Jagden 2016


10.12.2016

Die große Abschlussjagd im Burgenland stand am Programm - jedes Jahr ein tolles Erlebnis, für alle Beteiligten eine Herausforderung ob des schwierigen Geländes.

Mit im Gepäck Bisquit und Peaches, Marie hatte Hausarrest wegen ihres schlechten Verhaltens letzte Woche. Natürlich nur Spaß, aber ich wollte keine drei Hunde führen und da Peaches von der gesamten Saison nichts hatte, brachte ich es nicht über's Herz, sie zu Hause zu lassen.

Insgesamt fünf Triebe führten uns durch die großen Schottergruben und das Gelände rundherum.

Im ersten Trieb liefen wir - wie immer - direkt durch die Grube, das ist eigentlich schon unser Stammplatz.

Anfangs herrscht hier immer ein Chaos, die Linie ist schwer zu halten, da jeder durch unterschiedliche Gräben und Stauden muss, andere wieder laufen über recht freie Flächen. Nachdem sich wieder alle geordnet hatten, ging es richtig los und die ersten Schüsse fielen. Erst in der zweiten Hälfte kamen die Mädels zum Einsatz und beide konnten je zwei Hasen apportieren.

Weiter ging es für uns auf der rechten Böschung oberhalb der nächsten Grube, wir liefen zwischen zwei Schützen an der Flanke und hatten eine grandiose Aussicht auf die anderen Jagdkameraden. Hier konnte Bisquit zwei Stücke holen, Peaches durfte einen Hasen bringen. Der dritte Trieb führte uns durch die Gstettn neben der Schottergrube, dafür gab es bei einer kleinen Nachsuche nur einen Hasen für Peaches.

Der vierte Trieb verlangte uns wohl am meisten ab. Es ging eine steile Böschung durch dichte Stauden hangabwärts. Gleich zu Beginn wurden mehrere Hasen geschossen, wovon zwei in einer tiefen Sandgrube vor uns liegen blieben. Peaches durfte zuerst los, dann Bisquit - ihr musste ich beim Ausstieg aus der Grube helfen, aber sie hat toll gearbeitet. Der lockere Sand ist alles andere als leicht für die Hunde.

Der fünfte und letzte Trieb ging über eine Gstettn und aufgeschütteten Berg, anschließend über einen Acker und ein angrenzendes Maisfeld, dann wieder durch die Grube.

Wir wurden zur Nachsuche auf einen Hahn geschickt, ich konnte den Vogel auch sitzen sehen, aber als wir näher kamen machte er sich zu Fuß auf zwischen Erdaufschüttungen und wir mussten nach 30 Minuten erfolglos aufgeben und begleiteten den Trieb an der Flanke etwas abseits mit einem Schützen. Ein Hahn konnte hier noch erlegt werden, den brachte schlussendlich Peaches nach Hause, sie ist einfach die schnellere von den Beiden.

Am Ende des Tages lagen 95 Hasen, eine Taube, zwei Hahne und eine Henne auf der Strecke.

 

Wir bedanken uns von ganzem Herzen für die jährlichen Einladungen in dieses Revier, die grandiose Organisation und stets köstliche Verpflegung, sowohl in der Früh als auch zu Mittag und zu Abend.

Wir freuen uns bereits auf die Saison 2017!



08.12.2016

Heuer fand unsere eigentliche Abschlussjagd der Saison aus organisatorischen Gründen 2,5 Wochen früher statt und war somit die vorletzte Jagd für heuer.

Mit Bisquit und Peaches ging es auf in eines meiner Lieblingsreviere in Niederösterreich.

Peaches freute sich besonders, schon am Vorabend hat sie brav geholfen die Tasche zu packen und die Signalwesten zum Auto getragen - nach der Babypause konnte sie es gar nicht fassen, dass sie mit durfte :-)

 

Pünktlich ging es los, die Autos blieben erstmal stehen und wir trieben den ersten dichten (Ur)wald durch. Einen Hasen konnten wir erblicken, beschossen wurde er allerdings nicht. Zwei Rehe kreuzten unsere Weg und die Vorsteher erlegten einen Fuchs. Außer stöbern sollte an diesem schönen, aber sehr kalten Tag nicht drin sein für meine Mädels.

Im zweiten Trieb, der wieder durch einen Dschungel führte konnte Peaches zwei Hennen hochmachen, die aber natürlich nicht bejagt werden, also ging es weiter. In einer kurzen Pause, damit sich die Linie wieder fand, ging ein Hase zwischen meinem Nachbarn und mir hoch, dieser konnte auch erlegt werden. Peaches hatte das Stück eigentlich schon im Fang, das interessierte einen jungen Kurzhaar-Rüden allerdings wenig und er riss ihr den Hasen weg. Naja, zumindest gab es keine Keilerei wegen eines Stückes Wild. Trotzdem ist so ein Verhalten eigentlich nicht erwünscht und unnötig.

Die Disziplin in der Linie war dieses Mal ebenfalls nicht das Gelbe vom Ei und so dauerte es ewig, bis wieder Ordnung hergestellt war.

 

Auch in den beiden letzten Trieben, in denen das Gelände immer dichter und dichter wurde, gab es nichts zu tun, Peaches konnte wieder einen Hasen hochmachen, auch der wurde aber nicht beschossen. Ein Schütze glaubte einen Hahn getroffen zu haben, also schickte ich die Mädels auf Gefühl und ungefährer Anweisung des Schützen in gerade Linie nach hinten weg. Nach ungefähr 10 Minuten waren beide wieder da, ohne Hahn und Peaches auch ohne ihre Signalweste, die hat sie sich in den Dornen anscheinend völlig zerrissen und sie verloren.

Zu guter Letzt waren im letzten Trieb auch noch Sauen, also sollte nochmal durchgetrieben werden. Gerade in so einer Situation fühlt man sich als Treiber ohne Waffe sehr unsicher, wenn noch dazu die Schützen nicht darauf achten zusammen zu bleiben. Deswegen habe ich beschlossen an einem abgemachten Punkt mit drei weiteren Hundeführerinnen zu warten. Zwei Stunden vergingen und nichts passierte - anscheinend wurde eine Sau getroffen, aber nicht gefunden. Am Ende war ich extrem genervt und machte mich auf den Weg zu den Autos um die Hunde aus der Kälte zu bringen, die nur sinnlos in der Gegend rumstanden.

Warm eingepackt durften Bisquit und Peaches ins Auto und schlafen, ich wärmte mich am Lagerfeuer auf und verzichtete dann dankend auf den Entenstrich - meine Stimmung war nicht mehr die beste und die Hunde waren bereits nicht mehr im Arbeitsmodus.

 

Auf der Strecke lagen ein Fuchs, ein Reh, 6 Hasen und 7 Enten. Die Sau wurde auch am folgenden Tag nicht gefunden.

