Jagden 2015


26.12.2015

Die letzte Jagd der Saison fand traditionell in einem kleinen Revier in Niederösterreich statt. Etwas wehmütig machte ich mich auf den Weg - auf der einen Seite, weil ich in diesem Revier Redy eingejagt habe und er hier immer grandiose Leistungen gezeigt hat, auf der anderen Seite, weil damit die heurige Jagdsaison zu Ende ging.

Das Wetter war - wie in dieser Saison immer - sensationell und uns erwartete strahlender Sonnenschein.

Ich habe mich entschieden, alle drei Mädels mitzunehmen.

Wie immer gingen alle Triebe durch dicht bewachsene Windschutzgürtel, also hieß es stöbern, stöbern, stöbern.

In den ersten beiden Trieben, gab es noch kein Wild, die Hunde arbeiteten alle sehr brav und im dritten Trieb wurde ein Eichelhäher geschossen, der am Ende des Windschutzes in einer offenen Wiese lag. Ich schickte alle Mädels in die Suche und Marie war wie immer die Schnellste, nahm sofort auf und brachte zügig - braves Mädchen!

In den restlichen Trieben gab es für meine Hunde wider nichts zu apportieren, sie haben beim Stöbern aber augenscheinlich eine Menge Spaß gehabt. Marie hat sich an diesem Tag wirklich vorbildlich verhalten und trotz ihrer großräumigen Suche immer wieder selbstständig zu mir umgedreht, um kurz vorbei zu schauen.

 

Nach der Jagd durch das unwegsame Gelände gab es wie immer einen Schüsseltrieb bei Lagerfeuer unter freiem Himmel mit ausgezeichneten Leckereien.

Anschließend machte sich eine kleine Gruppe auf zum Entenstrich. Hier nahm ich nur Bisquit mit und wir bezogen mit einem Schützen Stellung in der Nähe der Fischzucht.

Lang dauerte es nicht und die ersten Enten kamen, davon wurde eine getroffen und fiel auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses ins Schilf. Wir warteten noch einen Anflug ab und dann konnte ich Bisquit einweisen. Etwas zögerlich nahm sie in der Dämmerung das Wasser an, ich konnte sie aber gut hinüber pushen und sie suchte sehr selbstständig und sicher das Gelände ab. Ein paar Augenblicke später tauchte sie mit der Ente am Ufer auf und den Rückweg meisterte sie dann auch sicher und ohne Zögern.

 

Am Ende des Tages hatten wir eine kleine aber feine Strecke von 3 Hasen, einem Eichelhäher und einer Ente.

 

Nun ist die Jagdsaison offiziell beendet. Es war eine grandiose Zeit, unsere zehnte Saison, mit vielen bekannten und einigen neuen Gesichtern, in tollen Revieren und sensationellen Apporten von meinen Mädels - sie haben mich nicht enttäuscht und immer ihr Bestes gegeben.

Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei allen Revierinhabern, Jagdgesellschaften, Schützen und Hundeführern für die tollen 4 Monate und freuen uns schon jetzt auf die kommende Saison und wünschen allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!



13.12.2015

Ein letztes Mal für heuer waren wir in unser Stammrevier im Burgenland eingeladen - und zwar zur großen Abschlussjagd, die wie jedes Jahr durch die Gstettn in und um die Schottergruben führt.

Ich habe mich entschieden, nur Peaches mitzunehmen. Bisquit und Marie begleiteten Guggi zur Weihnachtsfeier der LG Wien und hatten so auch einen schönen Sonntag.

 

Beim ersten Trieb liefen wir direkt in der Mitte der Linie durch die Gstettn, beim zweiten Trieb wurden wir zu den Schützen am linken Hang, oberhalb der Grube eingeteilt - hier gab es für Peaches noch keinen Apport, die jungen Hunde waren etwas übereifrig und es hätte keinen Sinn gemacht, Peaches zu schicken.

 

Beim dritten Trieb gingen wir mit zwei Schützen etwas abgesondert von der großen Gruppe an der linken Flanke. Gleich zu Beginn, als ich den Hang noch gar nicht hinter mir hatte wurde ein Hase angebleit, der laut klagend am Schotterweg vor uns sitzen blieb. Nun konnte ich Peaches schicken und sie hat den Apport wieder einmal sehr gut ausgearbeitet.

