Jagden 2019


21.07.

Den Sonntag verbrachten die Burschen schon seit dem Vormittag auf dem Schießplatz – ja, warum ich es erwähne, weiß ich selbst nicht, es ist sowieso klar, wohin es ging…

Ich musste kurzfristig umplanen und zuerst ging es mit Mumble nach Hollabrunn in die Tierklinik zum Blut spenden für einen Rüden, der um sein Leben kämpft.

Nachdem die gute Tat vollbracht war und Claudia und ich wieder Hunde getauscht hatten, war die Sehnsucht doch schon groß und ich beschloss kurzerhand, zu Julian und dem Rest der Truppe nach Wiener Neustadt zu fahren, anstatt gleich in Richtung Revier. Also noch Spaß am Schießplatz gehabt, anschließend Kaffee und Eis beim Stammwirten und schon ging es wieder raus auf unsere Lieblingsplätze.

Tom begleitete uns diesmal und nachdem ich mit Peaches an der Deponie abgesetzt wurde, fuhren die Männer in den Schlag auf unseren neuen Bodensitz.

Peaches und ich richteten uns schnell ein und machten es uns gemütlich. Es war ruhig, sehr ruhig… bis leider ein paar Motorradfahrer die grandiose Idee hatten, auf der Bundesstraße, die durch das Revier führt, ordentlich Gas zu geben und keine 200 Meter von unserem Sitz extreme Unruhe zu schaffen.

Umso mehr freute ich mich über den Anblick eines einzelnen, sehr kräftigen Frischlings, den der Krawall nicht störte. Er marschierte auf die Wiese und schnabulierte genüsslich vor sich hin. Eineinhalb Stunden durfte ich ihn beobachten, während Peaches entspannt vor sich hindöste.

Julian und Tom hatten dafür sehr tollen Anblick – Schalenwild ohne Ende leisteten ihnen Gesellschaft und auch den Beginn der Brunft in Form zweier rivalisierender Böcke durften sie beobachten. Ein Schauspiel, das das Herz höherschlagen lässt und den Gedanken an einen Abschuss komplett in den Hintergrund drängt.

Es blieben heute also alle Finger gerade und wir ließen den Abend bei gegenseitigen Erzählungen der Anblicke ausklingen.

Es war wieder ein so unfassbar schönes Wochenende und ich freue mich jeden Tag, wenn das nächste näher rückt und uns wieder viel Zeit in der Natur verbringen lässt…


20.07.

Das gemeinsame Wochenende hat für uns diesmal ein bisschen später begonnen, da Julian Samstag noch fleißig gearbeitet hat. Die Hunde und ich haben den Tag zum Faulenzen genutzt und sind erst am Nachmittag losgefahren.

Diesmal ging es nicht ins „eigene“ Revier, denn Julian und ich hatten beide eine Jagdeinladung und so trafen wir uns zu viert bei der Jagdhütte in einem wunderschönen Revier nahe der Donau. Die Hunde konnten noch ein wenig herumflitzen und bekamen ihr Abendessen, bevor wir getrennt losfuhren und unsere Hochstände bezogen.

Julian saß an einem Feld und hoffte, den abnormen Bock, der in dieser Ecke bestätigt wurde, schießen zu können. Ich wurde von Tom in den Wald mitgenommen, wo wir auf Anblick hofften – ein Jahrling, Knopfbock oder auch ein Keiler wäre für mich frei gewesen.

Ein anderes Revier bringt auch anderen Anblick und ich freute mich sehr, ein paar Enten mit ihren Sprösslingen direkt vor uns im Gewässer beobachten zu können. Ein Marder versuchte sein Glück und zog hier eindeutig den Kürzeren gegen Mama Ente – sowas hautnah mitzuerleben, war schon ein Highlight und wir genossen den Anblick sehr. Natürlich hätte auch der Marder geschossen werden können, doch dieser war nicht lange zu sehen und so blieb der Finger gerade. Lediglich zwei Schüsse konnten wir in der Ferne hören.

Schalenwild bekam ich heute nicht vor die Büchse und wir baumten um 21:30 wieder ab, um zur Jagdhütte zurück zu fahren.

Dort angekommen staunten wir nicht schlecht, denn Julian und Flo waren bereits am Aufbrechen des Abnormen – ein Wahnsinnsbock. Julian hatte also mehr Glück als ich und die Freude über dieses Stück war ihm ins Gesicht geschrieben.

