sich langsam aber sicher zurückziehen und auch nicht mehr solch große Strecken zurücklegen. Ich freue mich schon, wenn wir wieder die ersten Kitze beobachten dürfen...


26.04.

Julian zog in der Früh alleine los - ich schaffte es einfach nicht aus dem Bett und schlief mich bis 07:30 aus. Telefonisch war mein Schatz erstmal nicht zu erreichen und so dachte ich, da säße schon jemand beim Frühstück. 

 

Den zweiten Anruf nahm Julian etwas außer Atem entgegen. Er hat eine Schmalgais geschossen, könne sie aber in den Stauden und den dichten Dornen im Schlag nicht ohne Hund finden. 

Hunde ins Auto und ohne Frühstück ins Revier, mit Peaches in den Pick Up umgestiegen und in die Nähe des Anschusses gefahren. 

 

Es war steil, es war dicht und es war dornig, doch Peaches suchte sich ihren Weg und fädelte schnell auf der Fährte ein. Nach kurzer Strecke verschwand sie komplett in einer Dornenhecke, die ich nur auf allen Vieren einsehen konnte. Da lag die Schmale auch schon, nur wenige Meter vom Anschuss entfernt und doch so gut versteckt, dass es ohne Hund tatsächlich eine Herausforderung gewesen wäre, sie zu finden. 

 

Waidmannsheil, mein Schatz und Suchenheil für Peaches...

 

Beim gemeinsamen Ansitz am Abend hatten wir zwar Anblick, doch ein Waidmannsheil am Tag genügt uns vollkommen :-)


20.-25.04.

Sechs weitere Jagdtage liegen hinter uns und kein einziger verging ohne Anblick. Doch für ein Waidmannsheil muss eben alles passen und so blieb Julian's Finger gerade. Obwohl wir jedes Mal eine vermeintliche Schmalgais im Anblick hatten, waren wir nicht zu 100% sicher und ließen sie stehen. An dem Tag, an dem Julian dann schließlich eindeutig sagen konnte, dass es eine Schmale ist, bleib sie hinter Stauden und Sträuchern stehen, sodass kein Schuss angetragen werden konnte. 

 

Rotwild, Sau, Fuchs sowie unsere Schlag-Fasane hatten wir auch jeden Tag im Anblick - von Rehwild ganz zu schweigen...


19.04.

Nach einem Tag Pause fuhren wir erneut ins Revier. Allerdings bezogen wir heute nicht die Kiste im Schlag, sondern eine der Kanzeln an einer Kirrung im Wald - hier konnten wir über mehrere Tage einen Knöpfler bestätigen und ich wollte mein Glück versuchen. 

Es war warm und längere Zeit tat sich nichts, als plötzlich ein junges Reh austrat. Ein Blick durch den Gucker bestätigte: der Knöpfler. 

Ich richtete mich also ein und wartete den passenden Moment ab. Das Stück zeichnete gut und sprang in den lichten Hochwald ab. 

 

Wir packten zusammen und obwohl wir den Knöpfler auch ohne Hund gefunden hätten, wollte ich Peaches die Freude nicht nehmen. Auf dem Weg zum Auto, meinte Julian, ob ich es nicht mit Ferdinand versuchen wollte - schließlich war es noch hell und wenn der junge Mann es nicht schaffen würde, hätten wir keinerlei Probleme ihm zu helfen. Kurz überlegt und zugestimmt. Ferdi wurde also geholt und kurz vorbereitet, bevor es zum Anschuss ging. Die ersten paar Sekunden überlegte mein kleiner Schwarzer noch ein wenig, bevor er sich in den Riemen legte und uns sicher und punktgenau auf der Schweißfährte zum Stück brachte. 

Ich war so stolz auf den Zwerg, dass ich mich gleich doppelt freute. Mein erster Bock und Ferdi's erste richtige Nachsuche. 

 

Ja, er wird erwachsen...


16.&17.04.

Kaum ist die Schnepfenjagd vorbei - und das leider nicht nur für heuer.... geht es auch schon los mit den Nachwuchsstücken beim Rehwild. 