Es ging weiter durch die Grube und am anderen Ende wieder über einen Hang. Ein Hase ging vor uns hoch, über den Hang drüber und wurde auf der anderen Seite am Feld geschossen. Hier musste ich Peaches einweisen und sie musste außer Sicht arbeiten. In einer schönen Linie hat sie den Hang und den Güterweg gequert und dank den Schützen auf der anderen Seite weiß ich, dass sie die Linie ins offene Feld sehr schön beibehalten hat, bis sie auf die Spur des Hasen kam.

Beim vierten Trieb, bei dem wir auf der Böschung zwischen einem Feld und der Gstettn liefen, hatten wir zwar einen wunderbaren Ausblick auf die Umgebung, aber hier wieder keinen Apport.

Nach einer kurzen Mittagspause ging es weiter über aufgeschüttete Hügel und ein Biofeld. Ein Hase, der im hohen Bewuchs geschossen wurde, kam am angrenzenden offenen Acker zum Liegen - hier konnte nicht gleich ein Hund geschickt werden, da ein Fuchs im hohen Bewuchs war, den wir natürlich nicht verlieren wollten. Am Ende des Triebes bin ich mit Peaches zurück gelaufen und habe sie am Anschuss angesetzt, sodass sie eine Schleppe arbeiten musste - eine nette Abwechslung und gutes Training :-)

Der sechste und letzte Trieb führte uns durch einen Windschutz, wo die Hunde erstmal nur stöberten. Kurz vor Ende der Jagd strichen zwei Enten über die Linie. Ein Vogel wurde von einer mittlerweile guten Freundin links von uns beschossen und landete 5 Meter vor Peaches im Windschutz. Auch hier nochmal Gratulation, Rita!

 

Am Ende des Tages lagen 41 Hasen, 2 Füchse, 2 Fasanhahne und eine Wildente auf der Strecke.

 

Wir bedanken uns für die mittlerweile 10. Saison in diesem Revier und freuen uns jetzt schon auf 2016! Es ist immer wieder eine Freude, dabei sein zu können!



08.12.2015

Am Feiertag durften wir zum Ansitzen auf Rehwild und einen anschließenden Entenstrich mitkommen. Die Mädels blieben erstmal im Auto, der Hochstand war für zwei Personen und drei Hunde ein bisschen zu klein :-)

Wir bezogen Stellung und dann hieß es warten.

 

Nach gut zwei Stunden konnten wir 2 Stück Rehwild entdecken, die nach dem Schuss in verschiedene Richtung in der Deckung verschwanden. Ein paar Minuten abgewartet, ging es dann runter vom Hochstand um einen Anschuss zu finden - den hatten wir auch schnell entdeckt und ich holte Peaches für die Nachsuche.

Es war die erste richtige Nachsuche für mein Mädel und sie hat das wirklich toll gemeistert. Zuerst lies sie sich noch von einem weiteren (jungen) Hund ablenken, als ich die Maus aber ein zweites Mal beim Anschuss angesetzt habe - diesmal ohne Leine - zischte sie spursicher in die Deckung ab und war erstmal verschwunden.

Ich dachte schon, Peaches wäre auf einen Wechsel gekommen und auf einer Saufährte unterwegs, da konnte ich schon ihr Hinterteil aus der Deckung kommen sehen. Mein Mädel hat nicht nur schnell gefunden, sondern die Rehgeiß auch noch aus der Deckung gezogen, bis es licht genug war und ich auch ran konnte.

 

Ich bin unheimlich stolz auf Peaches, dass sie ihre erste richtige Nachsuche so souverän und instinktsicher gemeistert hat!



06.12.2015

Wieder zog es uns ins schöne Burgenland - zum ersten Mal nicht bei strahlend blauem Himmel, doch das tat der guten Stimmung keinen Abbruch.

Eine kleine Gruppe traf sich zu Mittag zu einem Fasanstamperer. Insgesamt gingen wir vier Triebe durch Felder mit hohem Bewuchs und dichte Windschutzgürtel. Ich hatte alle drei Mädels dabei und sie durften die ganze Jagd hinweg stöbern, was natürlich vor allem Marie sehr gefallen hat.