Bei gemütlichem Zusammensitzen durften Tom und ich an dem Erlebnis teilhaben, als wir dem Jagderlebnis von Julian lauschten. Natürlich ist die Freude über die Trophäe groß, doch das Wildbret wird nicht außer Acht gelassen und wird – wie alles bei uns – selbstverständlich verarbeitet.

Es war ein wahnsinnig toller Abend in allerbester Gesellschaft. Vielen Dank an Tom für die Einladung, ich freue mich schon auf’s nächste Mal!

Meinem Schatz kann ich nur nochmal ein kräftiges Waidmannsheil aussprechen, ich freue mich sehr für Dich und bin sehr dankbar, dass wir solch tolle Erlebnisse ohne jeglichen Neid teilen können.

 


14.07.

Am Samstag nach dem Training ging es direkt in die Firma, um einen neuen Bodensitz für den Schlag zu bauen. 

Da der Regen uns einen Strich durch die Rechnung machte, entschieden wir den Sitz nur aufzustellen und den Ansitz zu verschieben. 

Den Sonntag verbrachten wir mit Spaziergängen mit den Hunden und - wie so oft - auf dem Schießplatz. Das Wetter war besser, es blieb trocken und so machten wir uns am Abend auf den Weg ins Revier. 

Schon als wir zu unserem neuen Sitz marschierten, hatten wir Rotwild im Anblick. Schnell war alles eingerichtet und wir kamen mit dem Schauen gar nicht nach. 

Spießer, Böcke, Kahlwild und eine Geiß mit zwei Kitzen bescherten uns einen unvergesslichen Anblick und wunderbaren Abend. 

Obwohl kein passendes Stück dabei war, war die Stimmung einfach der Hammer und wir hätten das Wochenende nicht besser ausklingen lassen können. 

Die Kälte und der Wind ließen uns diesmal nicht ganz so lange ausharren und nach 2,5 Stunden beschlossen wir, wieder nach Hause zu fahren. 

Wieder einmal liegt ein wunderbares Wochenende hinter uns, die Hunde genießen es sehr so viel unterwegs zu sein und auch ich finde diese Tage immer wieder einfach nur fantastisch...


06.07.

Heute versuchten Julian und ich getrennt unser Glück und bezogen verschiedene Hochstände. 

Peaches begleitete mich und wir blieben mit Herrli per Wahtsapp in Kontakt. 

Ich hoffte, einen alten Bock oder aber einen Fuchs erlegen zu können. 

Tja, ein junger Bock trat kurz nach dem Aufbaumen aus und ich konnte ihn eine gute halbe Stunde beobachten. Als zwei starke Bachen mit ihren sieben Frischlingen kamen, sprang er ab und ich hatte die Rotte auch eine Zeit lang direkt vor der Nase. 

Mit dem Gucker wurde immer wieder der Waldrand kontrolliert, ob denn der Fuchs auftauchen würde. Dabei entdeckte ich ein Kalb, welches von der Mutter abgelegt wurde und auf ihre Rückkehr wartete. 

Weder der alte Bock noch der Fuchs machten mir den Gefallen und so war die Waffe schnell auf die Seite gelegt und ich genoss den Anblick in der Abenddämmerung. Auch Julian hatte heute "nur" Anblick und so fuhren wir ohne Waidmannsheil nach Hause. 

Es war wieder ein wunderbarer Abend in der Natur mit ihrer Stille, die einen absolut entspannen lässt. 


30.06.

Auch heute zog es uns Revier - nach dem Kontrollieren der Karten der Wildkameras war Julian nicht mehr zu halten und es ging los.

Eigentlich wollte ich heute das erste Mal alleine los, um mich auf einen Fuchs hinauszusetzen, doch der Bock auf der Kamera und Julian's Euphorie ließen mir keine Wahl, als ihn zu begleiten. Die 222er kam mit, falls ein Fuchs auftauchen würde, könne ich ihn schießen - im Nachhinein denke ich, ich hätte den Finger gerade gelassen, denn so einen Bock darf man sich nicht entgehen lassen. 

 

Zu Beginn mussten wir uns gleich über zwei jungen Burschen mit ihren Motocross-Maschinen ärgern, die (verbotenerweise...) durch den Wald bretterten. Leute ehrlich.. nehmt ein wenig Rücksicht und haltet euch vor Allem an Vorschriften. Eine Forststraße ist nicht für gelangweilte Jugendliche mit blöden Ideen und zu gutem Taschengeld da.

 

Naja jeden saßen wir also schlussendlich doch gut gelaunt in der Kanzel, warteten und schauten immer wieder durch die Gucker, scherzten und genossen den wunderbaren Sommerabend. 

