Jagden 2017


30.12.2017

Die letzte Jagd fand heuer in unserem neu gewonnen Revier statt.

Wieder ging es durch Wäldchen und Windschutzgürtel, dichten Bewuchs und kurze Wiesenstücke.

Die Mädels hatten abermals viel in Sachen stöbern zu tun - zu apportieren gab es heute nur für Peaches einen Hasen. Bisquit hat trotzdem gute Arbeit geleistet und sich leider im Eifer des Suchens die Rutenspitze komplett blutig geschlagen - arme Maus, sie wurde gleich versorgt, als wir nach Hause kamen.

Auf der Strecke lagen 16 Hasen, 8 Fasane und 1 Eichelhäher.


16.12.2017

Wir durften dank unserer Trainerin Claudia in ein neues Revier mitkommen!

Eine etwas kleinere Jagdgesellschaft - aber definitiv nicht weniger lustig - hat uns empfangen und nach einem guten Frühstück ging es los ins Revier.

Wir trieben durch Windschutzgürtel, Wäldchen und dichte Stauden. Die Hunde hatten beim Stöbern gut zu tun und beide Mädels konnten einen Hasen apportieren.

Zu Mittag kehrten wir alle - wenn auchdurchgefroren - gesund zum Treffpunkt zurück und liesen den Jagdtag bei netten Unterhaltungen schön ausklingen!

Auf der Strecke lagen heute 10 Hasen und 6 Fasane. Wir bedanken uns für die Einladung und natürlich bei Claudia für das entgegen gebrachte Vertrauen, wir haben unser Bestes gegeben.


09.12.2017

Auf ging es zur letzten Jagd für heuer in unserem wunderschönen Stammrevier im Burgenland - die Gstettnjagd durch die Schottergruben stand am Programm und ist jedes Jahr das Highlight.

Im ersten Trieb liefen wir in der Mitte der Linie direkt durch die Gstettn, hier konnte Bisquit zwei Hasen reinholen, Peaches blieb an der Leine und durfte im zweiten Trieb, bei dem wir am Hang marschierten ebenfalls zwei Stück apportieren.

Weiter ging es im dritten Trieb an der rechten Flanke der Linie außerhalb der Schottergrube, beide Mädels konnten am Ende dieses Triebes je einen Hasen bringen.

Wieder in der Mitte der Linie beim vierten Trieb gab es außer stöbern nichts für Bisquit und Peaches zu tun und wir stärkten uns während einer kleinen Mittagspause, bevor es zum letzten Trieb auf einer Begrünung dem Ende des Jagdjahres in diesem Revier zuging. Die Hunde hatten nochmal richtig zu tun und beide konnten nochmal je zwei Hasen nach Hause bringen.

 

Auf der Strecke lagen am Ende des Tages 93 Hasen, ein Fuchs und eine Ente. Traditionell ließen wir den Tag beim gemeinsamen Schüsseltrieb ausklingen und nahmen Abschied voneinander, bis wir uns nächstes Jahr hoffentlich alle gesund und munter wiedersehen werden.

 

Ein wenig wehmütig bin ich hier jedes Jahr, wenn wir das letzte Mal nach Hause fahren. Nach 12 Saisonen gehören wir zur Familie und es haben sich viele Freundschaften entwickelt - die meisten meiner Hunde wurden in diesem Revier eingejagt und doch war es heuer ein wenig anders, da ich nach 5 Jahren das erste Mal wieder ohne Spaniel jagen musste.

Auch Marie wird nächstes Jahr wieder dabei sein dürfen und wir freuen uns schon jetzt auf die kommende Saison!


08.12.2017

Heute waren wir in Tschechien! Es war irgendwie eine Familienjagd - Vicky's Papa war als Schütze geladen und hat uns Mädels mitgenommen. Natürlich dabei waren Bisquit und Peaches, sowie Carla - die Welsh Springer Spaniel Hündin von Vicky - und unser Franz.