 

Es war ein durchwachsener Jagdtag, was ich gerade in diesem Revier sehr schade finde, da diese Jagd eigentlich immer sehr familiär und klein gehalten wird, dadurch sind die Leute auch eingespielt und wissen wie es zu laufen hat. Ein paar Chaoten in der Linie und schon funktioniert nichts mehr.

Ich bedanke mich trotzdem sehr herzlich bei der Organisation für die Einladung und bin überzeugt, dass das heuer einfach ein blöder Ausrutscher war. Wir kommen sehr gerne in dieses Revier und möchten es nicht missen!



03.12.2016

Samstag waren wir wieder im Stammrevier im Burgenland eingeladen. Bisquit und Marie durften mich auf die Kreisjagd begleiten.

Der erste von fünf Trieben führte uns über offene Felder und Äcker. Wir musste zwei Schnellstraßen queren, weshalb Marie hier sicherheitshalber an der Leine blieb. Bisquit konnte hier 2 angeflickte Hasen apportieren.

Im zweiten Trieb durften wir durch den Windschutz treiben, beide Mädels habe ich hier stöbern lassen, Marie war zweimal der Meinung ein Reh nach Hause begleiten zu müssen - sie kam aber nach spätestens 2 Minuten wieder, immerhin ein kleiner Fortschritt, auch wenn ich mich grün und blau ärgern könnte bei diesen Dingen. Hier konnte die kleine Bodenlenkrakete einen Hasen apportieren. Dafür musste sie als "Strafe" beim dritten Trieb an der Leine bleiben und Bisquit konnte am offenen Feld wieder drei Hasen holen. Das alte Weib gibt richtig Gas, wenn es drauf ankommt - ich liebe es, ihr zuzusehen.

Im vierten Trieb hatten wir leider Pech mit unserer Position und gingen somit leer aus, dafür hatten beide Hunde ein kleines Training in Standruhe und Fußarbeit - schadet nie!

Eigentlich schon sehr müde und nicht mehr wirklich motiviert durch die beißende Kälte (ich, nicht die Hunde!) ging es zum fünften und letzten Trieb an die Schwemm.

Marie durfte stöbern und konnte zwei Hasen hochmachen, auch diese hat sie kurz begleitet, einer davon wurde beschossen und diesen durfte sie auch bringen, dann kam Madame wieder an die Leine. Nach zwei Wochen Pause war Marie etwas überreizt und richtig heiß, ich wollte nichts mehr riskieren und ihr keinen weiteren Erfolg gönnen.

Bisquit hat sich da aber wohl was Tolles abgeschaut und machte sich auch einmal auf und davon - nach einer Ansage wusste aber wenigstens die Alte wieder, dass so ein Verhalten überhaupt nicht erwünscht ist. Einen Hasen durfte dann auch Bisquit apportieren und kam dann ebenfalls an die Leine.

Den letzten Windschutz musste wir umstellen, da sich irgendwo zwei Fuchsen reindrückten. Wir standen also gute 15 bis 20 Minuten, ich war schon festgefroren, als es hieß "Jagd aus" - allerdings erwischten wir nur einen Fuchs.

Besonders freute mich heute, dass sich einer der Schützen an mich und meinen Redybuben von der Saison 2014 erinnern konnte und sich nach Redy erkundigte - so einen tollen Hund habe er selten gesehen. Auf der einen Seite schmerzt es sehr, auf der anderen ist Red genau aus diesem Grund mein once in a lifetime Hund und wird nie zu ersetzen sein.

 

auf der Strecke lagen 63 Hasen, 6 Fasanhahne, 4 Enten, 1 Fuchs, 1 Taube und 1 Eichelhäher.

 

Es war trotz der Kälte ein wunderbarer Jagdtag, ich merke meinen Mädels die lange und intensive Jagdsaison mittlerweile am weniger werdenden Grundgehorsam an, wir werden also nach der letzten Jagd wieder vermehrt an der Fußarbeit und Steadyness arbeiten.

 

Wir bedanken uns für die Einladung und freuen uns auf die Abschlussjagd nächste Woche!



26.11.2016

Heute durfte Bisquit alleine mit - Marie hat noch Schonzeit wegen der Füße und Peaches hat im Moment nicht genug Kondi, um auf der großen Kreisjagd durchzuhalten. Es ging wieder ins Stammrevier im Burgenland, und das bei herrlichem Wetter!

 

In drei Trieben liefen wir über Äcker, Wiesen und Brachen, beschossen wurden Hase und Fasanhahn.

Ein Hase wurde ungefähr 50 Meter vor uns beschossen und lag in den Rüben. Da ich nicht genau wusste, wo das Stück liegt, habe ich Bisquit falsch eingewiesen und sie fand nicht. Während dem Suchen machte sie aber einen weiteren Hasen hoch, welcher angeflickt wurde und den konnte sie nach einer kurzen Verfolgungsjagd abfangen und apportieren.

Einige Meter weiter wurde wieder ein Hase krank geschossen, welchen Bisquit wieder verfolgte und weiter links auf die Schützenkette zutrieb. Als sie mich wieder im Blick hatte, drehte sie ab und kam zu mir zurück - der Hase konnte von einem der anderen Schützen mit einem weiteren Schuss erlegt und von Jutta's Hündin apportiert werden. Gegen Ende des Triebes konnte Bisquit dann aber ihren zweiten Apport einholen und einen toten Hasen vom Acker holen.

 

Im zweiten Trieb hätte ich mir mindestens einen Hund mehr und einen Träger gewunschen. Der erste Hase wurde schräg vor uns geschossen, Bisquit hatte ihn nicht gesehen und so konnte ich sie einweisen - eine schöne Linie und gut mit dem Wind gearbeitet war das Stück schnell gefunden. Der nächste wurde angeflickt und wieder verfolgt, abgefangen und sauber apportiert. Zwei weitere Hasen waren für Bisquit wieder Blinde und ich musste wieder einweisen, aber auch hier konnte ich zufrieden sein und mein Mädel hat eine schöne Arbeit abgeliefert.

Eine Doublette gerade vor uns im Acker war wohl das Highlight und Bisquit konnte gleich zweimal hintereinander los - durch den Wind konnte mich die nächste Hundeführerin nicht hören und so blieben eben beide Hasen für uns. Bisquit war gerade am Rückweg mit dem zweiten Hasen, als wieder einer bei uns hochging und angeschossen wurde. Ich lief ihr also entgegen, um schneller abnehmen zu können uns schickte gleich wieder los. Und so ging der Trieb weiter bis zum Schluss. Zwei weitere Hasen wurden im Acker beschossen und einer in den Rüben - alle drei konnten Bisquit nach Hause bringen und so gingen allein in diesem Trieb 10 Apporte auf ihr Konto.