Wir ließen es uns nicht nehmen, gleich den ersten Abend zu nutzen und bezogen unser Schlagkisterl. Es dauert nicht lange und schon hatten wir Anblick! Beschlagene Gaisen, Knöpfler und Schmalgaisen durften wir neben 5 Sauen und 2 Füchsen beobachten. Ein passendes Stück war heute nicht in Schussdistanz, doch wir genossen einfach den wunderbaren Abend mit diesem herrlichen Anblick. 

 

Auch am nächsten Tag ging es wieder ins Schlagkisterl - wieder blieb es beim Beobachten, doch das machte uns nichts. Denn Rotwild am hellichten Tag sehen zu können, ist keine Selbstverständlichkeit!


01.03.-15.04. - Schnepfenstriche

Die Schnepfenbalz und damit die Schusszeit der kleinen Vögel ist vorbei. Wir waren - bis auf wenige Ausnahmen - beinahe jeden Tag im Revier. 

 

Gestrichen sind die Schnepfen heuer wie nie zuvor. Zu Beginn der Saison waren wir auch in einem anderen Revier eingeladen - hier fehlten sowohl Julian als auch ich. Mit der Corona-Krise mussten wir leider darauf verzichten, auch in andere Reviere zu fahren und auch unsere Jagdgäste weiterhin einzuladen und standen lediglich zu zweit im eigenen Revier. 

 

Julian konnte zwei Schnepfen erlegen, ich vermasselte einen nach dem anderen Schuss und war schon etwas gefrustet. Unverhofft kommt oft und so gelang es mir schlussendlich doch noch, meinen ersten Schnepf zu erlegen - die Freude war natürlich sehr groß, auch wenn wir dieses Erlebnis nicht mit unseren Freunden teilen und feiern konnten. 

 

Teilweise wurde ein Ansitz angehängt, diese blieben jedoch jedes Mal erfolglos. So ist sie, die Jagd, jedes Mal ist ein Erlebnis und auch ohne Waidmannsheil immer wieder wunderschön.


10.03.

Nach dem Schnepfenstrich in unserem idyllischen Revier, ganz oben im Schlag, beschlossen wir, unser Glück noch beim Ansitz auf Fuchs oder Sau zu versuchen. 

 

Wir saßen nicht lange und hatten auch schon Anblick - Hochwild ließ sich blicken und wir genossen den wunderschönen und absolut nicht selbstverständlichen Anblick in der Dämmerung. Die Stille wurde durch einen Anruf unterbrochen - ein KFZ Unfall mit einem Wildschwein, die nach dem Zusammenstoß in den Hochwald verschwand. 

 

Also schnell zusammengepackt und abgebaumt, nichts ist wichtiger, als verletztes Wild zu finden und zu erlösen. Der Schaden am Auto lies auf eine richtig große Sau schließen und wir entschieden uns für eine Nachsuche ohne Hund. Kurze Rücksprache mit dem Fahrer und auch der Polizei, die Stirnlampe aufgesetzt und los ging es. Julian ging mit der geladenen Waffe voraus, ich blieb hinter ihm und "kontrollierte" lediglich die Umgebung, die wir bereits passiert hatten. Es dauerte zum Glück nicht lange und Julian entdeckte die Sau, sitzend im lichten Hochwald. Ein gut angetragener Fangschuss und es wurde wieder still. 

 

Zurück zum Auto, um ein Seil für die Bergung zu holen und wieder zum Stück. Wie wir schon vermuteten, lag vor uns eine innehabende Bache, über 100kg schwer, die kurz vor'm Frischen stand. Das Bergen gestaltete sich nicht einfach, doch schließlich schafften wir es mit vereinten Kräften und waren bald im Aufbrechraum. 

 

Normalerweise ist das Aufbrechen - damit ich es noch besser lerne - immer meine Aufgabe, doch heute weigerte ich mich und bat Julian, diese Sache zu übernehmen. Kleine Frischlinge aus dem toten Muttertier zu holen, ist ganz bestimmt keine Aufgabe, die man als Jäger machen möchte und ich hielt mich im Hintergrund auf. 