Wieder einmal bekam Julian meinen Ellbogen in die Seite, als ich den Bock entdeckte, auf den wir warteten. Um 20:00 ist es taghell und ein Ansprechen absolut kein Problem. Ich schnappte mir den Gucker, um noch bessere Sicht zu haben und der Bock lag auch schon im Feuer. Waidmannsheil!

Alles zusammenpacken, abbaumen und direkt zum Bock, um einen ersten Blick auf ihn zu werfen, bevor wir das Auto holten. Verladen und ab zum Aufbrechen - mein Keilerchen bekam Gesellschaft. Wieder gab es Arbeitsteilung und wir waren noch früher fertig als zwei tage zuvor. 

Und da es eben noch recht früh und das Licht ausgezeichnet war, beschlossen wir unser Glück an einer anderen Stelle nun eben doch noch auf einen Fuchs zu versuchen. 

Statt dem Fuchs kam Hochwild und wir hatten traumhaften Anblick. Die Sauen lösten die Tiere und das Kalb ab und wir blieben sitzen, bis es dunkel war, bevor wir uns losreißen konnten. 

 

Was soll ich sagen - ein Wochenende ganz nach unserem Geschmack. Ich freue mich auf den Grillabend in bester Gesellschaft und kann künftige Ansitze nicht erwarten. 

 

Waidmannsheil, mein Schatz und danke für dieses tolle Wochenende!


28.06.

Nach den turbulenten Wochen hatte ich wieder einmal das Bedürfnis, am Abend rauszugehen. Gesagt, getan - wir packten unsere sieben Sachen und machten uns auf den Weg ins Revier. 

Als wir am Hochstand ankamen, erblickten wir eine Bache, die bereits auf der Kirrung stand. Aufgebaumt, alles eingerichtet und warten.

Heute dauerte es nicht lange und die uns bereits bekannte Rotte leistete uns Gesellschaft. Das Licht war perfekt und wir konnten die Tiere genau ansprechen.

Eine starke Bache, zwei Überläuferbachen und drei Überläuferkeiler. Wir entschieden uns, den schwächsten der drei Überläuferkeiler zu schießen und ich richtete mich nochmal genau ein, der junge Bursche stand breit und alleine. 

Ich war so konzentriert, dass ich - glaube ich - nicht einmal atmete und ließ den Schuss kommen... getroffen und das noch dazu ziemlich gut - ich war erleichtert und jetzt kam auch das Adrenalin. Julian freute sich ungemein für mich und wir warteten ein paar Minuten ab, bevor zusammenpackten und zum Anschuss gingen. 

Schweiß, viel Schweiß, hinein in Sträucher und Geäst.. und nach 20 Metern lag er da vor mir. Ich habe mein erstes Stück Schalenwild erlegt. Freude, Erleichterung, Erfurcht und Dankbarkeit - ich war einfach überwältigt.

Schnell geborgen und der letzte Bissen durfte natürlich nicht fehlen, bekam ich meinen Bruch überreicht und wir konnten noch ein paar schöne Bilder als Erinnerung machen. Auf den Pick Up verfrachtet ging es direkt zum Aufbrechen in die Kühlkammer. 

Ich schaute zu, versuchte mir alles zu merken und Julian erklärte mir jeden einzelnen Schritt ganz genau - immerhin will ich meine Stücke bald selbst aufbrechen können. Das Aus- und Abspritzen des Wildkörpers mit Wasser übernahm dann auch schon ich, der Boden der Aufbrechkammer und die Ladefläche vom Auto kamen auch noch dran und wir waren auch schon fertig mit allen Dingen, die so anstehen, nachdem ein Stück erlegt wurde.

 

Es war diesmal zwar ein kurzer, aber unfassbar schöner und vor Allem unvergesslicher Abend. 

Zu Hause warteten die natürlich die Eltern, um mir zum ersten Stück ein kräftiges Waidmannsheil zu wünschen und nach einer flotten Dusche, ging es zum Wirten, um ein Gläschen auf den Keiler zu trinken.

 

Ich bin unheimlich glücklich, mein erstes Stück mit diesem einen besonderen Menschen in meinem Leben erlegt haben zu können - solche Erlebnisse schweißen zusammen und die Leidenschaft verbindet. 

Vielen Dank, mein Schatz - Worte reichen gar nicht mehr aus, um zu beschreiben, wie wunderbar es mit Dir ist. 


19.05.