 

Zum Glück war der dritte Trieb dann wieder etwas ruhiger und mit zwei Hasen, die mein Mädel gebracht hat hatte ich auch nicht so viel zu tragen - worüber ich nach dem Spektakel 30 Minuten vorher nicht so unglücklich war.

Am Ende lagen 125 Hasen, 3 Fasanhahne und eine Henne auf der Strecke.

 

Wir bedanken uns für die Einladung und freuen uns auf die zwei kommenden Wochenenden!



18.-21.11.2016

Zum zweiten Mal hatten Marie und ich die Ehre zwei Schützen nach Beja in Portugal zu begleiten, um die wunderbare Jagd auf Rothühner miterleben zu dürfen.

Am Freitag Nachmittag ging es los, alles ins Taxi gepackt und ab auf den Flughafen. Das Einchecken der Waffen und auch von Marie ging schnell und ohne Probleme. Bis zum Boarding entspannten wir noch in der Lounge und konnten unseren Hunger stillen.

Nach einem dreistündigen Flug landeten wir wohlbehalten in Lissabon und hatten schnell unser normales Gepäck. Auf die Waffen und Marie mussten wir 45 Minuten warten, etwas nervös teilten wir uns auf und machten uns auf die Suche - einer beim Lost&Found, einer beim Großgepäckschalter und ich stiefelte los in der Hoffnung die Flugbox zu entdecken. Ich wurde schnell fündig und konnte den Mitarbeiter, der die wertvolle Fracht betreute entdecken und zum Rest der Gruppe begleiten. Marie hat den Flug wieder gut überstanden und wir gingen gleich raus an die Luft zum Lösen und Beine vertreten. Immerhin lagen noch weitere zwei Stunden im Auto vor uns - die musste Marie aber nicht in der Box verbringen und durfte neben mir auf der Rückbank schlafen.

Die Männer holten also den Mietwagen und Marie konnte sich ein wenig bewegen.

Verkehr hatten wir zum Glück nicht viel, dafür haben wir uns kurz verfahren und kamen mit ein wenig Verspätung im Landhaus an.

Ein kurzer Plausch und eine kleine Stärkung, dann verzogen wir uns für wenige Stunden Schlaf in unsere Zimmer.

 

Samstag 07:00 war Tagwache und die Jagdgesellschaft traf sich zum Frühstück.

Pünktlich saßen wir auf einem LKW auf und wurden ins Revier gebracht. Das Wetter war herrlich und die Landschaft atemberaubend - wenngleich der Fußmarsch durch Mandelplantagen, Weingärten, Olivenhaine und großteils sehr unwegsames, dichtes Gelände kein Spaziergang war.

Marie hat sich außerordentlich gut benommen und blieb immer in meiner Nähe.

Den ersten Apport konnten wir schon recht früh einheimsen - der Nachbarschütze traf ein Huhn in ungefähr 60 Meter Entfernung und Marie war sofort zur Stelle, schnell, punktgenau und ordentlich. Das brachte uns gleich noch ein Kompliment vom Portugiesen ein "crazy little dog, but very fast and very good - I like her!". Sowas hört man gerne!

Den zweiten Vogel traf unser Schütze in den Weingärten, Marie machte drei Hühner hoch und davon fiel eines, sehr knapp von uns entfernt, keine große Herausforderung.

Dann passierte lange nichts, wir marschierten und marschierten, schon in dem Glauben das wäre es gewesen. Da gingen plötzlich noch ein paar Hühner auf einem Sturzacker hoch, von dem wieder eines beschossen werden konnte. Es landete - so dachte ich - bei einem Baum in einem kleinen Graben. Nichts wie hin und nachsuchen, aber da war kein Vogel und doch war ich mir so sicher gesehen zu haben, dass er genau da runtergegangen ist.

Der Schütze kam zur Unterstützung und entdeckte das Huhn auf einem Ast hockend im Baum - den konnten wir aber auch wirklich nicht da oben erahnen.

Ein kleiner Schubser beförderte das Stück auf den Boden, wo es noch sehr agil zu Fuß die Flucht ergreifen wollte. Marie war schnell und hat es nach zwei Metern abgefangen. Da war ich dann doch ein wenig stolz.

 

Schon fast am Ende des Triebes verloren wir zu allem Überfluss die Schützenkette und musste einen Umweg gehen, um wieder aufzuschließen. Am letzten Acker vor der großen Landstraße wollte - besser gesagt konnte - Marie nicht mehr weiter und ich habe sie die letzten Meter bis zum Pick-Up getragen.

Die letzte Stunde des Treibens fand also ohne uns statt.

 

Im Landhaus und mit sauberen Pfoten sah ich dann auch den Grund für Mariechen's Zögern - sie hatte sich auf dem rauen Untergrund und den scharfen Felsen die Pfoten wundgelaufen und es tat ihr höllisch weh aufzutreten.

 

Deswegen beschloss ich auch, am Sonntag mit ihr zurück zu bleiben - etwas wehmütig und enttäuscht blieben wir also im Bett, während die Schützen sich in den anderen Revierteil aufmachten.

Schon in der Früh regnete es und es ging doch recht starker Wind, das machte die Tatsache, dass wir nicht mitkonnten ein wenig besser und um 13:00 kam schon die Nachricht, dass die Jagd aufgrund des Wetters abgebrochen wurde. Der Schütze, den wir begleitet hätten hatte auch kein Waidmannsheil und so war es doch zu verkraften, dass wir heuer nur einen Tag in dem schönen Revier unterwegs waren.

Nachmittags wurde noch gemeinsam gegessen und wir verabschiedeten uns von der sehr lustigen und geselligen Runde, um zurück nach Lissabon zu fahren.

Marie wurde im Hotel versorgt und durfte schlafen, wir gingen zum Abendessen in ein nahegelegenes Fischrestaurant und genossen noch die letzten Moment in dieser schönen Stadt.

 

Montag pünktlich um 07:00 trafen wir am Flughafen ein und versuchten die Waffen und Marie wieder einzuchecken. Was in Wien so wunderbar und einfach über die Bühne geht, gestaltet sich in Lissabon sehr schwierig. Einige Polizisten und Flughafenmitarbeiter sind notwendig, um eine - eigentlich recht simple Sache - zu erledigen. Nach zwei Stunden und einigen Diskussionen war es dann geschafft, meine Laune im Keller und wir hetzten zum Gate.

 

Auch der Rückflug wurde von fast allen Beteiligten verschlafen, wir kamen pünktlich an und Marie war zügig beim Großgepäck in Wien abzuholen und wie gewohnt munter und fröhlich, wenn auch ein bisschen zaghaft unterwegs mit den wehen Füßchen.

 

Es war wieder ein grandios schönes Wochenende mit tollen Jagdmomenten und toller Gesellschaft.