 

Zu apportieren gab es für uns diesmal nichts, es war dennoch ein sehr netter Tag mit viel Spaß und guter Gesellschaft - wie immer in diesem Revier, deswegen kommen wir auch so gerne!

 

Am Ende des Tages lagen 11 Fasane auf der Strecke, die Mädels waren müde und zufrieden, so wie ich.

 

Danke für die Einladung zu dieser Jagd in kleinem Kreis. Ich freue mich schon auf die große Abschlussjagd, auch wenn das das Ende der heurigen Jagdsaison bedeutet.



28.11.2015

Das Stammrevier im Burgenland wird uns heuer einfach nicht los :-)

Wieder ging es zur Kreisjagd, diesmal etwas kleiner als gewohnt - aber deswegen nicht weniger schön und aufregend!

Bisquit und Peaches durften mich begleiten, Marie war bei Guggi "geparkt"! und genoss ihr freies Wochenende.

Der erste Trieb ging über offene Felder und Äcker, wir mussten zwei Schnellstraßen queren, weshalb ich meine Mädels erst später abgeleint habe. Kurz vor Ende des Triebes habe ich einen Hasen aus der Sasse getreten und der Schütze neben uns kam zum Schuss. Peaches hat blitzschnell reagiert und den stark klagenden Hasen sauber in die Hand apportiert.

 

Auch Trieb Nummer zwei führte uns über freie Flächen von Feldern. Hier kam Peaches zweimal zum Einsatz. Der erste Hase querte die Linie von links nach rechts und wurde jeweils einmal von den Schützen neben mir angeschossen, ergriff aber noch sehr flott die Flucht nach vorne weg. Kein Problem für meine Maus, die hat die Verfolgung aufgenommen und den Hasen nach 150 Meter im Lauf abgefangen - diese Leistung hat mich sehr stolz gemacht! Der zweite Hase, den Peaches apportiert hat, lag tot am offenen Acker. Zuvor standen zwei Viszlarüden direkt über dem Stück, diese hätten sich aber lieber geprügelt und keiner der Beiden hat den Hasen zu seinem Führer gebracht. Über dieses Verhalten von JAGDhunden äußere ich mich jetzt mal nicht. Ich habe Peaches aufs 30 Meter Entfernung blind geschickt und sie hat sofort gefunden.

 

Beim dritten Trieb liefen wir über grüne Wiesen und Rübenfelder. Hier wurde ein Hase vor uns angebleit und Peaches hat abermals eine große Distanz zurückgelegt, um das Stück dann lebend in die Hand zu apportieren.

 

Der vierte und letzte Trieb führte uns durch dichten Bewuchs neben den Eisenbahngleisen und weiter in einen sehr dichten Windschutz. Hier waren die Mädels mit Stöbern beschäftigt, mit einem Apport habe ich in diesem Trieb nicht mehr gerechnet, bis ein Hahn über uns geschossen wurde und in einer Astgabel in 1.60 Meter Höhe hängen blieb.

Peaches suchte verzweifelt den Boden ab, hier war Bisquit schneller und routinierter, nahm Anlauf und pflückte den Vogel aus dem Baum - mein altes Mädchen kann es also nach wie vor noch!

 

Am Ende des Tages kamen wir auf eine Strecke von 63 Hasen, 12 Hahnen und 1 Ente.

 

Wir haben diesen Jagdtag wie immer sehr genossen und freuen uns, auch bei den letzten Jagden in diesem Revier dabei sein zu können!

 



20.-.23.11.2015

Marie und ich haben das Wochenende unseres Lebens hinter uns - etwas Schöneres werden wir wohl so schnell nicht mehr geboten bekommen!

Wir hatten die große Ehre zwei befreundete Schützen nach Beja in Portugal zur Rothuhn- und Kaninchenjagd zu begleiten. Ja, ihr habt richtig gelesen, Portugal!