Es war wieder einmal Zeit - leider kommen wir trotz der Nähe zum Revier viel zu selten dazu, uns rauszusetzen... 

Also nach dem Grand Prix im Compak Shooting in Leobersdorf schnell nach Hause, eine Runde mit den Hunden und ab auf den Hochstand. 

Das Wetter war herrlich und wir hatten tollen Anblick - der junge Bock machte uns wieder die Ehre und auch zwei hochbeschlagene Gaisen konnten wir eine ganze Zeit lang beobachten. 

Auf einen passenden Bock warteten wir heute vergebens, hatten aber trotzdem wieder einen wunderbaren Abend und viel Spaß in trauter Zweisamkeit. 

Es war wieder einmal der perfekte Abschluss für ein grandioses Wochenende und ich genieße jede Sekunde. Danke, Schatz!!


01.05.

Der erste Mai - ein ganz wichtiger Tag für so ziemlich jeden Jäger. In Niederösterreich sind ab diesem Tag die Schmalspießer und Schmaltiere zum Abschuss frei. 

Natürlich hieß es auch für uns raus und das gleich zweimal. Der Wecker um 4.30 hat erstmal nicht zu meiner Begeisterung beigetragen, nach einem Kaffee und in der Jagdkluft war die Müdigkeit aber schnell verflogen und wir machten uns auf den Weg. 

Mehrere Rotten Sauen mit bis zu 18 Frischlingen und ein Fasan bescherten uns einen tollen Morgen, wir beobachteten und genossen die Stille der Natur auch ohne den Anblick von Rotwild. 

Den Tag verbrachten wir wieder am Schießstand, während Julian wieder bei einem Bewerb mitschoss, durften die Hunde natürlich abwechselnd raus und das Wetter genießen. 

Am Abend waren wir wieder pünktlich am Hochstand und wieder kamen die Bachen mit den Frischlingen. Jetzt war auch ein Überläuferkeiler dabei. Diesen und auch den Fuchs, der kurze Zeit vorher kam, entschieden wir uns nicht zu schießen, da wir auf Rotwild warteten. 

Die Rotte zog weiter zur nächsten Kirrung, wo Julian's Vater saß und ebenfalls wartete. 

Rotwild bekamen wir alle nicht zu sehen, doch leider fassten sich zwei große Bachen vor Werner's Hochstand einen Frischling und machten kurzen Prozess. Wir packten zusammen und fuhren hinüber, wo Werner und Ike den bereits verendeten Frischling nach einer kurzen Suche auch schon gefunden hatten. 

So endete der Abend für uns nicht wirklich schön und es blieb uns nur die Mitnahme von der kleinen Bache, die augenscheinlich gesund und gut genährt war. Gerade Frischlinge und Bachen werden in diesem Revier in Ruhe gelassen und nicht geschossen, umso trauriger war der Anblick der kleinen Sau...

 

Ja, auch das ist die Jagd... neben Hege und Pflege, Revierrunden und einfach nur warten, beobachten und genießen gehören auch solche Dinge zu unseren Aufgaben. Der Abschuss eines Tieres nimmt einen so geringen Prozentsatz ein, was viele Menschen leider nicht verstehen wollen oder können. 

Ich hoffe, dass wir den nächsten Ansitz wieder voll genießen können und die Bachen bei diesem Frischling eine unfassbar traurige Ausnahme gemacht haben. 


28.04.

Nach einem tollen Wochenende mit Workingtest für mich und einem Schießwettbewerb für Julian, ließen wir den Sonntag mit einem Ansitz ausklingen. 

Sehr schnell hatten wir Anblick.. Ein riesige Bache mit fünf Frischlingen und drei Überläufern kam auf die Lichtung, das Licht war perfekt und ich war sicher: heute komme ich zum Schuss. 

Ich richtete mich ein und wir warteten, konnten zwei der Überläufer als passend ansprechen. Als hätten sie es gewusst, standen sie entweder ständig spitz zu uns oder aber hintereinander. Julian entdeckte einen Fuchs - den zu schießen war wichtiger, als eine der Sauen.. also Gewehr gewechselt und die 222 schnell eingerichtet. Der Fuchs war weg, ich wartete und hoffte.. 

180 Grad gegenüberliegend auf der Wiese ließen sich die nächsten Schweine blicken - es war die große, uns schon bekannte Rotte. Also richtete sich auch Julian ein, wir saßen Rücken an Rücken und harrten der Dinge.