 

10 Ungeborene trug die Bache in sich und unsere Stimmung war nach getaner Arbeit verständlicher Weise nicht unbedingt die Beste. Doch auch solche Dinge gehören zu unseren Aufgaben und für so etwas lässt man alles stehen und liegen, um unnötiges Leid zu vermeiden. 


29.02.

Wie war das? Es kann nicht jeden Tag Kirtag sein... richtig. Gestern noch den wunderbaren Anblick genossen und gar nicht gewusst, wie einem geschieht, saßen wir heute vor einer leeren Bühne. 

 

Weder Fuchs, noch Sau ließen sich blicken und auch vom Marder war heute nichts zu sehen. Tja, so ist sie eben, die Jagd. Jeder Tag bringt etwas Neues, man weiß nie, was einen erwartet und darf sich nie zu viel erwarten...


28.02.

Die viertägige Pause war auch diesmal eher unfreiwillig, aber es kann nicht jeden Tag Kirtag sein und so müssen wir auch anderen Verpflichtungen nachkommen.

 

Der Anblick heute ist eigentlich nicht in Worte zu fassen. In 4 Stunden Ansitz konnten wir fünf Füchse beobachten, wovon ich einen erlegen konnte. Auch eine kleine Rotte Sauen beehrte uns heute Abend und wir genossen den Anblick der Bache mit ihren Frischlingen eine Zeit lang.

 

Die Raubwildbejagung gehört auch in einem Waldrevier dazu. So wie die regelmäßige Kontrolle des Reviers, manchmal auch ein Hegeabschuss und die vielen Ansitze, bei denen nur beobachtet wird, ist auch die Bejagung von Füchsen ein Muss. Nein, natürlich nicht, weil die bösen Füchse den Bestand des Schalenwildes gefährden - doch die Räude ist immer wieder ein Thema und wir sind froh, diese Krankheit nicht in unserem Bestand bestätigen zu können. Wir bejagen die Füchse bei uns von Oktober/November bis Ende Mai - den Rest des Jahres werden die Roten bei uns geschont. Die Fallenjagd ist bei uns auch kein Thema, unsere Füchse werden im Zuge eines Ansitzes erlegt und ich denke, man kann anhand der heurigen Berichte gut erkennen, wie viele Füchse es momentan gibt - die Bestandskontrolle ist also durchaus notwendig. 


23.02.

Aufgrund einer extrem stressigen Woche mit vielen Abendterminen setzten wir mehr oder weniger unfreiwillig eine Woche aus. 

 

Umso schöner war die Rückkehr in unsere Wiesenkanzel und unsere Abwesenheit war vielleicht gar nicht so verkehrt. 

 

Wieder hatten wir drei Füchse im Anblick, die auf der Suche nach Mäusen und anderen Leckerbissen über die Wiese schnürten. Der Sturm machte es uns allerdings nicht ganz so leicht, denn der erste Rotrock war extrem unruhig und fast schon hektisch unterwegs, sodass mein Finger gerade blieb. Auch das zweite Tier war nicht so gelassen, wie wir es gewohnt sind, hielt sich aber länger auf und stand auch länger mal an einer Stelle, sodass ich im passenden Moment die Kugel fliegen lassen konnte. Mein zweiter Fuchs lag im Feuer... 

 

Unsere Geduld wurde wieder belohnt, wenn auch der dritte Fuchs heute nicht erlegt werden konnte. Der Abend hat sich allemal wieder ausgezahlt und wir sind sehr dankbar, ein solch wunderbares Revier zu haben und unserer Leidenschaft uneingeschränkt nachgehen zu können. 


15.02.

Wo waren wir heute Abend wohl? Na klar, in der Wiesenkanzel :-) 

 

Wieder konnten wir zwei Füchse sehen, der erste kam erneut nur kurz auf die Wiese und verschwand genauso schnell wieder im Wechsel und der zweite schnürte an der Waldkante entlang, sodass er zwar mit dem Gucker zu erkennen war, allerdings mit dem Glas nicht eindeutig und gut genug anzusprechen war, um einen sicheren Schuss anzubringen. 