 

Freitag Nachmittag trafen wir uns und fuhren gemeinsam zum Flughafen. Nachdem wir unsere Boardkarten hatten und das normale Gepäck eingecheckt war, ging es zur Großgepäckaufgabe, um die Waffen, Munition und natürlich auch Marie aufzugeben. Das ganze Prozedere dauerte nicht lange und nach 25 Minuten konnten wir uns noch einen Snack in der Lounge schmecken lassen. Um 18:15 ging es mit dem Boarding los, ich habe absolut keine Flugangst - aber mit Marie im Frachtraum war ich doch ein wenig nervös. Allerdings vollkommen umsonst, denn Marie hat den Flug Dank ihrer Kuscheldecke und Stofftieren gut überstanden und wir hatten einen Flug ohne Turbulenzen. Nach der Landung ging es noch 180 Kilometer (die ich verschlafen habe) mit dem Mietwagen weiter und wir kamen spät im Landhaus an. Eine schnelle Dusche, Marie gefüttert und ab ins Bett - die Anreise war schon mal geschafft.

 

Samstag um 07:00 hieß es raus aus den Federn und fertig machen, frühstücken und nach einer 20-minütigen Autofahrt kamen wir im Revier an. Der Ausblick vom Jagdhaus aus war die Reise schon wert! Nach der Einteilung der Schützen ging es dann los, ein anstrengender Fußmarsch durch sehr schwieriges und anspruchsvolles Gelände. Marie und ich begleiteten beide Tage immer den gleichen Schützen - es war sehr schwer Schritt zu halten und wir durften die Schützenkette nicht verlieren. Wenn man das Gebiet nicht kennt, ist man praktisch verloren. Es ging durch Olivenhaine und Pinienwälder, eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch.

Mein Mädel hat am ersten Tag sehr brav gearbeitet, es gab aber nichts zu apportieren, dachte ich zumindest bis kurz vor Ende des ersten Jagdtages. Nur wenige Momente, bevor die Jagd vorbei war, wurde genau vor uns doch noch ein Kaninchen geschossen, das Marie sehr schön ausgearbeitet hat und lebend in die Hand apportiert hat.

Das anschließende Mittagessen im Jagdhaus war phänomenal, eine wunderschöne Tafel war für uns gedeckt und es gab wirklich ausgezeichnetes Essen und guten Wein. Anschließend ging es zu einem wunderschönen Teich zum Entenstrich. Leider waren die Enten schon eingestrichen und als wir mit den Autos zufuhren stiegen die Vögel auf und wir gingen leer aus. Marie hat die Möglichkeit aber für eine kleine Schwimmtour genutzt, das hatte sie sich nach diesem Tag auch wirklich verdient.

Zurück im Landhaus, in dem wir wohnten konnten wir uns ein wenig ausruhen und auch am Abend gab es wieder tolle Leckereien und auch die Gesellschaft war sehr nett.

Marie verbrachte den Abend mit uns und hat sich Dank der Müdigkeit sehr gut benommen :-)

 

Am Sonntag jagten wir im Revier rund um das Landhaus, mit einem Pick-Up fuhren wir ein Stückchen und stellten wieder zum Fußmarsch auf. Das Gelände war ein wenig leichter, als am Vortag - mit Muskelkater und Blasen an den Fersen dennoch anstrengend genug. Es ging durch Olivenhaine und Weingärten, über weite Wiesen und Sturzacker - kein Wunder, dass ich in dieser kurzen Zeit zig Fotos gemacht habe.

Jetzt hatte auch Marie mehr zu tun, im ersten Weingarten, nach ungefähr einer Stunde Marschzeit war es soweit und meine Kleine konnte ihr erstes Rothuhn apportieren. Es war nur geflügelt und Marie musste schnell sein, diese kleine Vögel sind unglaublich schnell und laufen noch sehr weit, wenn sie krankgeschossen sind. Ich war unheimlich stolz, als sie mit dem Vogel zurückstolziert kam und ab da wusste Marie auch, auf was sie achten musste. Sie lies weder die Flinte, noch den Himmel aus den Augen und konnte so über den Tag hinweg insgesamt sechs Rothühner apportieren. Wir liefen an diesem Tag weiter als eigentlich gedacht und umso müder waren wir, als wir wieder beim Landhaus ankamen. Keine zwei Minuten im Zimmer, beschlagnahmte Marie das Bett und machte ein Nickerchen, für die Zweibeiner hieß es Koffer packen, duschen und ab zum Mittagessen im Innenhof. Nach einem schönen Nachmittag bei abermals gutem Essen und lustiger Gesellschaft wurde das Gepäck im Mietwagen verstaut und es ging zurück nach Lissabon - diesmal habe ich die Hälfte der Strecke übernommen.