Der Fuchs kam nicht wieder und das Licht war mittlerweile so schlecht, dass die einzelnen Stücke der großen Rotte nicht mehr angesprochen werden konnten. 

So ein Schei** und wirklich schade, dass wieder keiner von uns Beiden einen Schuss anbringen konnte. Aber das ist die Jagd und wir gingen doch zufrieden und vor allem entspannt nach Hause.


22.04.

Unser langes Wochenende war der absolute Hit! Viel - sehr viel - gutes Essen, tolle Hunderunden mit Schwimmeinheiten, Schießstand und zum Abschluss gab es Montag Abend noch einen Ansitz. Das Wetter war, gut, etwas bewölkt und windig, nicht zu warm. 

Heute warteten wir etwas länger und hatten nach rund zwei Stunden tollen Anblick. Eine Schmalgais und eine führende zogen zur Kirrung auf der Wiese. 

Alles eingerichtet, Plätze getauscht und jetzt saß ich da und wartete, bis die Schmale gut stand... es kam mir wie eine Ewigkeit vor, mal hatte ich genau den Steher der Kirrung und mal die führende Gais vor oder hinter "meiner". Um einen sicheren Schuss anzubringen, stand sie nie lange genug allein und breit da, also blieb der Finger gerade - wenn uns Franz im Kurs eines eingetrichtert hat, dann war es: nicht schießen, bevor man nicht ganz sicher ist. Es hätte heute zwar gepasst, nur leider hat mir die Gais selbst einen Strich durch die Rechnung gemacht. 

Wir blieben, nachdem die Rehe wieder in den Wald zogen, noch weiter sitzen und hofften auf die große Rotte Sauen vom letzten Mal. Wir wurden nicht enttäuscht und es wimmelte nur so.. das Licht wurde ob der Wolken immer schlechter, es war ein Gewusel und nie stand ein Überläufer alleine, um schießen zu können. Also blieb auch jetzt der Finger gerade und wir packten nach einer Weile langsam zusammen. 

Ich war schon ein wenig geknickt, dass ich keinen Schuss anbringen konnte, aber es war sicher die richtige Entscheidung, mir hier keinen Stress zu machen und eventuell einen schlechten Treffer zu riskieren. 

 

Wenn nur jedes Wochenende so sein könnte, das wäre doch echt perfekt!

Danke Schatz für diese tollen gemeinsamen Tage...


16.04.

Kaum sind die Schnepfenstriche vorbei, sind auch schon die Jahrlingsböcke und Schmalgaisen frei. Also ging es gleich raus ins Revier - für alle Fälle durfte Peaches mitkommen und im Auto warten. 

Wir hatten auch recht schnell Anblick.. ein sehr gut veranlagter Jahrling äste am Gegenhang, zu gut veranlagt um ihn jetzt zu schießen, also blieben wir noch etwas sitzen und genossen die Stille.

Bevor es nach Hause ging, fuhren wir noch etwas weiter und bezogen einen anderen Hochstand in der Hoffnung auf Sauen. Wir wurden nicht enttäuscht und ziemlich bald hatten wir eine riesige Rotte mit einigen starken Bachen, Überläufern und auch Frischlingen im Anblick. Wir warteten, versuchten einen Überläuferkeiler zu finden, doch waren uns nie ganz sicher, also beobachten wir das Treiben eine Weile, bis die Rotte weiterzog.

Unsere Geduld auf einen starken Keiler zu warten hat sich nicht ganz ausgezahlt - er kam zwar, zog aber sehr schnell über die Wiese und direkt in den Wald. 

Der erste Ansitzabend brachte uns also eine Menge Anblick, aber kein Waidmannsheil. Wir haben Zeit und Geduld, genießen die Abende und die Zeit in der Natur. Es gibt nichts Besseres als den Alltagsstress loszuwerden und die Seele baumeln zu lassen. 

 

Vielen vielen Dank mein Schatz, ich freu mich jedes Mal, wenn wir gemeinsam unserer Leidenschaft nachgehen. 


07.04.

Heute probierte ich es mit einem anderen Stand, in der Hoffnung etwas mehr Glück zu haben. 

Vergebens, nach 35 Minuten warten trafen wir uns wieder bei den Autos und so habe ich in meiner ersten Saison leider keinen Schnepf erlegen können. 

Bis zum 15.4. könnten wir noch rausgehen, zeitlich geht es sich aber nicht mehr aus und so endet es für die Schnepfen heuer 3:0 gegen mich.