 

Diese Reise ist sicherlich das Highlight der gesamten Jagdsaison - natürlich möchte ich aber keine der anderen Jagden, egal ob im Inland oder Ausland, missen!



04.11.2016

Ein weiterer Entenstrich liegt hinter uns. Wieder bezogen wir unsere Plätze im Revier in Niederösterreich, diesmal begleitete uns nur Bisquit.

Drei Schützen, zwei Enten, zwei Apporte...

 

Die erste Ente strich alleine ein und wurde gleich beschossen - sie landete alleridings nicht im Wasser, sondern im Wald. Da sich sonst nichts tat, gingen wir also zur Nachsuche und fanden auch recht schnell. Aber eine Ente im Wald? Bisquit war zuerst verunsichert, ob sie nicht doch etwas anderes suchen muss, immerhin landen Enten doch IMMER im Wasser. Schlussendlich hat sie den Erpel aufgenommen, ganz verstanden wie dieser an diesen absurden Platz kam hat sie aber nicht :-)

Eigentlich schon am Weg zu den Autos entdeckten wir einen weiteren Erpel im Teich, der aber nicht eingestrichen war, sondern jener den wir letzte Woche vergeblich gesucht hatten. Immer wieder drückte er sich in die Deckung am Ufer, bis wir schließlich die passende Position hatten, um Bisquit zu schicken. In der Finsternis einweisen gestaltet sich etwas schwierig, aber wir haben den kranken Vogel bekommen und im Wasser muss mein altes Mädel auch nicht überlegen, ob auch wirklich dieses Stück zu bringen ist.

Es war wie immer ein sehr netter Abend und wir freuen uns auf's nächste Mal.



29.10.2016

Die erste große Kreisjagd war angesagt! Bisquit und Marie durften uns begleiten und das Revier im Burgenland unsicher machen.

 

Wir liefen in drei großen Trieben über Äcker, Rübenfelder und Wiesen. Geschossen wurden Hase und Fasanhahn.

Marie blieb zu Beginn jeden Triebes erstmal an der Leine und musste sich unter erschwerten Bedingungen (Schüsse, Hasen etc) in Geduld und vor allem Unterordnung beweisen. In den Rüben und anderem hohen Bewuchs durfte die kleine Flitzemaus natürlich das tun, was sie am Besten kann - stöbern. Und das hat sie an diesem Tag wirklich grandios gemacht. Ich habe Marie bewusst sehr kurz und eng gehalten, da wir ja gerade in diesem Revier immer wieder Meinungsverschiedenheiten über das "nach Hause begleiten" von Hasen haben und ich ihr diesmal auf keinen Fall einen Erfolg gönnen wollte. Sie war immer gut auf der Pfeife und hat nicht gehetzt - von einem Hasen konnte ich sie zu meiner großen Überraschung sofort abrufen und musste kein Pfeifkonzert zum Besten geben.

Auf Bisquit muss ich nie besonders aufpassen, sie ist immer in der Nähe und weiß, wann sie Gas geben muss um die angeflickten Hasen zu erwischen.

Im ersten Trieb bekam die Große fünf Apporte (wovon eigentlich zwei ganz klar für Marie gewesen wären, aber Bisquit lässt sich die Hasen nun nicht mehr wegschnappen) und dadurch bekam Marie nur einen Hasen auf ihr Konto.

Gewusst wie, hat Bisquit ihre Taktik verfeinert und auch im zweiten Trieb mehr apportieren können, als der Zwerg - drei Hasen für Bisquit, einer für Marie.

Im dritten Trieb war auf unserer Seite nicht viel los,in unserem Umkreis konnten zwei Hasen geschossen werden, die beide Bisquit gebracht hat. Mein linker Nachbar schoss einen Hasen krank, der sich weit entfernt am Ende der Rüben in die Deckung drückte. Als wir auf der Höhe der Stelle waren, durften beide Hunde suchen und Marie hatte schnell Erfolg, der Hase ging nochmal hoch und beide Mädels hinterher. Marie konnte das kranke Stück abfangen und Bisquit brachte es schlussendlich zurück - halbe, halbe also :-)

Am Ende des Tages lagen 174 Hasen und drei Hahne auf der Strecke.

Vielen Dank für die Einladung und dass wir seit vielen Jahren ein fester Bestandteil dieser tollen Jagden sein dürfen!

 

Gerade für Marie war der Tag sehr anstrengend und sie ist schon auf dem Weg zurück zur Gemeindehalle am Traktor im Sitzen eingeschlafen, es war aber auch wirklich aufregend und ordentlich bei Fuß laufen erfordert höchste Konzentration in dieser Situation.

Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung der Mädels, ich glaube Bisquit hat heuer ihre beste und stärkste Jagdsaison überhaupt. Marie's Wochenende wird noch kommen, da kann sie wieder auftrumpfen.



28.10.2016

Wieder ging es an den Teich, um ein paar Enten zu schießen. Mit dabei Bisquit und Muffin.

Bisquit liebt es so sehr vorne neben dem Schützen zu stehen und zu beobachten, wie die Enten einstreichen, Muffin hat während dem Strich mit mir auf dem Fischerbankerl gewartet.

Diesmal kamen wieder mehr Vögel und insgesamt konnten sechs Stück geschossen werden.

Drei Vögel fielen offen in den Teich, die drei anderen wieder sehr nahe ans Ufer.

Zuerst holten wir eine vom Ufer, dann die drei aus dem tiefen Wasser.

Mit dem Boot wurde die Böschung vom Wasser aus abgesucht, die Hunde suchten von oben. Ein noch sehr agiler Erpel schwamm an der gegenüberliegenden Seite entlang, der Einstieg ist auf der langen Seite des Teichs aber so steil und gefährlich, dass ich Bisquit nicht schicken konnte. Also sind wir dem Vogel an Land entgegen gelaufen und Bisquit konnte ihn nach einer kurzen Schwimmstrecke erreichen.

Die letzte Ente konnten wir trotz langer Suche leider nicht finden, es ist manchmal einfach ärgerlich und schade - allerdings macht es keinen Sinn in der Finsternis die Hunde zu lange im kalten Wasser schwimmen zu lassen.

Diesmal hat nur Bisquit apportiert, die Einstiege um schnellstmöglich zu den Enten zu gelangen waren mir für die unerfahrene Muffin einfach zu heikel und so hat unser schwarzes Mädel heute nur zugeschaut.

 

Wir bedanken uns für die Einladung freuen uns auf kommende Woche! Mal sehen, in welcher Konstellation ich die Hunde beim nächsten Mal mitnehmen werde.



23.10.2016

Wieder zog es uns nach Niederösterreich zum abendlichen Entenstrich.

Bisquit, Marie und Muffin eingepackt, die Jause ebenfalls und um 17:30 trafen wir uns zum Essen.