Marie und das Gepäck raus aus dem Mietwagen und in unsere Hotelzimmer gebracht, brachten die Männer das Auto zurück und Marie und ich spazierten vor dem Hotel auf und ab, um einem Muskelkater bei der Maus entgegen zu wirken - das hat gut funktioniert, nur die Pfoten sind ein wenig wund gelaufen von dem rauen Gelände, in ein paar Tagen ist alles wieder gut und Marie wird wieder rumflitzen können!

Zum Abendessen spazierten wir in ein nahegelegenes, kleines Restaurant und genossen Fisch und Meeresfrüchte.

 

Am Montag nach einem guten Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Flughafen und checkten wieder Waffen und Mariechen ein - diesmal dauerte es etwas länger, die Portugiesen sind hier extrem pingelig und es dauert dreimal so lang wie bei unserer Hinreise. Trotzdem ging sich alles pünktlich aus und um 13:20 hoben wir ab.

 

Ein Fazit nach diesem Wochenende: ich bin sprachlos - es waren grandiose Tage und wir freuen uns sehr, dass wir diese Jagd miterleben durften! Auch wenn es extrem anstrengend war und sowohl ich als auch Marie kleinere Blessuren davongetragen haben, würde ich die Zeit am Liebsten nochmal zurückdrehen und das alles nochmal erleben!

 

Für Marie ist die Jagdsaison nun zu Ende, vielleicht nehme ich sie Ende Dezember noch auf die Stephaniejagd mit (so eine stattfindet), aber das werden wir noch sehen. Ich bin extrem zufrieden mit der Leistung der kleinen Maus, sie hat sich toll entwickelt und bei allen Jagden gute Arbeit geleistet. Dieses Wochenende ist ein toller Abschluss für ihre heurige Saison.

 

An dieser Stelle nochmal ein riesengroßes Dankeschön für diese wunderbare Zeit und die Gelegenheit dabei sein zu dürfen!


17.11.2015

Dienstag Nachmittag war es wieder Zeit für einen kleinen, aber feinen Entenstrich im Revier in Niederösterreich.

Marie musste wieder im Auto warten, Bisquit und Peaches kennen mittlerweile ihre 'Garage' für die Wartezeit und nehmen gleich brav ihre Plätze unter der Fischerbank ein. Diesmal begleiteten wir zwei Schützen, als Verstärkung war noch ein junger Münsterländerrüde dabei.

Da man nicht immer Glück haben kann, war die Strecke mit einer Ente sehr klein. Insgesamt strichen überhaupt nur 5 Vögel ein, 2 wurden angeschossen - die Zweite tauchte bei der Nachsuche allerdings ab und verbiss sich unter Wasser, da haben selbst erfahrene Hunde keine Chance. Ein anderer Hundeführer wird die Ente bereits am nächsten Tag aus dem Wasser geholt haben.

Meine Mädels waren bei der Nachsuche sehr brav und haben das gesamte Ufer und ufernahe Wasser abgesucht, Peaches konnte dann eben zumindest die eine Ente apportieren, die knapp bei der Böschung trieb.

Es war wieder ein sehr netter Abend in bester Gesellschaft und ich freue mich auf ein ganz besonderes Wochenende mit den beiden Herren und Marie - News folgen dann nächste Woche :-)


14.11.2015

Das Burgenland sieht uns heuer sehr oft - und begrüßt uns jedes Mal mit traumhaftem Wetter!

Wieder waren  wir in unserem Stammrevier zur Kreisjagd eingeladen.

Der erste Trieb hat in einem Windschutz begonnen, in dem gleich alle drei Mädels stöbern durften. Am offenen Feld war Marie dann an der Leine und musste sich in Geduld üben. Hier konnte Peaches einen angebleiten Hasen sehr schön ausarbeiten.

Der zweite Trieb ging gesamt über ein offenes Feld - auch hier war Marie wieder angeleint, über die weiten Strecken ist sie noch nicht ganz hasenrein, hier gehe ich auf Nummer sicher. Wieder konnte Peaches einen Hasen apportieren und hat schöne Arbeit gezeigt.