 

Wir möchten uns bei allen Revieren für die Einladungen bedanken, es waren immer tolle Abende in bester Gesellschaft und wir hoffen, dass wir uns nächstes Jahr wieder zusammenfinden können um erneut unser Glück zu versuchen. 


06.04.

 

 

Ein herrlicher Abend, tolles Wetter und eine Wahnsinnsstimmung... Marie war unfassbar brav und hat - glaube ich - nicht einmal geatmet, so still war sie heute beim Warten. 

Aber auch heute hatten wir keinen Anflug und so gab es für die kleine Maus nichts zu tun. 


05.04.

 

 

Auch heute ging es wieder raus. Peaches begleitete mich Marie durfte mit meiner besseren Hälfte warten. 

Leichter Regen, ein wenig Nebel und kaum Wind - eigentlich perfekt für einen Schnepfenstrich. 

Leider warteten wir wieder ohne Erfolg und kehrten ohne Waidmannsheil beim Wirten ein. 


03.04.

 

 

Täglich grüßt das Murmeltier :-)

Nach der Arbeit schnell zum Tierarzt,um Bisquit anschauen zu lassen - sie wird nächste Woche Montag operiert - und gleich weiter ins Revier. 

Heute war auch Claudia mit Mumble dabei, um einmal ein wenig Jagdluft zu schnuppern. 

Nur zwei Enten strichen über unsere Köpfe und so konnte sich Mumble von Mama Peaches abschauen, wie man denn geduldig wartet und den Himmel beobachtet. 

Wie immer ging es wieder zum Wirten, gutes Essen, nette Gesellschaft und dementsprechend viel Spaß waren angesagt...


02.04.

Neuer Tag, neues Revier, neuer Versuch... 

Heute waren wir wieder in einem neuen Revier - und ein unfassbar schönes ist das gewesen!

 

5 Schützen, zwei Hunde - Marie und Riley - stellten sich auf und warteten, heute recht lange sogar, bis sich etwas tat. 

Im Augenwinkel sah ich zwei Vögel ganz knapp an mir vorbeistreichen, doch es waren Enten und so hieß es: Finger gerade. 

Es fiel kein Schuss, die Hunde hatten nichts zu tun, waren aber wieder ausgesprochen brav, ja sogar Marie.. 

Ein schnelles Abendessen beim Heurigen und ab nach Hause, damit wir wieder fit sind für den kommenden Tag - und dann darf auch Peaches mal wieder mit raus..

Vielen Dank für die Einladung, es war ein toller Abend!


31.03.

Nach einem tollen Tag am Schießstand in Wiener Neustadt und einem kurzen Schläfchen am Nachmittag - Sonntag darf das auch mal sein - fand sich eine größere Gruppe beim Wirten ein und gemeinsam ging es ins Revier. 

Schnell waren wir alle aufgestellt, ich legte Riley ein paar Meter vor ab, Marie war heute ein wenig hibbelig und musste deswegen am Bein sitzen.

Wir warteten und warteten... und dann fielen zwei Schüssen bei unserem linken Nachbarn, kurz darauf einer im rechten Eck. 

Ich bleib noch eine Weile stehen, hatte aber heute leider keinen Anflug. Also die Mädels geschnappt und rauf zu den Burschen, die schon eifrig mit Taschenlampen am Suchen waren. Beide Hunde von der Leine und ab in die Suche - Marie kommt hier einfach ihre geringe Größe zu gute und sie war innerhalb weniger Sekunden mit dem Schnepf wieder da. Unschlagbar die kleine Maus - zumindest was die Suche nach kleineren Vögeln betrifft. 

Na vielleicht kann unsere Schnepfenkönigin heuer auch noch meinen ersten finden, wir werden sehen...


30.03.

 

 

 

Nach zwei Tagen Pause war es ja wirklich schon wieder dringend Zeit, ins Revier zu fahren :-)

Riley und Marie duften mit, wir waren heute nur 3 Schützen und konnten auch 3 Schnepfen sehen, Schuss fiel aber heute in unserer kleinen Runde keiner und wir genossen einen fantastischen Sonnenuntergang...


27.03.

Momentan ist es Standard, dass wir sofort nach der Arbeit ins Revier unterwegs sind. 

Bisquit und Marie durften heute mit - wir bekamen den gleichen Stand wie gestern. Und wieder fielen um uns herum Schüssen...

Zwei Schnepfen konnte ich heute sehen, die waren aber weit entfernt und so blieb mein Finger auch heute gerade. 