Muffin hat den späten Nachmittag gleich mit einer Arschbombe in den Teich eröffnet, gefolgt von Marie und ich durfte schon vor der Jagd zwei Hunde trockenreiben. Diesmal waren es drei Schützen, die Nachwuchshundeführerin und ihre Freundin und ich. Nach dem guten Essen und einer netten Unterhaltung wurde Marie ins Auto gebracht und wir bezogen alle unsere Plätze um den Teich - ich hatte nichts zu tun, da sich die Mädels die Hunde aufteilten und fest im Griff hatten, ich konnte also entspannt am Fischerbankerl warten.

Aus welchen Gründen auch immer hatten wir Pech und es strichen nur wenige Enten ein, von denen zwei getroffen wurden. Nummer eins landete im linken hinteren Eck, Nummer zwei rechts vorne.

 

Bisquit durfte das geflügelte Stück über die längere Distanz apportieren und Muffin die tote Ente, die nur fünf bis sechs Meter vom Ufer entfernt offen am Teich trieb.

Bisquit hat ihre Sache wieder sehr gut gemacht, Muffin hat genau beobachtet und hat ebenfalls sehr sauber gearbeitet.

Trotz der kleinen Strecke war es wieder ein sehr netter Abend und wir freuen uns auf das nächste Treffen!

Danke vielmals für die Einladung, es ist immer wieder nett in diesem schönen Revier.



22.10.2016

Diesmal haben wir wieder ein neues Revier in Niederösterreich erforscht - naja nicht ganz, wir waren schon mal hier, ich hatte es nur vergessen :-)

 

Gemeinsam mit  Bisquit, erstmals Muffin ging es also los zu einer kleinen Gesellschaftsjagd. Das Wetter hätte besser nicht sein können und den ganzen Tag wurden wir von herrlichem Sonnenschein begleitet.

Am Vormittag liefen wir fünf Triebe über Felder mit angrenzenden Windschutzgürteln. Acht Schützen und insgesamt drei Hunde wurden aufgeteilt. Bisquit hat brav gestöbert und Muffin fand den laaaaangen Spaziergang wohl sehr ansprechend. Im ersten Trieb konnte Bisquit einen Hasen apportieren, im zweiten Trieb hatten wir mehr zu tun und für Bisquit gab es zwei Hahnen und einen Hasen zu holen. Einen krankgeschossenen Hasen hat Bisquit zwar verfolgt, war aber zu langsam - bei solchen Situationen merke ich doch, dass Peaches ein wichtiger Teil des Teams ist.

Im dritten Trieb gab es mit einem Hahn weniger für Bisquit zu tun, aber die Jagd war ja noch nicht vorbei und alleine hatte sie sowieso genug zu tun.

Auch ein alter Hund kann noch lernen, das haben wir im vierten Trieb gesehen. Wieder ein krankgeschossener Hase, diesmal hat sich Bisquit geschickter angestellt und das Stück im Windschutz abgefangen, der Hase im fünften Trieb war dann ein Kinderspiel.

Über den Vormittag hinweg hat Muffin sich mehr und mehr getraut und ihrer älteren Schwester einiges nachgemacht und ebenfalls brav im Windschutz gestöbert - beim Apportieren ist Bisquit einfach erfahrener und ehrgeiziger.

 

Zu Mittag fuhr die Jagdgesellschaft zum Wirten und es gab eine Stärkung für alle, die Hunde konnten sich ausruhen.

 

Nach der Pause ging es weiter, in den ersten beiden Trieben hatte Bisquit Pech und es blieb beim Stöbern, der vorletzte Trieb verschaffte ihr noch einen Hasen und der neunte und größte Trieb über ein langes Feld brachte nochmal vier Hahnen auf das Apportkonto.

 

Am Ende des Tages lagen 22 Hasen und 14 Hahne auf der Strecke, die Hunde waren müde und die Schützen zufrieden. Bei Tee und Kuchen im Schloss konnten wir einen wunderbaren Jagdtag und sehr netter Gesellschaft ausklingen lassen.

Wir bedanken uns recht herzlich für die Einladung und kommen in Zukunft gerne wieder!



16.10.2016

Wieder trafen wir uns im Revier in Niederösterreich zum abendlichen Entenstrich - wer geht nach einem anstrengenden Prüfungswochenende auch gerne früh schlafen?! ;-)

 

Diesmal waren Bisquit und Marie dabei, sowie unsere kleine Nachwuchshundeführerin und zwei Schützen.

Leider hatten wir ein wenig Pech und das kleine Boot trieb mitten am Teich - so strichen nicht so viele Enten wie letztes Mal ein.

Trotzdem konnten fünf Stück geschossen werden, wovon zwei schön sichtig im Wasser landeten, eine im Wald, eine drückte sich am Ufer in die Deckung und die fünfte dachten wir verloren zu haben, da der Vogel nur angeschossen war.

 

Zuerst durfte Bisquit die Ente am Ufer holen, danach die zwei die offen im Teich trieben. Da wir glaubten, den letzten Vogel verloren zu haben, gingen wir in den Wald und dort durfte Marie dann arbeiten - das Ufer beim Teich ist so steil, dass unsere kleine Maus nicht mehr aussteigen könnte und somit schicke ich sie bewusst nicht ins Wasser. Marie hat schnell gefunden und trotz ihrer geringen Körpergröße ihre erste Ente sehr schön apportiert.

 

Aufgegeben wird bekanntlich nur ein Brief und wir beschlossen dann doch nochmal das Ufer abzusuchen, in der Hoffnung den letzten Vogel zu finden. Mit den Taschenlampen suchten wir den Teich ab und Philipp konnte tatsächlich die geflügelte Ente am anderen Ufer entdecken. Ich schickte Bisquit los, die Ente tauchte ab - also Hund zurückholen. Wieder aufgetaucht konnte ich Bisquit nochmal schicken, die die Ente aber nicht mehr gesehen hat, also stieg sie am anderen Ufer aus und suchte die Böschung ab. Letztendlich konnte ich mein Mädel dann aber doch noch zur Ente handeln und so lagen fünf Vögel auf der Strecke.

 

Ich bin sehr stolz auf Bisquit, auch Apporte auf kurze Distanzen können gefinkelt und schwer sein, dieser wird mir wohl als einer der schönsten in Bisquit's Laufbahn lange in Erinnerung bleiben.

Vielen Dank für die Einladung, wir freuen uns auf kommenden Sonntag und hoffen - dass nach der Bergung des Bootes - die Enten wieder besser streichen!


09.10.2016

Sonntag Abend ging es ins Revier in Niederösterreich zum ersten Entenstrich der Saison.