Der dritte und letzte Trieb führte uns über offene Felder, Rüben und einen Acker. Den ersten angebleiten Hasen durfte wiederum Peaches apportieren. Marie hatte ich eigentlich drei mal geschickt, beim ersten Mal schnappte ihr ein Treiber den Hasen weg (hier frage ich mich natürlich, warum man so etwas tut, aber naja im Nachhinein kann ich es nicht ändern) und beim zweiten Mal schickte eine zweite Hundeführerin ebenfalls ihren Hund - obwohl Marie schneller war, hatte sie gegen den größeren Hund keine Chance und lies den Hasen letztendlich wieder los - das passiert ab und zu, Pech für Marie, dennoch ist mir lieber, sie lässt vom Wild ab, bevor eine Keilerei um das Stück entsteht. Beim dritten Anlauf hatte die Kleine dann Erfolg und konnte einen angebleiten Hasen einholen und abfangen - der Rückweg gestaltet sich für Marie immer recht anstrengend mit einem Hasen, die Tiere wiegen ungefähr die Hälfte von meinem Mädel, aber bei dem Arbeitswillen bringt Marie auch das zustande und hat den Hasen sauber apportiert.

Am Ende des Tages kamen wir auf eine Strecke von 138 Hasen, 3 Fasanhahnen und einem Iltis.

Meine Mädels waren den ganzen Tag über sehr brav und verlässlich - Bisquit liefert sich mit ihren 8 Jahren keine Wettrennen mehr mit den Jüngeren und genießt das Stöbern und Suchen auch ohne etwas zu apportieren, ihre Stärke liegt mittlerweile bei der Federwildjagd und da wird mich meine Grande Dame hoffentlich noch lange begleiten.

Wir bedanken uns für die Einladung und freuen uns auf die folgenden Jagden!



28.10.2015

Mittwoch Nachmittag ging es in ein Revier in Niederösterreich, nicht allzu weit entfernt von zu Hause - zur Abwechslung stand ein Entenstrich am Programm, gemeinsam mit 4 Schützen.

Marie musste im Auto bleiben, zum Einen hat Madame 10.000 Hummeln im Popo und keine Geduld so lange zu warten und zum Anderen wäre es mir nach Red's Unfall wahrscheinlich etwas unwohl gewesen, wenn die kleine Maus eine doch recht große Ente in der Dämmerung aus tiefem Wasser apportiert - dafür kassiert sie auf den Niederwildjagden die meisten Apporte ab ;-)

Bisquit und Peaches durften mit zum Teich und wir warteten auf einem überdachten Fischerbankerl auf die Enten. Die zwei Mädels waren brav und geduldig und nach ungefähr einer Stunde hieß es dann ab zur Nachsuche. Ein Erpel war noch sehr agil unterwegs und drückte sich in recht verwachsenes Unterholz, Peaches hat hier super gearbeitet und kam nach 2 Minuten mit dem Vogel an. Drei weitere Enten konnte sie dann noch aus dem Wasser in Ufernähe apportieren und die Letzte durfte Bisquit aus tiefem Wasser holen, ungefähr 5 bis 6 Meter vom Ufer entfernt.

Es war also beim dritten Anlauf ein doch erfolgreicher Jagdabend mit guter Stimmung und toller Gesellschaft :-)
Die Mädels und ich sagen danke - naja, bis auf Marie, die durfte ja nur aus der Ferne den Schüssen lauschen ....


24.10.2015

Und wieder ging es in unser Stammrevier - die erste Kreisjagd für heuer stand am Programm.

Schützen und Hundeführer wurden und zwei Gruppen aufgeteilt und wir liefen drei Triebe in zwei Halbkreisen aufeinander zu, bejagt wurden Hase und Fasan.

Marie machte gleich mal beim ersten Trieb einen längeren - selbstständigen - Ausflug und blieb somit für Trieb Nummer zwei an der Leine, Peaches konnte im ersten Trieb gleich einen Hasen apportieren, dann gab es nichts zu tun.