Kurz vor Ende des Büchsenlichts schrieb ein Jagdkollege, er würde meine Hunde brauchen. Also Waffe gebrochen und nach vorne zum Schilfbewuchs hinter der Jagdhütte. Er war nicht sicher, ob der Schnepf gefallen war, also schickte ich Marie in die Dunkelheit - sie ackerte wieder das gesamte Gelände um, diesmal leider ohne Erfolg. Nachdem insgesamt 5 Hunde an der Nachsuche beteiligt waren, gehen wir davon aus, dass der Schuss doch daneben ging und heute machten wir keine Strecke. 

Zusammensitzen, Schmäh führen und leckeren Kuchen kann man aber auch so genießen :-)


26.03.

Und wieder ging es nach dem Büro sofort ins Revier. 

Riley durfte mich diesmal begleiten und ihre Freude war nicht zu übersehen. 

Wir bekamen einen besonderen Stand und schnell fielen bei unseren Nachbarn die ersten Schüsse. Ich machte mich bereit, Riley war hoch konzentriert... Und wieder hatten wir keinen Anflug, es ist wie verhext :-)

Insgesamt lagen drei Schnepfen auf der Strecke, ein Waidmannsheil an die beiden Schützen!

Der Abend war für mich auch ohne Erfolg wieder wunderbar und wir genießen diese Zeit sehr!!


25.03.

Die Hunde denken langsam aber sicher, dass wir jetzt im Auto wohnen - wir sind so viel unterwegs, dass wir momentan tatsächlich nur zum Schlafen nach Hause kommen :-)

Heute durfte mich Peaches begleiten.. sie kam in letzter Zeit eigentlich immer zu kurz und so war schnell klar, dass heute der alte Hase dabei sein darf. Wir starteten mit einer Nachsuche auf einen getroffen geglaubten Schnepf vom Vortag - gefunden hat Peaches nichts, aber sehr brav und ausdauernd gesucht. 

Dann bezogen wir schon unsere Stände und es dauerte nicht lange und mein Nachbar gab den ersten Schuss ab - gefehlt... wir warteten weiter, Peaches lies den Himmel nicht mehr aus den Augen. Es war so stillt, man hätte eine Stecknadel fallen gehört... und da aus der Stille der Abenddämmerung hörte ich zwei Schnepfen.. sie strichen den Waldweg entlang hinaus auf die Wiese. Leider habe ich mit beiden Schüssen gefehlt und so ging es wieder ohne Jagderfolg nach Hause...


24.03.

Heute war Marie's Tag. Kein anderer Hund war mit uns, nur sie und sie hat es genossen. 

Den Vormittag verbrachten wir in Ungarn am Schießstand, was Marie natürlich schon besonders gefallen hat. 

Beim Mittagessen durfte sie auch dabei sein und natürlich mitnaschen und nach einem kurzen Schläfchen am Nachmittag ging es auch wieder ins Revier. 

Leider hatten wir heute keinen Anflug, der Wetterumschwung ist nicht zu übersehen und so blieben die Finger heute gerade und Marie hatte nichts zu tun. 

 

Das tat unserer Stimmung aber wie immer keinen Abbruch und wir genossen einen lustigen Abend beim Wirten..


23.03.

Nachdem Riley den Wesenstest und Formwert mit Bravour gemeistert hat, machten wir uns auf den Heimweg und wie gewohnt wurde gleich mal rumtelefoniert - kurz die Zeit berechnet, Riley und Ferdinand bei Mama abgeliefert und eine Punktlandung beim Wirten hingelegt - allerdings ohne Waffe, da ich nicht auch noch nach Mödling fahren wollte..

 

Marie durfte mit, da die zwei Oldies bereits seit Freitag bei Claudia waren :-) 

 

Und heute ging es so schnell, dass es eigentlich noch immer unglaublich ist. Keine 10 Minuten gestanden, strich der erste Schnepf. Kurz darauf fiel der erste Schuss und der Schnepf lag - irgendwo im dichten, dornigen Bewuchs. Also Marie schnell losgeschickt und abgewartet. Ich konnte sie weder sehen, noch hören und plötzlich stand sie wieder vor mir, mit dem Schnepf und einem Strahlen im Gesicht. 

Dieser Hund ist einfach grenzgenial und auf Flugwild derart verlässlich, dass die anderen Mädels momentan ein wenig zu kurz gekommen sind, was die Schnepfenstriche betrifft. 

 

Das Gläschen Wein hat anschließend besonders gut geschmeckt und auch das Essen war wieder ein Traum.


21.03.