Und es gab eine kleine Premiere - Iro durfte mich das erste Mal begleiten. Mit Bisquit als Anhaltspunkt hat er sich schnell auf die neue Situation eingestellt und war mucksmäuschenstill. Als geschossen wurde, bin ich mit ihm ein wenig hin und her spaziert, damit er nicht unmittelbar neben den Schrotschüssen ausharren musste - er fand das ganze Spektakel sehr interessant und ich bin zufrieden, wie er sich gezeigt hat.

Bisquit durfte zur Nachsuche in den Teich, in der Finsternis möchte ich mich auf den Hund verlassen können und da kommt nur mein Mädel in Frage.

Zwei der drei Enten konnte Bisquit schnell finden und hat sie schön ausgearbeitet. Beim letzten Vogel hatten wir Pech und mussten aufgeben, außer Federn konnten wir nichts finden und nach 20 Minuten im kalten Wasser - wenn auch in Ufernähe und teilweise nur brusttief - war auch für Bisquit Schluss.

 

Wir bedanken uns für die Einladung und freuen uns auf weitere gemeinsame Abende.



08.10.2016

Die erste Niederwildjagd in unserem Stammrevier im Burgenland stand am Programm.

Diesmal begleitete mich nur Bisquit - Peaches hütet immerhin die Welpen und Marie war am Vortag Blut spenden, also hat sie sich eine kleine Pause verdient.

Wie gewohnt ging es am Hänger mit dem Traktor ins Revier und die Schützen und Treiber wurden eingeteilt.

 

Die ersten sechs Triebe gingen durch Windschutzgürtel, Maisfelder und brache Äcker. Bei den ersten drei Trieben konnte Bisquit noch keinen Apport verbuchen, wir waren einfach wirklich immer am falschen Ende des Triebes.

Nach der Mittagspause hatten wir dann etwas mehr Glück und am Ende des vierten Triebes fiel ein Fasan in den Windschutz direkt vor uns, etwa 70 Meter entfernt. Während Bisquit diesen Vogel nachsuchte, fiel ihr ein weiterer genau vor die Füße - der wurde natürlich zuerst gebracht, dann der zuvor gefallene. Im folgenden Trieb konnte mein Mädel einen weiteren Hahn für sich verbuchen - dabei blieb es an diesem Tag aber auch.

 

Der siebte Trieb führte uns durch ein ewig langes Senffeld, bei dem wir zwar reichlich Rehwild sehen - und einige auch spüren - konnten, aber kein Federwild.

 

Der letzte Trieb ging durch einen dichten Windschutz, in dem wir nur einen kranken Hahn sehen konnten, der im Baum saß, Suchenglück hatten wir nach dem Schuss leider nicht.

 

Trotz zweier wirklich unschöner Zwischenfälle mit Hunden - die NICHT direkt im Jagdbetrieb passiert sind!! - war es ein schöner Jagdtag bei herrlichem Wetter.

 

Bisquit hat toll gearbeitet und den Tag alleine mit mir sehr genossen. Mein altes Mädel ist eben nicht zu ersetzen.

 

Die Strecke: 27 Hahne, 1 Henne, 6 Hasen und 1 Elster



03.09.2016

Ein weiteres Wochenende in Ungarn liegt hinter uns.

Diesmal war es ein sehr internationales Schützenteam - Schweiz, Deutschland und Österreich - wir hatten wirklich lustige Abende und eine Menge Spaß.

Insgesamt 14 Schützen platzierten sich in den (noch immer nicht ganz reifen) Sonnenblumen. Drei der Schützen hatten den eigenen Hund dabei, drei zusätzliche Hundeführer reisten an und Bisquit und Marie waren natürlich ebenfalls mit von der Partie.

Am Vormittag war der Anflug diesmal schon besser als letzte Woche, die Tauben flogen aber wieder sehr hoch, so dass viele nicht beschossen werden konnten.

Zu Mittag gab es wieder ein gemütliches - und äußerst lustiges - Zusammensitzen, bevor  am Nachmittag neu aufgestellt wurde. Ich legte eine Zwangspause ein, um auf den Automechaniker zu warten, mein Auto wollte nicht mehr anspringen und ein paar der Schützen waren so lieb, uns in den Schatten zu schieben - noch einmal Dankeschön!

 

Am Ende des Tages war das Auto wieder ok und 95 geschossene Tauben wurden gezählt, davon lagen 45 auf der Strecke. Wie immer strichen einige Vögel noch sehr weit, sodass eine Nachsuche keinen Sinn gemacht hätte. Marie hat mit 7 Stück sehr brav gearbeitet, Bisquit konnte 2 Apporte verbuchen.

Die Gesellschaft war an diesem Wochenende unübertrefflich, wir haben Tränen gelacht.

Ich freue mich auf eine Wiederholung in dieser Runde im nächsten Jahr.



31.08.2016

Wir brauchen einen Meldezettel für Ungarn :-)

 

Die dritte Taubenjagd stand am Programm. Bei herrlichem Wetter ging es nach einem guten Frühstück in einer sehr lustigen Truppe ins Revier.

Den Vormittag verbrachten wir mit einem Schützen auf einem Feldweg zwischen Maisfeld und Windschutzgürtel, hatten was den Anflug betrifft aber wieder weniger Glück. Es flogen zwar einige Tauben über uns hinweg, allerdings so hoch, dass jeder Schuss Munitionsverschwendung gewesen wäre. Bisquit und Marie hatte also nichts zu tun und konnten sich noch ein weig ausruhen.

 

Nach der Mittagspause, die wieder direkt im Revier abgehalten wurde, ging es in einen anderen Revierteil und der Nachmittag entschädigte sowohl die Schützen als auch die Hundeführer für den ruhigen Vormittag.

Marie durften an diesem Jagdtag eine Taube nachsuchen und apportieren, Bisquit brachte 4 Vögel - davon einen noch sehr agilen - nach Hause.

 

Insgesamt lagen am Ende des Tages ungefähr 65 Tauben auf der Strecke.

Wie immer war es ein toller Jagdtag in sehr nette Gesellschaft. Von meiner Seite aus auch ein großes Dankeschön an die anderen Hundeführer, die aus Tirol und Oberösterreich angereist sind. Ich denke, wir haben ein hier ein gutes Team zusammengewürfelt und freue mich sehr auf die kommenden Jagden mit dieser Truppe!



28.08.2016

Wer hätte gedacht, dass nur vier Tage nach dem mäßigen Anflug so ein Jagdtag auf uns wartet.

 

Wir fuhren wieder nach Ungarn, diesmal in die Nähe von Budapest in ein - für uns - neues Revier.