Die Schützen wurden aufgestellt, Vicky und ich durften in der gleichen Reihe stehen - die restlichen Hundeführer platzierten sich ungefähr 20 Meter hinter uns in einer weiteren Linie.

Wir standen beide Triebe über auf unseren Plätzen, die Fasane wurden über Hügel mit Wäldchen und dichtem Unterholz zu uns getrieben. Zum Fotografieren blieb mir diesmal keine Zeit, die Hunde hatten viel zu tun und ich kam kaum nach, ihnen die Fasane abzunehmen.

Peaches sorgte dafür, dass die Vögel, die weiter entfernt in den Wald oder in den Bachlauf fielen reinkamen, Bisquit kümmerte sich um die kürzeren Apporte.

Zu zählen habe ich irgendwann aufgehört, geschätzt haben meine beiden Mädels gemeinsam ca. 80-90 Vögel apportiert und waren auf der Heimreise entsprechend müde :-)

 

Wieder haben wir viel Lob bekommen und bereits eine Einladung für nächste Saison, das freut mich sehr!

Es war ein toller - wenn auch ganz anderer und vor allem sehr anstrengender - Jagdtag, wir bedanken uns für die Einladung!


02.12.2017

Ein vorletztes Mal ging es mit Bisquit und Peaches ins Stammrevier im Burgenland.

Wir wurden von einer wunderschönen - noch in Nebel verhüllten - Winterlandschaft empfangen. So schön das auch für unser Auge sein mag, zum Jagen sind es nicht die besten Wetterbedingungen, aber bekanntlich kommen nur die Harten in den Garten und somit saßen wir nach einem deftigen Frühstück auf dem Hänger und es ging los.

 

Der erste Trieb führte uns zu Beginn gleich durch einen Windschutzgürtel auf eine offene Begrünung. Bei diesem Trieb kreuzt die Jagdgesellschaft immer zwei Bundesstraßen, somit ist Vorsicht geboten. Peaches blieb an der Leine und Bisquit konnte gleich mit vier Apporten auf angeschossene Hasen punkten.

Weiter ging es beim zweiten Trieb durch ein kleines Wäldchen wieder auf einen Acker - wir liefen diesmal an der linken Flanke. Peaches durfte im hohen Bewuchs stöbern und hier konnten beide Mädels je zwei Hasen nach Hause holen. Anscheinend wurden meine zwei "alten" Damen von der Schnee- und Winterfreude gepackt und haben sich in Kreativität ausgezeichnet. Hauptsache, sie haben Spaß!

 

Nach einer kleinen Pause durften wir beim dritten Trieb mit zu den Vorstehern und dem Jagdleiter Gesellschaft leisten - außer Kälte war aber nix, die Mädels mussten sich in Geduld üben und bekamen keine Apporte.

Über ein weiteres Feld führte uns der vierte Trieb, wir liefen im rechten Eck, diesmal war Bisquit an der Leine und Peaches konnte zwei Hasen schön ausarbeiten.

 

Zum Schluss wurde noch ein Windschutz durchgetrieben, wir durften an der Flanke am Acker entlang laufen und hier bekamen beide Mäuse noch je einen Hasen - Peaches eine Suche im Windschutz und Bisquit einen angeschossenen Hasen am Feld, der noch sehr mobil war.

Die Kälte hat uns einiges abverlangt, auch das Handy hat diesmal schnell aufgegeben - deswegen gibt es nur ein paar wenige Bilder.

 

Bisquit und Peaches haben beide wieder verlässlich gearbeitet und wir haben wieder Lob eingeheimst.

Am Ende lagen 100 Hasen, 5 Hahne und eine Henne (krank und vom Hund gefunden) auf der Strecke.

 

Ein paar Jagden erwarten uns wohl heuer noch, wir freuen uns sehr und trotzdem der Kälte mit aller Kraft!


26.11.2017

Ein weiterer wunderbarer Jagdtag liegt hinter uns. Unser Stammrevier im Burgenland begrüßte uns mit eisigem Wind und bedecktem Himmel - aber das Wetter hielt durch und wir blieben trocken.