 

So kann's gehen - man sagt ja nicht umsonst "der schlaue Fuchs" und manchmal denke ich, dass die Tiere genau wissen, wie sie sich gefahrlos fortbewegen können und uns doch ein klein wenig an der Nase herumführen...


14.02.

Was macht ein Jägerpärchen am Valentinstag? Richtig - man geht gemeinsam raus und genießt einen ruhigen Ansitz in trauter Zweisamkeit. 

 

Die Kanzel an der Wiese ist momentan unser Zweitwohnsitz und auch schon etwas häuslicher eingerichtet, als so manch anderer Hochstand. Heute hatten wir einen Marder im Anblick, den ich auch erlegen wollte - doch leider bekam ich den kleinen Kerl nicht gut genug ins Glas und konnte somit keinen sicheren Schuss anbringen. 

 

Das Wichtigste für uns ist es, waidgerecht zu jagen und Leid beim Tier zu vermeiden. Ein krank geschossenes Stück ist genau das, was wir nicht wollen und so bleibt - wie ihr sicher aus meinen Berichten rauslesen könnt - der Finger öfter mal gerade. Und auch wenn Raubwild nicht auf den Teller kommt, steht an erster Stelle ein schnelles Töten - und das ist nur dann der Fall, wenn der Schuss gut angebracht werden kann. Deswegen ging es heute eben ohne Waidmannsheil nach Hause. 


11.02.

Ein weiterer Abendansitz liegt hinter uns. Da wir uns mit dem Schießen abwechseln, war heute Julian an der Reihe und ich war nur stille Beobachterin und Standbegleitung :-) 

 

Also übernahm ich heute auch das Kontrollieren der Wiese durch den Gucker. Der erste Fuchs ließ sich wieder nur kurz blicken und so hatte Julian keine Chance, sich gut einzurichten. Es hieß weiterhin warten. 

 

Es dauerte nicht lange, und der nächste Rotrock schnürte auf die Wiese. Ich wies Julian kurz ein, wo das Tier ungefähr war und schon ließ er die Kugel fliegen - Waidmannsheil, der Fuchs lag im Feuer. 


Weiterer Anblick blieb uns heute verwehrt, doch wir wollen keinesfalls unzufrieden sein. 


09.02.

Gestern gab es die große Fütterungsrunde durch's Revier, bei der auch die Speicherkarten der Kameras getauscht werden - ich war gespannt wie ein Regenschirm... und siehe da, nicht die Füchse hielten uns zum Narren - wir hatten die gesamte letzte Woche einfach zu wenig Sitzfleisch. Denn 10 bis 15 Minuten nach unserem Abbaumen, schnürten die Rotröcke über die Wiese auf der Suche nach Mäusen... nicht mit mir - und wenn ich vor Kälte eingehen würde, ich war fest entschlossen..und sollte belohnt werden. 

 

Schon kurz nach Einbruch der Dämmerung ließ sich der erste Fuchs blicken. Einen Schuss konnte ich nicht anbringen, da er lediglich zweimal kurz auf die Wiese schnürte und sofort wieder im Wechsel verschwand. Egal, ich hatte ja eine extra Portion Geduld im Gepäck... Wenige Minuten später der nächste Fuchs, direkt vor uns auf der Wiese. Ich richtete mich ein und wartete den passenden Moment ab. Der Schuss fiel, der Fuchs verschwand - GEFEHLT!!! Das darf doch nicht wahr sein. Ich war sauer auf mich selbst, Julian ein wenig enttäuscht, da er weiß, wie gut ich mit der Kugel schieße... 

Wir unterhielten uns, ich rauchte eine und wir beschlossen zusammenzupacken. Und als wir das Gewehr schon entladen hatten und ich die Taschenlampe am Handy aufgedreht hatte, das Fenster geschlossen wurde und wir uns doch nicht mehr ganz flüsternd unterhielten, entdeckte ich im Augenwinkel eine Bewegung. 

 

Julian bekam wieder einmal meinen Ellbogen zu spüren und bestätigte mir den Fuchs durch den Gucker. Ich konnte es nicht glauben und diese Chance durfte ich nicht verpatzen. Also Klappe halten, Handy weg, Gewehr wieder laden und Fenster auf. 