Im dritten Trieb bekam Marie noch eine Chance und hat sich deutlich besser benommen,

Hier konnte Bisquit zwei Hasen holen, Peaches ebenfalls zwei und für Marie blieb es bei einem Apport - was der kleinen Knalltüte sicher nicht geschadet hat!

Alles in allem waren die Mädels - abgesehen von dem kleinen Ausflug von Marie - wieder sehr brav und haben mich zufrieden gestellt.

Am Ende des Tages lagen 113 Hasen auf der Strecke, Fasane blieben an diesem Tag aus.

Nun ist mal für drei Wochen Pause in diesem Revier, in der Zwischenzeit stehen Entenstriche am Programm, langweilig wird uns jedenfalls nicht werden :-)
Wir bedanken uns sehr herzlich für die Einladung und freuen uns auf das nächste Mal!



17.10.2015

Wieder ging es ins Burgenland auf die Fasanjagd - das Wetter war traumhaft schön und alle hoch motiviert.

Über 8 Triebe liefen wir durch Felder, Kukuruz und Windschutzgürtel. Diesmal durften meine Mädels von Anfang an stöbern, was vor allem Marie sehr freute und mir den Weg durch das unwegsame Gelände um einiges erleichterte.

Die ersten paar Triebe hatten wir nicht viel Glück und es gab außer stöbern nichts für meine drei zu tun.

Vor der Mittagspause liefen wir aber noch an der Flanke beim Treiben durch einen Windschutz und Marie konnte einen angebleiten Hasen apportieren, den sie zuvor auch höchstpersönlich hochgemacht hat.

Nach der Mittagspause im Revier ging es mit dem Traktor ein wenig weiter weg um einen Trieb mal von der anderen Seite zu beginnen.

Beim vorletzten Treiben durch ein sehr hoch und dicht bewachsenes Feld konnte das kleine Mariechen nochmal auftrumpfen und einen geschossenen Hahn, der am anderen Ende des Feldes landete, apportieren. Die Distanz war für meinen Gnom mit ungefähr 120 Metern doch recht weit und noch dazu liefen auch zwei Vorstehhunde in Richtung Fallstelle - umso stolzer war ich natürlich auf die kleine Maus, als sie freudestrahlend mit dem Fasan zurückkam - dieser Apport brachte uns noch eine Einladung in ein neues Revier ein, bravo Marie!

Am Ende hatten wir eine Strecke von 31 Hasen, 21 Hahnen, einer Ente und einem Schnepf.

Die nächsten Jagden werden, bis auf einen Entenstrich unter der Woche, wieder größer werden und dann sind in allen Trieben die Hasen frei - wir sind gespannt und freuen uns sehr!



03.10.2015

Das erste Mal heuer ging es wieder ins unser 'Stammrevier' zur ersten Fasanjagd in diesem Revier.

15 Schützen fanden sich ein und (meiner Meinung nach) mit 19 Hunden ein wenig zu viele.

Wir liefen Senf- und Kukuruzfelder ab - aufgeteilt in drei Gruppen zu 5 Schützen und 5 Hundeführern, eine Gruppe im Zentrum, eine an der linken Flanke und eine an der rechten. Ein geniales System, bei dem wir eigentlich recht wenig Wild überliefen.

Da das Revier nicht das geeignetste für Fasane ist, war die Strecke entsprechend klein - Rehe sahen wir dafür umso mehr, auch aus nächster Nähe, was teilweise schon recht respektseinflößend ist.

Meine Mädels haben brav gearbeitet und ordentlich gestöbert, zu apportieren gab es für meine gelben Mädels nichts, Marie konnte drei Hahne verbuchen und hat sich auch sehr ordentlich benommen.

Sehr schade, dass sich die Hunde teilweise das Wild gegenseitig streitig gemacht haben und einige Hunde kein Erfolgserlebnis hatten.

Es war dennoch ein angenehmer, wenn auch kein perfekter Jagdtag und wir freuen uns auf die nächsten Jagden!



05.09.2015

Wieder zog es uns nach Ungarn auf die Taubenjagd!

Diesmal teilten wir uns die Arbeit etwas anders ein - Manuela und ich liefen mit den Hunden gegengleich die Stände der Schützen ab und die Hunde mussten einige Vögel nachsuchen.