Heute war wieder ein kleiner Stamperer auf Flugwild angesetzt. Für Bisquit und Peaches hieß es stöbern, stöbern und nochmals stöbern.

 

Dick eingepackt ging es los, direkt vom Treffpunkt aus machten wir uns zu Fuß auf den Weg in den ersten Trieb, der in einem kleinen Wäldchen begann und uns durch Kukuruz auf offene Felder und Äcker führte - am Ende wurde ein weiteres Wäldchen umstellt. Gleich zu Beginn konnte meine Nachbarschützin einen Hahn schießen, den die Hunde aufgrund der eingeschränkten Sicht durch den hohen Bewuchs nur mit den Ohren markieren konnten. Peaches war die Schnellste und konnte den Vogel gut ausarbeiten.

Weiter ging es über ein Feld, hier gab es für meine Mädels nichts zu apportieren, ihre Aufgabe im Stöbern haben beide Hunde den ganzen Nachmittag über sehr gut erfüllt!

Im dritten Trieb liefen wir an der Flanke entlang eines Feldes mit hohem Bewuchs. Gegen Ende des Treibens konnte Bisquit Hahn ausarbeiten, der am Acker niederging und eigentlich von einem der Vorsteher apportiert werden sollte - die Hündin nahm den Hahn zwar auf, ließ ihn aber nach einigen Metern fallen und ich schickt Bisquit auf ungefähr 90 Meter voran. Bei solchen Apporten sieht man die Erfahrung der Hunde - das alte Mädel hat schön mit dem Wind gearbeitet und der Hahn war schnell in meiner Tasche.

 

Trieb Nummer vier ging durch einen Windschutz, wir liefen erneut an der Flanke mit. Ein Hase kreuzte uns, ein Schuss fiel - wir waren nicht sicher, ob er auch nur weich getroffen wurde, denn er verschwand hinter einem Hochstand in einer Begrünung. Also lief ich mit den Mädels los zur Nachsuche, welche wir nach 15 Minuten leider erfolgslos aufgeben mussten, um die Gruppe nicht zu verlieren.

Bevor es zum Schüsseltrieb ging, marschierten wir noch durch einen letzten Windschutz, bei dem wir wieder nichts zu tun hatten.

 

Am Ende hatten wir mit 4 Hasen, 9 Hahnen, 2 Wildenten, 3 Tauben und einem Eichehäher eine sehr bunte Strecke und ein toller Jagdtag in netter Gesellschaft ging dem Ende zu.

Wir bedanken uns, dass wir auch auf den kleinen Jagden im engen Kreis dabei sein dürfen - nach 12 Jahren hat man das Gefühl, zur Familie zu gehören. Einfach schön!


18.11.2017

Erneut zog es uns in unser Stammrevier. Das Burgenland begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein und kaltem Wind - ein herrlicher Jagdtag sollte es werden!

Nach einem deftigen Frühstück ging es los zu den drei großen Trieben der zweiten Kreisjagd in diesem Jahr. Ich hatte Bisquit und Peaches dabei und die beiden Mädels durften sich abwechseln, sodass es immer fair war.

Im ersten Trieb blieb Peaches an der Leine und Bisquit durfte arbeiten. Wir stellten uns bei einem Acker auf und warteten, bis die Hälfte unserer Gruppe den angrenzenden Windschutz durchstöbert hatte. Noch ganz entspannt und auf Standby entdeckte ich einen Hasen, der zwischen mir und dem rechten Schützen durchlief - Bisquit's erster Apport für diesen Tag. Der zweite folgte ziemlich bald, als ein Hase im Raps geschossen wurde, noch bis auf den Acker weiterlief und dort zum liegen kam. Es war für Bisquit ein Blind auf ungefähr 80 Meter, dass sie sehr schön ausgearbeitet hat. Währenddessen wurde ein weiterer Hase angeschossen, auf den ich Peaches geschickt habe, die sofort die Hatz aufnahm. Da ein Schütze aber meinte, ein weiteres Mal auf den Hasen schießen zu müssen (und noch dazu fehlte...), während mein Hund einen guten Meter dahinter war, rief ich Peaches ab und sie kam ohne Stück zu mir zurück - kein Stück Wild ist es wert, den Hund zu gefährden, das sollten sich auch langsam manche Schützen hinter die Ohren schreiben. Der Hase war angeschossen, Peaches hätte nicht abgelassen bevor sie ihn nicht gehabt hätte - da noch einen Schuss hinterherzusetzen ist schlichtweg unnötig.