Sonntag um 4:45 war Tagwache, die Tatsache ohne Frühstück gleich ins Revier zu pilgern lies meine Begeisterung erst einmal nicht steigen, das änderte sich aber sehr bald nach der Ankunft auf den Feldern. Insgesamt waren wir eine Gruppe von 6 Schützen und 3 Hunden - plus ich, aber ich zähle mich schon lange nicht mehr mit :-)

 

Ich hatte noch nicht einmal Bisquit, Marie und meine Utensilien aus dem Auto geholt, segelten schon die ersten Tauben vom Himmel in die Sonnenblumenfelder um uns. Viele der Vögel strichen noch sehr weit, sodass ein Schicken der Hunde völlig sinnbefreit gewesen wäre.

Der Morgen war mit knapp 80 geschossenen Tauben sehr gut, Bisquit und Marie hatten es in dem wirklich schwierigen Gelände nicht einfach und so konnten wir nur 9 Vögel auf unser Apportkonto verbuchen (Bisquit holte 4, Marie 5 Tauben).

 

Um 09:00 ging es zurück in die Pension zum Frühstück und ein wenig ausruhen, danach fuhren wir weiter auf Kaninchenjagd - mit Frettchen! Die Hunde mussten jetzt im Auto bleiben, damit die Frettchen in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen konnten. Dafür wurden wir von einer kleinen Katze begleitet, die unser Treiben sehr interessant fand - NEIN, ich habe sie nicht mit nach Hause genommen, auch wenn ich knapp davor war.

Zuerst trieben wir durch einen kleinen Wald, Wiesen und Windschutzgürtel, hier konnten schon zwei Stück erlegt werden. Anschließend wurde Bau für Bau abgelaufen und die Frettchen durften die Kaninchen hinaus treiben. Insgesamt lagen nach 2 Stunden 6 Kaninchen auf der Strecke.

 

Ein kurzer Zwischenstopp auf der Tankstelle, um kalte Getränke und Eis zu kaufen und schon ging es direkt weiter und zurück zu den Tauben. Für den Nachmittag beschloss ich nach rund 40 Minuten die Hunde abzuwechseln, sodass sich immer eine der Beiden ausruhen konnte - die Sonne brannte extrem und es war kaum Wind, für die Hunde auch körperlich eine Herausforderung.

Marie durfte anfangen und hat sehr brav gesucht, wie gewohnt gibt sie auch in den Sonnenblumen Vollgas. Bisquit dagegen geht ihre Aufgabe gemütlich und ohne Stress an, Energie sparen hieß es bei diesen Wetterverhältnissen. An unserem Stand fielen die Vögel nur so vom Himmel und die Mädels arbeiteten wirklich hervorragend.

Nachdem wir rund um uns so gut wie möglich nachgesucht hatten, fuhren wir zum nächsten Schützen um bei ihm "aufzuräumen" - als Schützenkönig konnte er einige Vögel schießen und Bisquit und Marie mussten nochmal die Zähne zusammenbeißen - wir Zweibeiner sammelten ebenfalls genug Tauben am brachen Acker ein, um die Hunde ein bisschen zu unterstützen.

 

Der Endstand der Apporte mit 18:30 liegt bei 32 Tauben für Bisquit und 26 für Marie.

 

Bei einer Gesamtstrecke von 429 (!) - einem absoluten Rekord - scheinen die paar Vögelchen, die meine Mädels gebracht haben lächerlich. Wenn ich aber das Gelände, die Hitze und die Größe des bejagten Gebietes an diesem Tag mit einbeziehe (3 Schützen hatten keinen Hundeführer zur Seite, der Jagdleiter führte seinen eigenen Hund), kann ich am Ende des Tages sehr zufrieden mit den Hunden sein.

 

Wir freuen uns, dass wir dabei sein durften, es war eine grandiose Jagd und ich hoffe, wir können das nächstes Jahr wiederholen.

 

2 Taubenjagdtage stehen uns noch bevor, dann geht es nach einer kurzen Pause mit Fasan und bald auch den Hasen los.



24.08.2016

Die erste Taubenjagd in Ungarn hat stattgefunden. Leider verlief sie nicht wie erwartet, denn wir platzierten uns im "falschen" Revierteil. Die Sonnenblumen brauchen noch Zeit zum Reifen und so waren die Tauben noch in einem anderen Gebiet. Wir hatten wenig Anflug und es fielen nur ein paar Schüsse, somit hatten an diesem Tag auch die Hunde nichts zu tun.

Zum Glück tat dies der Stimmung keinen Abbruch, bei gemütlichem Zusammensitzen mit Jause direkt im Revier und guter Laune beschlossen wir am frühen Nachmittag zum Schießstand aufzubrechen, damit die Männer zumindest auf Tontauben schießen konnten.

 

Nicht jeder Jagdtag kann mit Erfolg verbucht werden und so mussten wir ohne Strecke die Heimreise antreten - beim nächsten Mal sieht es sicher wieder anders aus und es war trotzdem ein toller Tag in einer genialen, lustigen Truppe. Ich freue mich auf nächste Woche, wenn die Täubchen sich wieder blicken lassen!



16.&17.07.2016

Samstag und Sonntag ging es wieder ins Revier zum Abendansitz.

Beide Male kam nur Marie mit auf den Hochstand, für mehr Hunde war diesmal kein Platz. Samstag blieben Oskar und Peaches im Auto, Sonntag hatten wir die ganze Meute dabei.

Am Samstag hatten wir "nur" eine Schmalgeiß samt Kitz im Anblick, die immer wieder austraten und absprungen, es war ein toller Anblick und wir verbrachten ungefähr zwei Stunden mit Beobachten.

Sonntag ging es - auf einem anderen Hochstand - sehr schnell. Wir saßen kaum 40 Minuten, schon waren vier Frischlinge zu sehen. Ein gezielter Schuss und das größte Tier lag. Wir warteten kurz ab und stiegen vom Stand.

Marie musste an der Leine bleiben, da ich - auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist - doch Sorge wegen des Aujeszky-Virus habe und da eine Nachsuche nicht notwendig war, mussten wir auch nichts riskieren. Am Liebsten wäre Marie aber an das Stück, so aufgeregt war sie. Eine Stunde nach Abmarsch zum Ansitz waren wir auch schon wieder bei den Autos und konnten den Frischling noch bei Tageslicht aufbrechen und ausnehmen.

Die Hunde blieben auch hier im Auto und durften erst nachher, ein Stück weiter im Revier raus zum Lösen und eine kleine Runde spazieren gehen. Riley war das erste Mal mit im Revier und hat sich die Gegend sehr sicher und mutig alleine angeschaut, sich aber nie weit entfernt, fleißiges Mäuschen!

Es war also ein erfolgreiches Jagdwochenende und ich freue mich, dass die Saison so gut für uns begonnen hat.

Danke für die Einladung, wir freuen uns immer wieder!



10.07.2016

Nach nur 3 Monaten Jagdpause ging es wieder los und ab ins Revier, zum Ansitzen.