Heute waren wir für diese Saison das erste Mal in unserem eigentlichen Schnepfenrevier. 

 

Marie und Bisquit durften mitkommen - unsere kleine Meisterhundeführerin Sophie hat die Beiden super im Griff gehabt und ich musste nicht aufpassen, was sie so treiben, sehr angenehm!

Insgesamt 3 Schnepfen bekamen wir zu sehen, ich konnte keinen Schuss anbringen, da alle zu weit entfernt waren. Mein Nachbar fehlte leider und so gab es für die Hunde nichts zu tun. 

Naja, die Schnepfen sind da - wir haben lange nicht mehr so viele gesehen wie heuer. Und bald wird's auch klappen, da bin ich sicher. 

Ich freue mich jedenfalls auf die weiteren Abende und bedanke mich für die Einladung.


17.03.

Nachdem wir den Morgen für ein Fotoshooting mit Ferdinand genutzt haben und anschließend den Tag am Schießplatz in Wiener Neustadt verbracht haben, ging es danach sofort weiter ins Revier, um es erneut auf die Schnepfen zu versuchen. 

Riley war noch etwas müde vom Workingtest und so durfte mich wieder Marie begleiten. 

Wieder war sie superbrav und hat nichts verpasst. 

Drei Schnepfen konnten wir sehen, einen Schuss konnten wir heute aber nicht anbringen. 

Das gemeinsame Abendessen beim Wirten war wieder lecker und lustig - in dieser Gesellschaft ist es einfach immer der Hammer und man bleibt länger sitzen, als geplant :-)


15.03.

 

Heute durfte mich Marie begleiten - wieder ging es auf die Schnepfen raus. 

Bei leichtem Regen bezogen wir unsere Stände und warteten. Marie war sehr artig und ruhig, aber nichts entging ihr. 

Leider hatten wir auch heute keinen Anflug und so fuhren wir wieder ohne Waidmannsheil nach Hause. 

Es war trotzdem abermals ein netter Abend, den wir sehr genossen haben. 


10.03.

Heute Abend ging es in ein neues Revier. Und nachdem Riley in Sopron so gut lief, durfte sie mit raus und mit uns auf die Schnepfen warten. 

Und heute Abend war viel los - zehn Schnepfen konnten wir sehen. Ich Depp hatte leider vergessen, die Waffe zu entsichern und so entwischte der erste Vogel gleich mal, den zweiten habe ich gefehlt und auch mein Nachbar hatte kein Glück. 

 

Riley war sehr brav und ruhig, hat alles beobachtet und hat sich ausgezeichnet benommen. Auch ohne Waidmannsheil hatten wir einen lustigen Abend beim Wirten.

Es war eine ganz wunderbare Zeit in toller Abendstimmung und bester Gesellschaft. Burschen, bei Euch bleibt kein Auge trocken! Danke für die Einladung.


05.03.

Wieder ging es raus auf Schnepfen. Heute durfte mich Peaches begleiten und sie hat sich vorbildlich benommen. Das Wetter war uns gnädig, kein Wind und keine Wolke am Himmel - dafür war es ein wenig kälter als gestern.

Viele, viele Enten bekamen wir zu sehen und auch eine Fledermaus, aber mit den Schnepfen hatte ich wieder kein Glück. 

Bei den Nachbarn fielen Schüsse  und am Ende lag ein Schnepf auf der Strecke, Waidmannsheil dem Schützen!!

Es war auch heute wieder ein netter Abend und ich hoffe, dass ich noch öfter kommen kann, um den Abend in diesem herrlichen Revier verbringen zu können - vielen Dank für die Einladung!


04.03.

Heute waren wir am ersten Schnepfenstrich – die Jagdsaison 2019 ist somit eröffnet!

Nach der Arbeit ging es direkt ins Revier, eine kleine Runde mit den Hunden gedreht, die Jagdkarten und Einzahlungen wurden kontrolliert und schon ging’s los.

Bisquit – die ja nicht mehr auf die großen Jagden mitkommt und trotzdem nicht zu kurz kommen soll – und ich wurden von einem Jagdkollegen begleitet, da es für mich der erste Schnepfenstrich als Schützin war. Der starke Wind machte es etwas unangenehm und gesehen haben wir heute Abend auch nichts.

Ein paar Chancen haben wir noch, also bleiben wir geduldig und freuen uns auf die weiteren Abende!

 

Vielen Dank für die Einladung, es war ein schöner Abend in netter Gesellschaft – ich glaub, wir haben ein neues Stammrevier gefunden…