 

Im zweiten Trieb liefen wir an der Flanke mit und Peaches durfte im Windschutz stöbern. Ein Hase wurde am Acker geschossen, hier durfte Bisquit los - Peaches war ja im Windschutz beschäftigt. Ein weiterer Hase wurde in unserer Ecke geschossen, das war Peaches' erster Apport für diesen Tag.

Die Hunde waren schon merklich müde vom Stöbern und den langen Strecken, aber einen Trieb gab es noch zu meistern.

 

Im dritten Trieb wechselte ich die Hunde nach jedem Apport, Bisquit durfte beginnen und konnte gleich am Anfang des Triebes einen angeschossenen Hasen über eine kurze Strecke verfolgen und erfolgreich abfangen. Hase Nummer zwei für das alte Mädel war ein kurzer Apport aus den Rüben und Nummer drei ein Blind auf ungefähr 50 Meter aus den Rüben auf einen Acker.

Auch Peaches bekam drei Retrieves und hat ebenfalls sehr sauber gearbeitet. Zwei Stück konnte sie nach einer kurzen Hatz abfangen, der dritte Hase kam nach kurzer Flucht am Acker zum liegen.

 

Es war ein wunderbarer - eigentlich perfekter - Jagdtag in grandioser Gesellschaft und mit einer wahnsinnig guten Stimmung ließen wir den Tag beim gemeinsamen Schüsseltrieb ausklingen.

Die Strecke von insgesamt 294 Hasen und zwei Fasanen setzt diesem gelungenen Tag noch das Krönchen auf.

 

Meine zwei alten Mädels haben ihre Sache ausgezeichnet gemacht, wir haben viel Lob von den Schützen bekommen, das freut mich natürlich ganz besonders. Es macht so viel Spaß mit diesen beiden Hunden auf die Jagd zu gehen und ihnen bei der Arbeit zuzusehen.

Ich kann die nächsten Jagdtage kaum erwarten!


05.11.2017

Sonntag zu Mittag ging es für den Nachmittag zu einem Fasanstamperer ins Stammrevier im Burgenland. Eine etwas kleinere Gruppe von Schützen und Hundeführern traf sich und wir brochen bei strahlendem Sonnenschein und kaltem Wind auf.

Es ging durch Windschutzgürtel, Wäldchen, über Äcker und Brachen.

Bisquit und Peaches haben gut gearbeitet, heute blieb es aber beim Stöbern - zu apportieren gab es nichts für meine Mädels.

Die eingesetzten Hunde waren diesmal auch sehr gut abgeführt und es machte wieder Spaß, den Vierbeinern bei der Arbeit zuzusehen.

Nach 4 Stunden war die Jagd vorbei und es lagen elf Hahne und ein Hase auf Strecke. Den Fuchs, der bereits vor Beginn des ersten Triebes über die Brachen lief, bekam leider keiner der Schützen vor die Flinte.

 

Wir bedanken uns für den wieder einmal wunderbaren Jagdtag in guter Gesellschaft! Es freut mich ganz besonders, dass die Schützen, die uns schon mehrere Jahre kennen sich heute - wie auch auf den letzten Jagden in diesem Revier - nach Marie erkundigen und immer wieder erwähnen, dass es ohne die braune Maus doch fast ein wenig langweilig ist :-)


28.10.2017

Es war Zeit für die erste Kreisjagd in unserem Stammrevier! Bei starkem Wind und doch etwas niedrigeren Temperaturen machten wir uns auf den Weg ins Revier. Bisquit und Peaches haben mich wieder begleitet und haben den ganzen Tag über sehr gut gearbeitet.