Marie hat sich ausgezeichnet benommen und auch die Labis haben toll gearbeitet.

Die ersten zwei und den letzte Vogel konnte Peaches apportieren, einer fiel geflügelt in einen Windschutz, der zweite über dem Bach in Brombeeren. Die letzte Taube fiel halbsichtig in eine Staude - das Mädel hat hier eine sehr gute Leistung abgeliefert.

Dann kam Marie's Auftritt: die nächsten neun Tauben gingen auf das Konto der Schokomaus. Die Nachsuchen im Sonnenblumenfeld, in den Brombeeren über dem Bach und im Schilf hat Marie blind ausgearbeitet und sich selbst übertroffen, wie ein Teufel hat die Maus gesucht und für einen Apport - nach 15 minütiger Suche - Applaus vom Schützen bekommen. Auch sichtige und halbsichtige Vögel in die Sonnenblumen und in Stauden hat sie sehr gut ausgearbeitet. Bisquit hatte nicht viel zu tun, bis eine Taube über dem Bach in einen offenen Acker fiel - hier hat sie sich sehr schön einweisen lassen und recht schnell gefunden, so hat auch die alte Dame noch etwas Arbeit bekommen.

 

Insgesamt kamen wir auf eine Strecke von 54 Tauben - davon haben meine Mädels 13 nach Hause geholt (Bisquit 1, Peaches 3 und Marie 9)

 

Es war wie schon letztes Mal ein wirklich toller Tag, diesmal spielte das Wetter auch besser mit, es war nicht brütend heiß und ab und an nieselte es.

Wir bedanken uns wieder recht herzlich für die Einladung und freuen uns auf die folgenden Jagden!

 



26.08.2015

Die Jagdsaison 2015 hat für uns in einem neuen Revier begonnen. Manuela hat uns eingeladen, nach Ungarn auf eine Taubenjagd mitzukommen - spontan habe ich mir einen Urlaubstag genommen und es ging schon los.

Bei traumhaftem Wetter - wenn auch für die Hunde ein wenig zu warm - trafen wir uns kurz hinter der Grenze und fuhren ins Revier. 10 Schützen und 5 Hunde nahmen ihre Plätze an den Ständen in den Sonnenblumen ein und dann hieß es warten bis die Tauben kommen. Marie war zu Beginn sehr aufgeregt, hat sich aber schnell auf die neue Situation eingestellt und gemeinsam mit Bisquit und Peaches im Schatten der Sonnenblumen auf ihren Einsatz gewartet.

Die Mädels und ich waren den ganzen Tag mit dem gleichen Schützen unterwegs, am ersten Stand gab es noch keine Arbeit für uns, der Anflug war nicht gerade der beste.

Am zweiten Stand hatten wir mehr Glück und die erste geschossene Taube konnte Marie in einer schönen Suche ausarbeiten. Die zweite Taube an diesem Stand war geflügelt und strich sehr weit in eine Staude, hier mussten wir nach 10 Minuten Nachsuche leider erfolglos aufgeben.

Am dritten Stand gab es dann wirklich etwas zu tun, insgesamt holten meine Mädels 11 Tauben nach Hause- davon gingen 3 auf das Konto von Bisquit (die schwierigsten, auf die ich blind schicken musste), Peaches brachte 4 Stück und unsere kleine Terrorgelse holte 5 kleine Vögel.

Am Ende hatten wir eine Gesamtstrecke von 69 Türkentauben.

Ich muss zugeben, dass ich am Morgen doch etwas unsicher war, weil Redy einfach fehlte - doch die Mädels haben mich nicht enttäuscht und Marie hat diesmal eine echte Glanzleistung gezeigt. Ich bin wirklich stolz auf meine drei Mäuse! Wir konnten auch wieder Lob einheimsen für unsere Leistung, das freut mich natürlich sehr!

Ein großes Dankeschön an 'unseren' Schützen, es war sehr sehr lustig und unterhaltsam. Natürlich ein ganz besonderer Dank an Manuela, die uns gebeten hat, mitzukommen und an die restlichen Schützen für die Disziplin und den netten Abend beim Schüsseltrieb!
Ein rundum gelungener Jagdtag und wir freuen uns sehr, dass wir wieder kommen dürfen!