Mit im Gepäck waren Peaches, Marie und Oskar - ein Welsh Terrier Rüde, den ich zur Zeit zur Pflege habe.

Kurz vor 19:30 bezogen wir den Hochstand und warteten auf einen Anblick. Knapp 1,5 Stunden später - ich war gerade am Eindösen - lies sich ein junger Bock blicken. Ein paar Momente abgewartet, bis das Tier gut und frei stand, ein Schuss und der Bock verschwand im Wald.

Wir warteten kurz ab, brachten die Hunde wieder vom Hochstand und marschierten zum Anschuss - und tatsächlich entdeckten wir sofort etwas Schweiß.

Peaches durfte die Fährte frei und ohne Leine ausarbeiten, Marie durfte ebenfalls suchen. Oskar musste wegen einer Verletzung am Vorderlauf an der Leine bleiben und durfte als Letzter in ruhigem Tempo die Fährte ausarbeiten.

Peaches war sehr sicher und keine 3 Minuten später zeigte sie über dem Weg in einer Dornenhecke an. Irgendwie konnte sie sich den Weg zum Stück freikämpfen, der Bock lag aber so verkeilt in der dornigen Deckung, dass ich Peaches bei der Bergung etwas helfen musste.

Das Aufbrechen und Ausnehmen wurde gleich im Revier erledigt und so kamen die Mädels auch gleich zu ihrem Abendessen - Herz und Lunge, lecker!

Es war ein sehr schöner und vor allem erfolgreicher Jagdabend, wir kommen immer wieder gerne! Danke für die Einladung!



02.&03.04.2016

Am Wochenende haben wir ereneut unser Glück auf Schnepfen versucht - leider vergeblich. 

An beiden Abenden hatten wir keinen einzigen Anblick und somit haben die Hunde wieder "ablegen und abwarten" geübt, durften am Ende über die Wiesen laufen und hatten so auch ohne Apport ihren Spaß.

Für heuer werden wir es mit den Schnepfenstrichen bleiben lassen, immerhin dauert es nicht mehr lange und die Jagden gehen ohnehin wieder los.

Bis dahin stehen ein paar Prüfungen für die Youngsters am Programm und wir genießen die warmen Temperaturen.

 

Wir bedanken uns auch ohne Jagderfolg für die Einladungen und immer lustigen und nette Abende. Wir kommen gerne wieder und freuen uns auf die Herbstjagden!



28.03.2016

Neuer Tag, neues Glück - oder so :-)

 

Ein weiteres Mal ging es ins Revier in Niederösterreich. 5 Schützen, die kleine Münsterländerin, meine Mädels und ich bezogen Stellung und eigentlich hätten die Verhältnisse optimaler nicht sein können.

Trotzdem hatten wir an diesem Abend keinen Anflug und gingen leer aus. Ein einziger Schnepf hat sich blicken lassen, wurde leider gefehlt und so war die kleine Nachsuche am Ende der Jagd ohne Erfolg - Marie hat das nicht gestört, Hauptsache, sie durfte nach einem Schuss auch endlich mal in diese Richtung laufen und ihre Nase einsetzen.

Ein leckeres Abendessen hat den Abend abgerundet und in der geselligen Runde war schnell vergessen, dass es wieder keine Strecke gab.

Nichtsdestotrotz werden wir kommenden Samstag wieder ins Revier fahren - vielleicht mit mehr Erfolg als die letzten Male.



26.03.2016

Wieder durften wir in Niederösterreich zum abendlichen Schnepfenstrich mitkommen. Diesmal waren es zwei Schützen und ein weiterer Hund - eine junge kleine Münsterländerin.

Zwei Schnepfen konnten wir sehen, leider fehlten alle drei Schüsse und somit gab es heute keinen Jagderfolg.

Marie hat sich heute wieder sehr gut benommen, wenn sie ein Revier und die Schützen kennt, tut sie sich um einiges leichter mit dem guten Benehmen und ist nicht so überdreht - braver Terrorzwerg.

 

Dank dem recht guten Wetter war es dennoch ein schöner Abend und wir freuen uns immer, wenn wir dabei sein dürfen - alleine die Stille der Natur in der Abenddämmerung ist die Fahrt schon wert.



20.03.2016

Sonntag ging es in ein neues Revier - abermals auf einen Schnepfenstrich. 

Gemeinsam mit einem Schützen bezogen wir Stellung neben einem Hochstand und es hieß warten.

Bisquit und Peaches waren wie gewohnt sehr souverän, haben sich ein Plätzchen gesucht und brav gewartet. Marie hat ein wenig länger gebraucht - ein neues Revier, ein neuer Schütze und die weiten Felder um uns herum waren wie erwartet sehr aufregend für Madame und sie hat ein wenig gebraucht, um ihren 1000-Voltpopo an einer Stelle zu parken und auch dort zu bleiben.

Leider strichen keine Schnepfen und somit war es eine reine Warte-Übung für die Hunde. Das hat sicher nicht geschadet und man kann eben nicht immer einen Erfolg verbuchen, wenn man sich auf den Weg in ein Revier macht, auch das gehört eben dazu.

Es war dennoch ein sehr netter Nachmittag und Abend, wir bedanken uns für Einladung und kommen gerne wieder!



19.03.2016

Wir waren in Niederösterreich auf den ersten Schnepfenstrich für heuer eingeladen.

Erstmal gab es noch ein gute Jause und dann ging es ab ins Revier. Wir waren eine kleine, aber feine und vor allem lustige Runde - ein Schütze, seine kleine Tochter - die mit ihren 8 Jahren das erste Mal auf eine Jagd mitkommen durfte, ich und natürlich die drei Mädels. Bisquit hat "Kindersitter" gespielt und auf der Decke Platz genommen, Marie und Peaches haben weder den Himmel noch den Schützen aus den Augen gelassen. Allzu lange hat es nicht gedauert und der erste Vogel kam, leider fehlte der Schütze und wir mussten noch ein paar Minuten warten. Der zweite Schnepf wurde dann getroffen und strich geflügelt in die sumpfige Wiese - ein Stückchen lief er weiter. Peaches lief direkt zur Fallstelle, Marie hinterher. Mein großes Mädel nahm die Nase runter und hat die Spur brav ausgearbeitet, zügig aufgenommen und sauber  - und lebend - in die Hand apportiert. Was will man mehr? Ich freue mich sehr, dass Peaches auch bei einer neuen Wildart keinerlei Probleme hat und sicher arbeitet.

Es war ein sehr schöner Nachmittag und ein schöner Einstieg in die Jagdsaison 2016.

Danke für die Einladung - wir kommen sehr gerne wieder!

 

Die Fotos haben nicht die beste Qualität, wir hatten nur die Autoscheinwerfer als Lichtquelle, das Wesentliche ist dennoch zu erkennen :-)