Insgesamt liefen wir drei große Triebe über Felder, Äcker und Begrünungen, geschossen wurde Hase und Fasanhahn. Beide Mädels haben abwechselnd brav gestöbert.

 

Im ersten Trieb konnte Peaches einen Hasen apportieren, ein zweiter wurde leider gefehlt und so gab es für Bisquit nichts zu tun.

Dann hatten wir etwas mehr Glück und im zweiten Trieb gab es dann doch etwas mehr Arbeit. Für Peaches gab es zwei Apporte, für Bisquit drei Hasen. Auch im letzten Trieb durften beide nochmal ran und je einen krankgeschossenen Hasen nach Hause bringen. Es gibt nichts Schöneres, als wenn Schützen die Hunde loben "mit DEINEN Hunden macht das Jagen Spaß und Sinn!"

 

Wir bedanken uns für die Einladung und die disziplinierten Schützen, es war - trotz manch anderem, nicht gut abgeführten Hund - ein sehr schöner Jagdtag mit toller Stimmung!

Am Ende lagen 265 Hasen und 5 Hahne auf der Strecke.


14.10.2017

Die erste Niederwildjagd stand am Pogramm. Mit Bisquit und Peaches ging es ins Burgenland in unser Stammrevier, gejagt wurden Fasane und in einem Trieb auch Hasen.

Der erste Trieb ging durch einen Windschutz - wir liefen außen an der linken Flanke. Weiter ging es über Felder und lange hatten meine Mädels absolut nichts zu tun.

Nach der Mittagspause war der nächste Windschutz dran und wir liefen abermals an der linken Flanke zwischen den ersten beiden Schützen. Wieder nichts zu tun, bis am Ende vom Trieb einer der Vorsteher meinte, ein schwerkranker Hahn sei im Rapsfeld niedergegangen - also los zur Nachsuche und Peaches hatte den Vogel schnell gefunden.

 

Weiter durch Raps, Windschutz und beim letzten Trieb ob der mittlerweile fehlenden Motivation beim Vorstehen dabei, blieb es heute bei nur einem Apport für Peaches.

 

Es ist sehr schade, dass die schönen Jagdtage mittlerweile unter grottiger Hundearbeit leiden - es muss nicht sein, dass 7 (!!!) Hunde auf ein Stück Wild laufen und drei Hunde am Ende dran hängen und keiner loslässt. Statt eine Quersuche zu machen, wird aufgeritten und gepöbelt, das ist gerade am Hänger ein absolutes No-Go, leider immer häufiger zu sehen.

Nichtdestotrotz bedanken wir uns für die Einladung und hoffen für die nächste Jagd auf weniger und vor allem bessere Hunde in den Trieben.

Auf der Strecke lagen am Ende des Tages 11 Hasen, 16 Hahne und eine Ente.


01.09.2017-03.09.2017

Die Jagdsaison hat begonnen - und zwar wieder mal mit einem absoluten Highlight! Marie und ich durften mit nach Rumänien zur Flugwildjagd.

Freitag Früh ging es los. Gemeinsam mit drei Schützen, zwei Kiddies machten Marie und ich uns auf den Weg zum Flughafen. Das Einchecken dauerte diesmal etwas länger, aber es ging sich zeitlich alles gut aus und wir starteten pünktlich in Richtung Bukarest. Ohne Turbulenzen landeten wir zu Mittag alle wohlbehalten - auch Marie hat den Flug wieder unbeschadet und ohne Stress überstanden. Es ist schon ein riesiger Vorteil, dass sie ihre Flugbox in Kombination mit einem Koffer sofort positiv in Erinnerung hat und sich jedes Mal freut wie ein Schneekönig.