 

Einrichten, durchatmen und versuchen, cool zu bleiben. Der Schuss brach in der Dunkelheit und mein erstes Stück Raubwild lag im Feuer. Diana war mir an diesem Abend mehr als hold und ich brauchte ein paar Minuten, um das, was gerade passiert ist, wirklich glauben zu können. 

 

Wir tauschten Plätze und warteten noch eine Weile. Und tatsächlich kam kurz nach meinem zweiten Schuss ein weiterer Fuchs auf die Wiese. Leider war hier der Winkel zu spitz und Julian brachte keinen Schuss an. 

 

Was für Abend, ein unvergessliches Erlebnis und eine schöne Erinnerung...


07.02.

Wieder zurück auf unsere Wiese, ich liebe diese Kanzel, das Licht an dieser Stelle und das rege Treiben der Natur. In der Dämmerung hatten wir drei Stück Rotwild im Anblick. Tier, Kalb und Spießer ästen unweit von uns vor sich hin und bescherten uns einen wunderbaren Abend.  

 

Doch Fuchs oder Sau bekamen wir wieder nicht zu Gesucht - es ist, als würden sie uns zum Narren halten...


05.02.

Kanzelwechsel - ein wenig Abwechslung muss sein. Doch er eigentliche Grund dafür war, dass ein Stück Rehwild mit großem Geschwulst am hinteren Lauf entdeckt wurde und selbstverständlich erlöst werden sollte. 

 

Schon als wir ankamen, hatten wir eine Rotte Sauen im Anblick, zwei Bachen mit ihren Frischlingen ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und wir durften sie eine Zeit lang beobachten, bis die Tiere gemütlich weiterzogen. 

 

Auch ein Fuchs schnürte vor der Kanzelt vorbei, doch leider zu schnell und schließlich warteten wir noch immer, ob das besagte Stück austreten würde. 

 

Es wurde dunkler und dunkler und als ich mit dem Gucker endlich ein Reh entdecken konnte, machte uns das Licht beim Ansprechen einen Strich durch die Rechnung. Wir konnten nicht mehr zu 100% sagen, ob es das erhoffte Stück war und so beschlossen wir, abzubaumen und uns unverrichteter Dinge auf den Heimweg zu machen. 

 

Anmerkung: die Geiß war nach unserem Ansitz auf keiner unserer Kameras mehr zu sehen und trat auch bei keinem weiteren Ansitz aus. Sie konnte Ende Februar von einem Jagdkollegen erlegt werden. Ein kräftiges Waidmannsheil an dieser Stelle!


04.02.

Wieder ging es auf die Kanzel bei der Wiese, in der Hoffnung, einen Fuchs erlegen zu können. 

 

Wir warteten und wechselten uns mit dem Kontrollieren durch den Gucker immer wieder ab, um nichts zu verpassen. Tja und irgendwann siegte dann doch die Kälte und vor Allem Müdigkeit - es ging ohne Anblick wieder nach Hause. Auch solche Tage soll es geben, doch wir würden in Sachen Geduld noch eines Besseren belehrt werden...


03.02.

Der erste Ansitz im neuen Jahr hat ein wenig auf sich warten lassen - die Zeit fehlte einfach ein wenig und das Wetter war auch nicht ideal, bei dichtem Nebel sieht man ja bekanntlich eh nicht viel :-)

Wir entschieden uns dazu, in nächster Zeit lediglich die einzige Wiese im Revier zu bejagen, hier hat man immer gutes Licht und die Chance auf Füchse ist sehr hoch. 

Wir bezogen also die Kanzel und harrten der Dinge. Die uns bekannte Rotte trat aus und es ging ans Ansprechen. Da auch Überläuferbachen bereits innehaben könnten, ließen wir uns beim Aussuchen des passendes Stückes viel Zeit und waren für unser erstes "Küchenschwein 20202" extrem wählerisch. 

 

Die Wahl fiel auf einen Überläufer, der breit und alleine stand und auch genug auf den Rippen hatte, um den Tiefkühler füllen zu können. 