In unserer Unterkunft - einer riesigen Fischfarm mit wunderschönem Haus direkt am See - angekommen gab es gleich mal Mittagessen und am frühen Abend ging es schon zu Fuß ins Revier, um noch unser Glück zu versuchen. Nach eineinhalb Stunden lagen neun Vögel auf der Strecke und nach einem guten Abendessen ging es früh ins Bett.

Durch die immense Hitze wurde nur in der Früh und am Abend gejagt, den Rest der Zeit haben wir am See verbracht oder ein Nickerchen gemacht :-)

 

Samstagmorgen ging es mit dem Auto zu Brachen und Stoppelfeldern, gemeinsam mit zwei Deutsch Kurzhaar durfte Marie die Wachteln hochmachen. Auf die neue Situation und die fremden Hunde musste sie sich erstmal einstellen und ich hatte gut zu tun, sie vor lauter Übereifer kurz zu halten. 35 Stück lagen um 8:30 auf der Strecke, davon konnte Marie zwar einige hochmachen, aber "nur" drei apportieren. Abends ging es wieder raus, diesmal durfte eine junge Viszla-Hündin mit, die gerade eingejagt wird, also hatte Marie jetzt wirklich viel zu tun. Und siehe da, es gab einen Lerneffekt und Madame hat schön brav unter der Flinte gesucht, beim Schuss gestoppt und dann fleißig apportiert. Von 17 Wachteln holte Marie 13 rein, den Rest haben wir so eingesammelt. Zum Entenstrich fuhren wir danach nicht mehr mit, Marie war doch recht erledigt und wir verbrachten den Abend mit den beiden Mädels bei einer Runde UNO.

 

Am Sonntag nutzten wir noch den Morgen voll und ganz aus und verbrachten fast drei Stunden in den Brachen und Wiesen - diesmal waren wieder die beiden Kurzhaar mit von der Partie und ein vierter Schütze, der Besitzer der Anlage, schloss sich uns an. Als hätte Marie gewusst, dass es die letzte Runde war, hat sie sich vorbildlich benommen und wunderbar gearbeitet. Am Rückweg stoppten wir noch direkt am See, um unser Glück nochmal bei den Enten zu versuchen - diesmal ohne Erfolg. Mit 42 Vögeln auf der Strecke des letzten Durchgangs beendeten wir den Jagdurlaub - der Zwerg hat davon 17 Stück, teilweise auch auf sehr weite Distanzen und Blinds, ausgearbeitet.

 

Die Rückreise war - wie auch in Portugal üblich - etwas komplizierter. Es dauerte länger, Hund und Waffen einzuchecken, zu allem Überfluss hatte unser Flug auch noch eine Stunde Verspätung und es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, in Wien die Waffen wieder zu bekommen.

Trotz wenig Schlaf, der Hitze und einer aufregenden Rückreise war es ein grandioses Wochenende. Ich bin sehr sehr dankbar, dass wir heuer auch hier dabei sein durften - es ist keine Selbstverständlichkeit, zu solchen Jagdreisen eingeladen zu werden. Auch die beiden Mädels waren eine super Begleitung und drei Tage gute Laune tut auch der Seele gut.

Marie darf sich jetzt einmal ordentlich erholen, für sie gibt es heuer nur noch eine Jagd. Die ist dafür wieder ganz speziell :-) Wir freuen uns drauf!


31.03.2017

Es ging ein weiteres Mal ins Revier im Wienerwald. Wieder hatte ich alle drei Mädels dabei.

Bisquit hat es sich - wie gewohnt - mit Sophie auf der Decke gemütlich gemacht, Peaches und Marie habe ich am Waldrand im Laub abglegt und dann hieß es abermals warten.

Nichts passierte, kein einziger Vogel strich. Dafür stattete uns ein Rehbock einen Besuch ab und wanderte seelenruhig an uns vorbei, bis er die Hunde in den Wind bekam. Die Hunde blieben brav liegen, Marie nahm ich zur Sicherheit an die Leine bevor sie den Bock noch sah.

 

Und so gingen wir auch diesmal leer aus und musste ohne Waidmannsheil die Heimreise antreten.

Trotzdem war es wieder ein sehr schöner Abend und ich freue mich auf die kommenden Jagden. Auf die Schnepfen werden wir es nicht nochmal versuchen.



25.03.2017

Samstag am frühen Abend war es soweit - der erste Schnepfenstrich der neuen Saison stand am Programm. Die drei Mädels eingepackt ging es wieder ins altbekannte Revier im Wienerwald. Wir waren ein wenig zu früh und so konnten die Hunde noch ein wenig herumlaufen und sich richtig austoben.

Wir wurden wieder von der kleinen Sophie begleitet, die immer die Beaufsichtigung der Hunde übernimmt - ich bin also nur das Taxi :-)

 

Auf unserem Plätzchen alles eingerichtet, die Hunde ablegegt und es sich selbst auf einem moosigen Baumstamm gemütlich gemacht hieß es warten.. lange warten.

Zwar konnten wir zwei Schnepfen streichen sehen, allerdings war die Distanz zu groß und so blieb der Finger an diesem Abend gerade.

Trotz fehlendem Waidmannsheil war es wie immer ein sehr angenehmer und lustiger Abend, auch die Hunde hatten wie gewohnt ihren Spaß und vielleicht haben wir die kommenden Abende etwas mehr Glück!



07.01.2017

Auch wenn die Saison für meine Hunde bereits vorbei ist, geht meine noch ein bisschen weiter :-)

Heute durfte ich Thomas auf eine Baujagd begleiten, um ihn bei der Arbeit mit den Hunden zu unterstützen. Mit dabei waren drei ausgebildete und erfahrene Welsh Terrier und eine junge Parson Russel Hündin, die zuschauen und von den Profis lernen durfte.

Bei strahlendem Sonnenschein, aber eisigem Wind und klirrender Kälte ging es los ins Revier in Niederösterreich.

Ein Bau nach dem Anderen wurde besucht, die ersten Bauten gingen sehr schnell, da die Hunde klar anzeigten "hier ist niemand zu Hause".

Nur im ersten Bau war ein Dachs anzutreffen, der den Bau aber nicht verlassen wollte und die Hunde verstanden Gott sei Dank schnell, dass sie den Kollegen auch nicht nach draußen befördern können.

Zu Mittag gab es beim Jagdleiter zu Hause eine leckere Jause und wir konnten uns ein wenig aufwärmen. Dann ging es weiter, ebenso erfolglos wie am Vormittag und die Motivation schwand allmählich.

Gerade beim letzten Bau - ich hatte bereits Ohrenschmerzen vom Wind und zog es vor im Auto zu bleiben - schlug Flocke dann sehr schnell und eindeutig an, wir hatten einen Fuchs!

 

Jetzt hieß es warten, Flocke verschwand im Bau und wir konnten nur noch hören, wie sich versuchte den Fuchs zu sprengen. Die Diskussion dauerte sehr lange, da Flocke in den engen Gängen nicht hinter dem Fuchs herkam und sich immer wieder hinterher graben musste.

Nach geschätzten zwei Stunden endlich der lang ersehnte Erfolg und wir hatten den Fuchs auf der Strecke und Flocke kam unversehrt wieder zurück.

 

Es war trotz der Kälte ein wunderbarer Jagdtag in bester und sehr lustiger Gesellschaft. Klein Gerti hat wohl viel gelernt und für mich war es eine schöne Abwechslung zur Niederwildjagd. Die Baujagd erfordert viel Geduld und gute Nerven, ist der Hund einmal unter der Erde muss man auf seine Erfahrung vertrauen und einfach abwarten - interessant und dennoch - zumindest für mich - ein extremer Nervenkitzel.

Vielen Dank für die Einladung und den schönen Tag, es war mir wirklich eine große Freude nach langem auch wieder diese Form der Jagd miterleben zu dürfen!