 

Julian ließ die Kugel fliegen, die Sau zeichnete und verschwand mit der Rotte in der Dunkelheit des Waldes. Alles zusammengepackt und die Gewehre versorgt, ging es ab zum Auto wo Peaches gut einpackt auf uns wartete und schon wusste, was Sache war. 

 

Schnell war der Anschuss gefunden und Peaches machte sich an die Arbeit. Keine lange, ob des schweren Geländes dennoch eine anspruchsvolle Nachsuche wurde wie immer souverän ausgearbeitet und wir konnten den Überläufer nach wenigen Minuten bergen. 

 

Heute hieß es Arbeitsteilung und das Aufbrechen war meine Aufgabe - learning by doing ist meine Devise und ich fühle mich bei jedem Stück sicherer in meinem Tun.

 

Ich liebe die Abende draußen im Revier, warm eingepackt und in die Decke gemummelt - jedes Mal gespannt, was uns erwartet und ob uns Diana an diesem Tag hold sein wird. 


02.02.

 

 

Erneut ging es raus auf Krähen. Marie durfte mit und war sehr motiviert - es war superschwer für sie, ihren kleinen Hintern ruhig zu halten, doch sie machte ihre Sachen gut und bemühte sich, die Energie und Freude im Zaum zu halten. 

 

Der Sonnenaufgang war atemberaubend und der Natur beim Erwachen lauschen zu können, ist ein Gefühl, das durch fast nichts zu toppen ist.

Auch der Anflug war heute gut, doch leider ließ die Schussleistung sowohl bei Julian als auch bei mir sehr zu wünschen übrig. 

 

Demnach gab es für Marie nichts zu tun, außer zu beobachten und unsere Fehlschüsse mit enttäuschten Seufzern zu kommentieren. 


10.01.

 

 

Neuer Tag, neues Glück - zu dritt ging es wieder raus auf die Krähen. 

 

Heute durfte Riley wieder mit und uns im Schirm Gesellschaft leisten. Dick eingepackt, verging die Zeit recht schnell und heute hatten wir auch guten Anflug. 

 

Ein Schwarm Tauben tauchte wie aus dem Nichts auf und wir verschliefen sie leider alle drei, sodass nur Patrick einen Schuss abgeben konnte und fehlte. 

 

Die Krähe, die alleine zu uns strich hatte weniger Glück und Julian konnte einen guten Schuss anbringen - Riley hatte also etwas zu tun. 

 

Beim Abbauen des Lockbildes entdeckten wir die Tauben rechtzeitig und ich konnte noch eine zur Strecke beitragen. 

 

Ferdinand durfte die - für ihn - neue Wildart kennenlernen und die Krähe herumtragen. Er hat das toll gemacht und eine Menge Spaß gehabt.


08.01.

 

 

 

Heute versuchten wir es wieder auf Krähen. Peaches saß mit uns im Schirm und genoss die Quality-Time ohne das Restrudel. 

Die Kälte war gut auszuhalten und wir übten uns in Geduld. Leider vergeblich, denn auch heute hatten wir keinen Anflug und konnten die Vögel nur in weiter Ferne sehen. 

 

Sehr schade, aber es war wieder ein toller Start in den Tag und die Hunde konnten das Toben im Revier genießen, während wir das Lockbild auf- und abbauten. 


06.01.

 

Der erste Jagdtag 2020 war etwas ganz Besonderes. Unser guter Freund Tom hat uns zum Gänsejagen mitgenommen. 

 

Es war früh, es war kalt und es war einfach wunderbar. Riley durfte mich begleiten und benahm sich wie immer vorbildlich. Wir mussten nicht langen warten und die ersten Gänse strichen über unsere Köpfe - doch leider allesamt in einer Höhe, bei der ein Schuss absolut sinnlos gewesen wäre. 

 

Lediglich ein einziger Vogel tat uns den Gefallen und strich tiefer über uns hinweg, leider fehlten wir alle drei und somit gab es heute nur ein gutes Frühstück und ein wunderschönen Sonnenaufgang